Ortsbegang Unterdigisheim: Knotenpunkt und Wassertreppe beschäftigen die Räte

Mit Blick auf die Einmündung „Appentalstraße/Nusplinger Straße“ in Unterdigisheim: Ortschaftsräte und Vertreter der Stadtverwaltung überlegen, welche Lösungen in Fragen kommen könnten, um hier Rückstaus durch nicht korrektes Einordnen zu vermeiden.
Volker Bitzer/Stadt Meßstetten- Ortsbegang in Unterdigisheim: Räte diskutieren Knoten Appentalstraße/Nusplinger Straße.
- Falsches Einordnen verursacht Rückstaus, teils Abkürzen über Busbucht – Abmarkierung fraglich.
- Abbiegestreifen wohl zu schmal laut Stadtbaumeister, Behörde wird auf Wunsch angefragt.
- Wassertreppe am Dorfplatz trocknet oft aus, drei Varianten von Büro Schuler und Winz liegen vor.
- Behindertenrampe an Halle wird markiert, Sanierung Heimbergstraße hat stadtweit nur Rang 23.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Beim Treffpunkt Rathaus musste die Delegation erst einmal keinen Schritt tun, der Blick auf die vor vier Jahren gepflanzte Nordmanntanne reichte. Diese diente 2025 als Weihnachtsbaum. Weil die Tanne aber noch recht jung ist, hat sie bis dato keine stattliche Höhe erreicht. Der Ortschaftsrat wünscht sich laut Pressemitteilung jedoch fürs kommende Fest einen repräsentativeren Christbaum. Ob dieser am Dorfplatz im Bereich Schule/Festhalle stehen wird, oder beim Rathaus, darüber wollen die Ortschaftsvertreter zeitnah beraten.
Anschließend stand die Appentalstraße, die eigentliche Hauptstraße des Ortes, im Fokus. Sie war das dringlichste Thema des Ortsrundgangs. Es geht um die Einmündung der Appentalstraße in die zweite Hauptverkehrsachse des Stadtteils, die Nusplinger Straße/Oberdigisheimer Straße. Weil sich an diesem Einmündungsknoten nicht alle Fahrer mit ihren Autos fahrschulgerecht einordnen, kommt es nicht selten zu längeren Rückstaus auf der Appentalstraße. Das obendrein mit der Folge, dass dann manche Rechtsabbieger, statt zu warten, unerlaubterweise über die parallel verlaufende Busbucht abkürzen.
Platz reicht nicht für zwei Abbiegespuren
Um all dem vorzubeugen, keimte im Ortschaftsrat die Idee, auf der Appenstalstraße Abbiegefahrstreifen aufzubringen. Doch: Die Fahrbahn ist, so die Einschätzung von Stadtbaumeister Claus Fecker, wohl zu schmal, um zwei Abbieger (einmal links und einmal rechts) in der dafür vorgeschriebenen Normbreite einzurichten.
Erschwerend käme hinzu, dass ein von der Oberdigisheimer Straße kommender Linksabbieger in die Appentalstraße kaum noch Platz zum Ausholen hätte, vor allem Lastwagen. Die Stadt würde, so es denn der Ortschaftsrat wünscht, dennoch bei der zuständigen Verkehrsbehörde beim Landratsamt nachhaken, auch wenn die Erfolgsaussichten für Abbiegefahrstreifen gering seien. Bauliche Veränderungen werden nicht in Erwägung gezogen.
Wassertreppe fehlt das Wasser
Ein Kernpunkt schon bei früheren Ortsbegängen war die Wassertreppe beim Dorfplatz. Wahre Wassermassen waren hier zwar noch nie verfügbar, aber aufgrund zunehmender Trockenheit plätschert das Wasser bisweilen doch extrem beschaulich. Die Folge: Die großen, verlegten Steine vermoosen, und die Algenbildung nimmt zu; von einem Wasserspiel mit Becken kann kaum noch die Rede sein. Was tun also?
Viele Gedanken haben sich die Ortschaftsräte schon gemacht, ebenso das Stadtbauamt. Bislang ohne konkretes Ergebnis. Weil aber nicht selten ein „Gedanke von außerhalb“ zielführender ist, hat die Stadt ein Balinger Landschaftsarchitekturbüro um Ideen angefragt.
Drei Vorschläge legte „Schuler und Winz“ vor, Stadtbaumeister Claus Fecker präsentierte sie dem Ortschaftsrat quasi druckfrisch beim Ortsbegang.

Die Wassertreppe beim Unterdigisheimer Dorfplatz hat schon bessere Tage erlebt. Aufgrund zunehmender Wasserknappheit breiten sich seit Jahren Algen und Moos aus. Ein Balinger Büro erarbeitete drei Lösungsideen.
Volker Bitzer/Stadt MeßstettenVariante 1 sieht ein Wasserspiel vor. Eine neue Terrassierung lädt mit gepflastertem Wasserlauf zum Spielen ein. Über Spielelemente aus Edelstahl kann auch das Wasser aus dem Bach eingespeist werden. Bau- und Planungskosten brutto: zirka 90.000 Euro.
Variante 2 nennt sich Wasserlauf; hierbei wird das Quellwasser über einen gepflasterten Wasserlauf Richtung Bach geführt. Die Sitzquader werden als Trittsteine und Staustufen weiterverwendet. Bau- und Planungskosten brutto: zirka 32.000 Euro.
Variante 3 heißt Bachlauf. Der Bereich wird als naturnaher Zulauf angelegt. Die vorhandenen Findlinge und eine Bettung aus Kies dienen zur Lenkung des Wassers. Die Bau- und Planungskosten für diese Quasi-Renaturierung belaufen sich brutto auf ungefähr 26.000 Euro.
Autos blockieren Rollstuhl-Zugang
Nächstes Ziel war die Turn- und Festhalle. Häufig wird der Behindertenzugang in die Halle zugeparkt. Das dürfte aber selten an böser Absicht der Autofahrer liegen, sondern daran, dass diese dezent asphaltiert ansteigende Rampe, die höchstens zehn Zentimeter überbrückt, von ihnen kaum wahrgenommen wird. Steht ein Auto direkt davor, ist sie aber kaum mehr nutzbar. Eine deutliche Markierung mit Streifen und ein blaues Rollstuhlfahrer-Zeichen sollen deshalb helfen, dass Autofahrer diesen behindertengerechten Zugang künftig gut erkennen. Der städtische Bauhof wird zeitnah dieses Problem beheben.
Hingegen länger warten müssen die Unterdigisheimer auf die Sanierung der Heimbergstraße, die sie schon öfter aufs Tapet brachten. Zwar ist diese Straße tatsächlich die schlechteste im Stadtteil, gesamtstädtisch betrachtet landet sie aber nur auf Platz 23. Diesen Rang weist das aktuelle Straßenzustandskataster aus, das seit 2017 gepflegt wird.
Schon vor mehr als zehn Jahren hatte der Gemeinderat Meßstetten die Order ausgegeben, sich an dieser Prioritätenliste zu orientieren und sukzessive die Straßen nach Sanierungsdringlichkeit abzuarbeiten. Bei der Beurteilung bleiben auch Kanal- und Wasserleitungen nicht unbeachtet. Aber auch diese Bereiche sind in der Heimbergstraße noch nicht reparaturanfällig. Die Räte zeigten unisono Verständnis für diese Vorgehensweise.

