Ferienwanderung in Meßtetten
: Einst verhalf ein Kniff zum Sportplatz

Zur fünften Meßstetter Ferienwanderung, rund um Hartheim, kamen rund 260 Gäste zusammen. Das ist spürbar mehr als eine Woche zuvor in Heinstetten.
Von
red/buxx
Meßstetten
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Stimmungsvolle Wolkengebilde begleiteten die rund 260 Wanderer bei der fünften und gemütlichen Meßstetter Ferientour rund um Hartheim. Entsprechend der meist verdeckten Sonne war es warm, aber nicht heiß.

Stimmungsvolle Wolkengebilde begleiteten die rund 260 Wanderer bei der fünften und gemütlichen Meßstetter Ferientour rund um Hartheim. Entsprechend der meist verdeckten Sonne war es warm, aber nicht heiß.

Volker Bitzer/Stadt Meßstetten
  • Rund 260 Menschen wanderten bei der fünften Meßstetter Ferientour rund um Hartheim.
  • Viktor Kapla und Ludwig Kille führten die Gruppe und erzählten Ortsgeschichte.
  • Hartheim wuchs von sechs Straßen 1950 auf mehr als 22 und hat heute 936 Einwohner.
  • Früher lag der erste Fußballplatz auf dem Truppenübungsplatz – ein Kniff ermöglichte die Genehmigung.
  • Abschluss an der Turn- und Festhalle mit Bewirtung und Musik, parallel lief ein Kinderprogramm.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Teilnehmer der Meßstetter Ferienwanderung  erlebten kürzlich, wie bei allen sieben Touren in den sechs Stadtteilen und der Kernstadt, gesellige und erlebnisreiche Abendstunden auf Schusters Rappen. Wenn man dabei noch einiges über die typische Ortsgeschichte erfährt und so manche schöne Anekdote aus alten Zeiten wieder zum Leben erwacht, ist das für die vielen Wanderfreudigen ein schöner Tagesausklang, schreibt die Stadt Meßstetten in ihrer Pressemitteilung.

Wissenswertes rund um Hartheim gab es zuhauf, auch wenn der Meßstetter Stadtteil keine Burg und kein Schloss hat, wie Wanderführer Viktor Kapla schmunzelnd eingestand. Zusammen mit Ludwig Kille führte das Hartheimer Urgestein die große Gruppe an. Auch dabei ist Kapla überaus erfahren, wie die zurückliegenden Jahre aufzeigen – da ist es gar nicht so leicht, immer wieder neue Geschichten auszukramen oder Wissenswertes aus der Dorf-Chronik aufzuspüren.

Eine neue Heimat finden

Dieses Mal widmete sich Kapla zunächst der reinen Ortsgeschichte in den Nachkriegsjahren. Sechs Straßen und 400 Einwohner hatte Hartheim im Jahre 1950. Aufgrund vieler zugewiesener Flüchtlinge kletterte die Einwohnerzahl nur drei Jahre später auf 450, die meisten fanden hier ihre neue Heimat.

Im Zuge der Wirtschaftswunderjahre setzte eine rege Bautätigkeit ein, sodass Hartheim aktuell über mehr als 22 Straßen und 936 Einwohner verfügt. Mit dem neuen Baugebiet Grund/Hülbenwiesen wollen die Hartheimer dann die 1000er-Marke knacken. Momentan wird der Linksabbieger von der Landstraße ins neue Wohngebiet gebaut.

Der höchste Punkt Hartheims

Spannend war auch die sportliche Entwicklung im Dorf. So lag der erste Fußballplatz des Sportvereins (gegründet 1949) auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes, östlich des Ortes. Damals mussten die Vereinsmacher einen Antrag bei der französischen Militärregierung stellen. Um diesen überhaupt stellen zu können, mussten sie drei Sportarten benennen und wendeten einen kleinen Kniff an: Sie entschieden sich für Fußball, Leichtathletik und Boxen – die letzten beiden gab es freilich nie.

Heute residieren Fußball und Tennis mit schönen Anlagen auf dem Sportler-Berg gegenüber, direkt unterhalb des Wasserhochbehälters. Diese Anhöhe ist übrigens nicht die höchste auf Hartheimer Gemarkung, wie Viktor Kapla beim Passieren des Sträubelewaldes mit seiner leichten Bergkuppe erzählte – die ist nämlich mit 956 Metern der höchste Punkt Hartheims.

Feldkreuze gibt es einige in Hartheim und jedes hat seine Geschichte. Für diese Wanderung hatte Viktor Kapla gezielt recherchiert und eines dieser kirchlichen Kleindenkmäler am Wegesrand näher unter die Lupe genommen. Er nutzte dabei das Wissen des einstigen Pfarrers Hans Locher, der zur Weihe 2007 etwas vom handgeschmiedeten „Schreyeck“-Kreuz unweit der Verbindungsstraße nach Heinstetten erzählte. Umrahmt von Findlingen, zwei Bäumen und zwei Ruhebänkle ist dieser schöne Fleck nun ein idyllischer Ort zur Rast. Diese nutzten auch die 260 Wandersleut‘, bevor sie sich schnurstracks auf die letzte Etappe zur Turn- und Festhalle begaben.

Bewirtungs-Crew ist am Start

Dort angekommen, wartete bereits die Bewirtungs-Crew der Hartheimer Vereine, welche die fünfte Tour gemeinschaftlich und zusammen mit dem bewährten Stadtverwaltungsteam organisierten, um die hungrige und durstige Schar zu bewirten. Die Würste in den Kesseln waren heiß und Getränke kaltgestellt. Zur musikalischen Unterhaltung spielten die Hartheimer Oldies.

Gut besucht war in Hartheim auch das parallel zur Wanderung laufende Kinderprogramm. Jaqueline Drescher, Karin Tiefenbach und Beate Mauch vom Ortschaftsrat bastelten mit den Jungs und Mädchen unter anderem bunte, lustige Textilraupen.

Es geht noch weiter

Zwei Wanderungen stehen in der Heuberg-Metropole noch aus: Am 2. September führt der Albverein Meßstetten rund um die Kernstadt (Treffpunkt ist um 17 Uhr beim Rathaus); am 9. September – der Abschlusstour – organisiert der Albverein Hossingen eine Runde um den Ort. Los geht es um 17 Uhr bei der Turn- und Festhalle.