Einweihung in Albstadt
: „KulTurm“ eröffnet: Über 500 Bürger gestalten Kulturleben

Zum zweiten kulturellen Neujahrsempfang hat die Stadt Albstadt am Mittwochabend in den KulTurm in Ebingen geladen, der bei dieser Gelegenheit feierlich eingeweiht wurde.
Von
Vera Bender
Albstadt
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  • Kulturamtsleiter Martin Roscher, Kämmerin Michaela Wild, Stadtplanungsamtsleiter Axel Mayer, Oberbürgermeister Roland Tralmer, OB-Referentin Mona Lehmann, Ronja Schumacher vom Stadtplanungsamt und Christine Seizinger vom Marketing durchschneiden das Band.

    Kulturamtsleiter Martin Roscher, Kämmerin Michaela Wild, Stadtplanungsamtsleiter Axel Mayer, Oberbürgermeister Roland Tralmer, OB-Referentin Mona Lehmann, Ronja Schumacher vom Stadtplanungsamt und Christine Seizinger vom Marketing durchschneiden das Band.

    Vera Bender
  • Kunstmuseumsleiter Dr. Kai Hohenfeld führt ein Kunstgespräch mit Künstler Roland Milkau (rechts).⇥

    Kunstmuseumsleiter Dr. Kai Hohenfeld führt ein Kunstgespräch mit Künstler Roland Milkau (rechts).⇥

    Vera Bender
  • Oberbürgermeister Roland Tralmer begrüßt die über 100 Gäste zum kulturellen Neujahrsempfang 2024.

    Oberbürgermeister Roland Tralmer begrüßt die über 100 Gäste zum kulturellen Neujahrsempfang 2024.

    Vera Bender
  • Am Eingang empfingen Oberbürgermeister Roland Tralmer und Kulturamtsleiter Martin Roscher die eintreffenden Gäste.

    Am Eingang empfingen Oberbürgermeister Roland Tralmer und Kulturamtsleiter Martin Roscher die eintreffenden Gäste.

    Vera Bender
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Bester Laune war Oberbürgermeister Roland Tralmer, als er die nach und nach eintrudelnden Gäste im Turm in der Bahnhofstraße, gleich hinter dem Bürgerturm, empfing. Die 115 Vertreter der Kunst- und Kulturszene Albstadts, des Gemeinderats, der Ortschaftsverwaltungen und der Stadtverwaltung hatten sich allesamt in Schale geworfen.

Was soll der „KulTurm“ zu bieten haben?

Und auch der Turm, in dem ehemals ein Modegeschäft und danach ein Corona-Testzentrum untergebracht war, erstrahlte im leuchtenden Grün – der Farbe der Stadt. Es war der zweite kulturelle Neujahrsempfang in Folge. Aber der erste dieser Art im „KulTurm“. Denn dieser wurde während des Empfangs gleich feierlich eingeweiht. Schick ist er geworden und äußerst praktisch. Auf zwei Ebenen, die mit einer Wendeltreppe verbunden sind, können sich insgesamt 200 Personen aufhalten. Bei einer Bestuhlung sind es nur 70.

„Aus dem, was bereits vorhanden ist, das Optimale machen“, so Oberbürgermeister Tralmer, und die Idee dazu habe Christine Seizinger gehabt, welche die Stadtverwaltung bei den Projekten im Rahmen des ZIZ-Programms (Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren) berät. Das Stadtplanungsamt hat die Ideen schließlich umgesetzt und das Kulturamt kann fortan planen, wie der KulTurm mit Leben gefüllt wird. Zum „runden Tisch Kultur“ luden Tralmer und Kulturamtsleiter Martin Roscher bereits jetzt auf den 15. Mai ein.

Ermöglichungskultur pflegen

„Kunst und Kultur bereichern und prägen das öffentliche Leben“, so Tralmer, „auch wenn dieser Bereich ebenfalls von Sparmaßnahmen betroffen ist, so wird die Stadt Kunst und Kultur weiterhin unterstützen.“ Schließlich solle es in Albstadt um eine „Ermöglichungskultur“ gehen, stellte der Oberbürgermeister klar. Und gerade in Zeiten wie diesen, also klammer Haushalte, müsse man das Wir-Gefühl stärken. Dies solle auch im Mittelpunkt der 50-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt im Jahr 2025 stehen. Man habe den Fördergeldern des ZIZ-Programms und der „schnellen Eingreiftruppe“ der Stadtverwaltung, die mit diesen Projekten betraut ist, diese Veranstaltungsstätte zu verdanken.

Kulturamtsleiter Martin Roscher ließ die feiernden Gäste anhand einer Leinwandpräsentation an der Kulturkonzeption teilhaben. Im Jahr 2022 hat man diese erarbeitet – über 500 Engagierte haben dabei mitgewirkt. Gemäß dem Slogan „Ebingen ist, was wir draus machen“ wurde im Jahr 2022 die Eisbahn aufgebaut, im vergangenen Jahr gab es das Weihnachtsdorf, dieses Jahr soll es das Bobby-Car-Rennen und ein Angrillen geben und auch der Band-Sommer ist laut Roscher bereits zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der Stadt geworden.

Unterstützung der Vereine

Insgesamt 52 Veranstaltungen von verschiedenen Vereinen und Gruppierungen habe man von Seiten des Kulturamts beworben und unterstützt. Im Jubiläumsjahr 2025 wolle man mindestens 50 Veranstaltungen anbieten. Aktuell gebe es bereits für 41 Rückmeldungen. Mit Blick auf das aktuelle Jahr führte der Kulturamtsleiter die Literaturtage, den Band Sommer, das Schäferfest sowie die verschiedenen Angebote der Museen auf.

Apropos Museen: Dr. Kai Hohenfeld, Leiter des Kunstmuseums Albstadt, führte mit dem Albstädter Künstler Roland Milkau ein Gespräch zur Erläuterung dessen Kunstwerke, die im KulTurm ausgestellt sind. Denn mit diesem Turm habe man endlich einen Ausstellungsraum sowie einen Ort für Konzerte, Lesungen und anderes. Dies begrüßte auch Milkau, der lange Zeit Lehrer in Balingen und später in Albstadt war, jetzt im Ruhestand und laut Hohenfeld „ein beeindruckender Künstler und Netzwerker“ ist. Viele seiner Zeichnungen sind auch im Kunstmuseum Albstadt zu sehen.

Trio Cajon spielt auf

Umgeben von dieser Kunst, amüsierten sich die Gäste und nutzten ihrerseits die Gelegenheit zum Netzwerken. Zwischendurch gab es Live-Musik, gespielt vom Trio Cajon – Sigrun Schumacher, Gerhard Wurst und Andy Schoy. Mit schmissigen Songs und beschwingten Rhythmen lockerten sie den Abend auf, an dem Begegnungen und Austausch aller Art stattfanden. Ein Buffet mit Häppchen rundete die gelungene Veranstaltung ab.

Mehrwert dank ZIZ-Programm-Förderung

Eine Förderung in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ einwerben hat die Stadt Albstadt erhalten. Eingesetzt werden die Gelder für das Ziel, die Innenstadt sympathischer, schöner, sicherer und abwechslungsreicher zu machen. Dazu zählen der Erhalt und Ausbau qualitativen Lebensraums, unterschiedliche gastronomische Angebote, ansprechende Shops, mehr Grün- und Spielflächen sowie klimatechnische und verkehrsbezogene Lösungen. Verwirklicht wurden bereits: die Eisbahn, das Weihnachtsdorf und der KulTurm. Es sollen das Bobby-Car-Rennen und andere Projekte noch folgen.