Meßstetter Ferienwanderung
: Unterwegs am militärischen Sperrgebiet

Bei der vorletzten Tour der diesjährigen Meßstetter Ferienwanderung führten Manfred Fritz und Manfred Steidle von der Meßstetter Albvereinsgruppe die Wandersleut‘ in einer weitläufigen Südkurve rund um den Kernort.
Von
red/gon
Meßstetten
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Manfred Fritz, der Vorsitzende der Albvereins-Ortsgruppe Meßstetten, führte rund 160 Teilnehmer bei der sechsten Ferienwanderung 2026 südlich rund um Meßstetten.

Manfred Fritz, der Vorsitzende der Albvereins-Ortsgruppe Meßstetten, führte rund 160 Teilnehmer bei der sechsten Ferienwanderung 2026 südlich rund um Meßstetten.

Stadt Meßstetten/Volker Bitzer
  • Vorletzte Ferienwanderung führte 160 Teilnehmende südlich rund um Meßstetten.
  • Nach sechs von sieben Touren sind rund 1060 Teilnahmen erreicht – 1000er-Marke geknackt.
  • Albverein Meßstetten: gegründet 1895, betreut 13,5 km Vereinswege und vier Ortswege.
  • Stationen: Trockenmauer am Kalkhüttenweg, Gedenkstein für die Kochhafenbuche, schöne Ausblicke.
  • Geplante Führung zu Bundeswehr-Weltraumteleskopen scheiterte, Abschluss in der Festhalle.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ideales Wanderwetter – schönes Licht, angenehme Temperaturen und kein Regen – erwartete die rund 160 Teilnehmer, die sich pünktlich zur vorletzten Etappe der beliebten Sommeraktion am Meßstetter Rathaus einfanden. Mit dieser Wanderung wurde auch die 1000er-Marke geknackt: Nach der sechsten von insgesamt sieben Meßstetter Ferienwanderungen summiert sich die Teilnehmerzahl auf rund 1060, wie die Stadtverwaltung Meßstetten in ihrer Pressemitteilung schreibt.

Einer der ältesten Vereine Meßstettens

Schon bevor die ersten Schritte getan waren, reflektierte Wanderführer Manfred Fritz die Geschichte des Schwäbischen Albvereins Meßstetten, dessen Vertrauensmann er zugleich ist. Gegründet im Jahre 1895 ist die Ortsgruppe einer der ältesten Meßtetter Vereine, ebenso innerhalb der Albvereinsfamilie im Zollerngau und sogar landesweit.

Betreut werden laut Vereinshomepage 13,5 Kilometer Albvereinswanderwege sowie vier örtliche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 41 Kilometern. Dass sich die lokalen Albvereinsverantwortlichen deshalb bestens auskennen auf der heimischen Gemarkung, versteht sich von selbst. Nicht von ungefähr ist der Meßstetter Albverein seit Anbeginn der Ferienwanderungen mit im Boot. Dieses Jahr organisierte die Ortsgruppe bei der 17. Auflage der publikumsträchtigen Veranstaltung also die 17. Wanderung.

Lebensraum für Pflanzen und Tiere

Über den Erwin-Gomeringer-Platz ging es über die Hangergasse auf die erste Anhöhe über Meßstetten. Erster Halte- und somit Infopunkt war dann im Gewann Steigle, wo Manfred Fritz auf die alte Trockenmauer am Kalkhüttenweg näher einging. Sie wurde 2010 von Aktiven des Albvereins und mit Unterstützung von Bauhof und Feuerwehr freigelegt. Einst als Schutzmauer von Feld und Ackerbau gegen den Viehtrieb angelegt, ist diese Natursteinmauer wertvoller Lebensraum für wärmeliebende Pflanzen und Tiere. So beispielsweise für Eidechsen, Blindschleichen und Waldbienen.

Keine zehn Gehminuten später stoppte die große Wanderschar erneut: bei einem Gedenkstein. Er steht an der Stelle der einstigen Kochhafenbuche, einem wahren Baumgiganten mit einem Stammdurchmesser von 1,75 Metern – leider fiel er 1984 einem Sturm zum Opfer. Die Inschrift der auf dem Stein angebrachten Gusstafel erinnert an den Kulturlandschaftspreis, den der Schwäbische Heimatbund 1999 dem Meßstetter Albverein verliehen hatte.

Keine Führung zu den Weltraumteleskopen

Die ausgewählte Wanderschleife kam an vielen Stellen auch dem militärischen Sperrbezirk des Truppenübungsplatzes Heuberg recht nahe. Ins Blickfeld rückten so auch zwei weiße Kuppeln am bewaldeten Horizont. Hier sind die Weltraumteleskope der Bundeswehr untergebracht. Wie Manfred Fritz erläuterte, hatte er sogar geplant, die Strecke direkt dorthin zu führen und von einem Bundeswehr-Vertreter diese besondere Einrichtung für unser aller Sicherheit erklären zu lassen. „Aufgrund derzeit geltender Vorschriften wurde der Antrag aber nicht genehmigt“, ergänzte der Wanderführer.

Wo heute dieser Gedenkstein an den 1999 verliehenen Kulturlandschaftspreis erinnert, stand einst die stattliche Kochhafenbuche.

Wo heute dieser Gedenkstein an den 1999 verliehenen Kulturlandschaftspreis erinnert, stand einst die stattliche Kochhafenbuche.

Stadt Meßstetten/Volker Bitzer

Längst wieder auf dem Rückweg, vorbei am Alten Hau, gab es noch zwei besonders schöne Ausblicke. So auf der Anhöhe des Blumersberges mit seinem beliebten Sport- und Freizeitgelände. Bei klarem Wetter ist von hier die Alpenkette zu sehen. Wenige Schritte weiter in Richtung Stadt offenbarte sich eine schöne abendliche Sicht auf Meßstetten mit seinem neuen und just erschlossenen Wohngebiet Loh I im Vordergrund.

Wie gewohnt endete die Wanderung in geselliger Runde mit Imbiss und kühlen Getränken. Dieses Mal in der Festhalle, wo das Heuberger Musikduo „Arnold & Peter“ den Ausklang musikalisch begleitete.

Noch ein letztes Mal

Die Abschlusswanderung in diesem Jahr ist am heutigen Mittwoch, 9. September, in Hossingen. Hier führen Rose Pfersich und Andrea Bodmer vom örtlichen Albverein unter anderem zur ehemaligen Burg von Hossingen. Los geht’s um 17 Uhr bei der Turn- und Festhalle.