Bundeswehrkonzert in Albstadt
: „The Incredibles“ treffen auf die „Leichte Kavallerie“

„Bundeswehr meets Brass“ heißt es in Albstadt-Lautlingen wieder am 8. Juli im Schlosshof mit dem Heeresmusikkorps Ulm beim Open-Air-Benefizkonzert.
Von
Vera Bender
Albstadt
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Prisca Hille vom Kulturamt, Oberbürgermeister Roland Tralmer, Oberst Andreas eselschwerdt und Kulturamtsleiter Martin Roscher (von links) freuen sich schon auf das diesjährige Konzert des Bundeswehr Heeresmusikkorps Ulm in Lautlingen.

Prisca Hille vom Kulturamt, Oberbürgermeister Roland Tralmer, Oberst Andreas Heselschwerdt und Kulturamtsleiter Martin Roscher (von links) freuen sich schon auf das diesjährige Konzert des Bundeswehr Heeresmusikkorps Ulm in Lautlingen.

Vera Bender
  • Open-Air-Benefiz „Bundeswehr meets Brass“ findet im Schlosshof Lautlingen statt.
  • Start ist am Mittwoch, 7. Juli, um 19 Uhr – bei schlechtem Wetter in der Raichberghalle.
  • Das Heeresmusikkorps Ulm spielt u. a. Suppé, „Maske des Zorro“, Chicago und Billy Joel.
  • Eintritt ist frei, Spenden gehen je zur Hälfte an Ersthelfer Lautlingen und Bundeswehr-Sozialwerk.
  • Stadt und Bundeswehr betonen enge Zusammenarbeit, Publikum wird wie im Vorjahr zahlreich erwartet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die „Leichte Kavallerie“ wird am Mittwoch, 8. Juli, ab 19 Uhr in Lautlingen erwartet. Allerdings kommen die Soldaten an diesem Tag nicht auf Pferden geritten, sondern mit ihren Instrumenten in Händen. Es steht nämlich wieder das beliebte Open-Air-Konzert des Heeresmusikkorps Ulm auf dem Veranstaltungsprogramm der Stadt Albstadt. Im Schlosshof in Lautlingen, also an historischer Stätte, wird Major Dominik Koch seine Soldaten, in diesem Fall die Musiker, erst einmal dazu auffordern, „mit vollen Segeln“ anzukommen. Diesen Konzertmarsch hört man nämlich noch vor der Ouvertüre aus der Operette von Franz von Suppé.

Das Konzertprogramm liest sich darüber hinaus recht bedeutsam und vielfältig. Man jubiliert mit der Overtüre von Benjamin Yeo, versteckt sich hinter der „Maske des Zorro“, wird beim nächsten Konzertmarsch ganz euphorisch und widmet sich unglaublichen Trickfilmhelden, bevor man in Chicago ankommt und dann noch das Beste von Billy Joel aufbietet. Genug der Appetithäppchen. Beim 13. Benefizkonzert „Bundeswehr meets Brass“ dürfen einige Wiederholungstäter erwartet werden, denn das Format hat nicht nur Tradition, wie Oberbürgermeister Roland Tralmer betont, sondern ist auch in der Region und darüber hinaus sehr beliebt, weiß Kulturamtsleiter Martin Roscher.

Großteil der Soldaten lebt hier

Auch Oberst Andreas Heselschwerdt freut sich über die gute Kooperation zwischen der Stadt Albstadt und dem Bundeswehrstandort in Stetten am kalten Markt, dem größten Standort deutscher Streitkräfte in ganz Baden-Württemberg. Ihm steht Oberst Andreas Heselschwerdt vor, der betont: „Die Bundeswehr ohne Zivilbevölkerung ist nichts.“

Ein Großteil der in Stetten am kalten Markt stationierten Soldaten lebe in der Region, auch in Albstadt, darunter sogar viele Generäle. Verglichen mit anderen Standorten habe die Bundeswehr hier einen guten Stand, so Oberst Heselschwerdt, der weiß, dass die Zivilbevölkerung auch mit Flug- und Schießlärm belastet ist. Man diene allerdings nicht einem Selbstzweck, sondern einer Bestimmung, die leider immer realer werde.

„Die Verwurzelung der Albstädter Bevölkerung gegenüber der Bundeswehr war schon immer sehr ausgeprägt“, unterstrich Oberbürgermeister Roland Tralmer und zeigte sich erleichtert, dass in der Bevölkerung ganz allgemein in Bezug auf die Bundeswehr ein relativ starkes Umdenken stattgefunden habe. Und so sei man in Albstadt auch dieses Jahr wieder gemeinsam mit der Bundeswehr in der Stadt unterwegs und präge Kunst und Kultur. Selbst die „große Wasserschlacht“ vor zwei Jahren habe viele Besucher nicht davon abhalten können, das Benefizkonzert unter freiem Himmel hören zu wollen. Viele hätten trotz des strömenden Regens im Schlosshof des Stauffenbergschlosses ausgeharrt und sich an den Klängen erfreut, erinnerte sich Tralmer.

Glanzlichter für den guten Zweck

Schließlich ist das Heeresmusikkorps Ulm auch eines der renommiertesten Orchester, das stets lange im Voraus ausgebucht ist, weiß nicht nur Oberst Andreas Heselschwerdt, der zum Pressetermin quasi druckfrisch das Programm für den 8. Juli dabei hatte. So konnte er einerseits das Geheimnis lüften und andererseits für Vorfreude sorgen – und das nicht nur beim Oberbürgermeister, sondern auch bei den Kulturamtsleuten Prisca Hille und Martin Roscher. Grund zur Freude werden neben den Besuchern sicher auch die vinzentinischen Ersthelfer aus Lautlingen und das Bundeswehr-Sozialwerk haben. Zwar werden keine Eintrittsgelder erhoben, aber Spenden erbeten. Diese gehen dann je zur Hälfte an die beiden sozialen Einrichtungen, die Menschen in Not helfen.

Viele angeschriebene Ehrengäste des Bundeswehrstandorts Stetten am kalten Markt hätten bereits jetzt positive Rückmeldungen erteilt, berichtete Kulturamtschef Martin Roscher, der hofft, dass wieder – wie im Vorjahr – rund 1000 Besucher oder mehr zum etwa 1,5-stündigen Konzert kommen werden. Die rund 50 Akteure mit Musikstudium werden in jedem Fall ein mitreißendes und stimmungsvolles Konzert spielen. Am hoffentlich lauen Sommerabend im Schlosshof und bei schlechtem Wetter in der Raichberghalle in Onstmettingen. Auch im besonderen Flair des Parks am Stauffenbergschloss wird es wieder Sitzgelegenheiten und Bewirtung geben.

Das Open-Air-Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Ulm

„Bundeswehr meets Brass“ heißt es am Mittwoch, 7. Juli, ab 19 Uhr im Schlosshof im Stauffenbergschloss in Albstadt-Lautlingen. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird ausdrücklich gebeten. Diese kommen je zur Hälfte den vinzentinischen Ersthelfern Albstadt und dem Bundeswehr-Sozialwerk zugute.