Theater Ulm: Überregionales Echo auf die „Meistersinger“

Die „Meistersinger“ von Ulm: Mit Dae-Hee Shin und Markus Francke vor einem Bühnenbild des Theaters Ulm.
Kerstin Schomburg- Theater Ulm erhält überregionales Lob für die „Meistersinger von Nürnberg“ – „umwerfende Inszenierung“.
- FAZ hebt die Neudeutung Beckmessers hervor, der zum Sympathieträger wird.
- GMD Felix Bender, Philharmoniker und Riesenchor werden für „Höchstleistungen“ gelobt.
- Nächste Aufführung am Samstag, 17 Uhr; danach noch am 21. und 27. Juni sowie am 5. Juli.
- Dauer fast sechs Stunden mit zwei Pausen, ein Vortrag zur Aufführungsgeschichte folgt am Sonntag, 11 Uhr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit den Tournemire-Uraufführungen hat das Theater Ulm überregional gepunktet – und auch mit seiner zweiten Wagner-Großtat nach „Parsifal“ erntet Intendant Kay Metzger großes Lob: Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet unter der Überschrift „Beckmesser lacht sich schlapp“ von einer „umwerfenden Inszenierung“ der „Meistersinger von Nürnberg“. Kritikerin Lotte Thaler ist vor allem davon begeistert, wie Metzger den oft nur als Verlierer-Karikatur dargestellten Beckmesser (der „fabelhafte“ Joachim Goltz) ins Spiel bringt: „Die völlige Umwertung dieser Figur ist von geradezu revolutionärer Regie-Stoßrichtung. Er selbst wird zum ,Helden' und Sympathieträger der Oper.“ Und GMD Felix Bender, den Philharmonikern, dem Riesenchor bescheinigt sie „Höchstleistungen“.
Bernd Künzig vom SWR wiederum sah genau „das Kunstfest“, das sich der scheidende Intendant „als Geschenk für sein Haus und die Stadt wohl gewünscht hat: Es sind seine ,Meistersinger von Ulm' geworden“. Als „schönste Stimme“ eines „großartigen“ Abends hörte der Opernkritiker Maryna Zubko als Eva.
Wer die Hymnen überprüfen oder überhaupt die Chance nutzen möchte, diese Wagner-Oper quasi vor der Haustüre (lohnend) kennenzulernen: Die nächste Aufführung ist am Samstag, 17 Uhr, zu erleben. Und danach nur noch drei Mal: am 21. und 27. Juni sowie am 5. Juli, jeweils 17 Uhr. Es braucht Kondition, Sitzfleisch: Die Aufführung geht fast sechs Stunden, aber mit zwei Pausen (30 Minuten und 45 Minuten) Wer durchhält, und das ist überhaupt nicht schwer, hat einen Ulmer Opern-Gipfel erklommen. Dafür gibt's keine Medaillen aber bleibende Erinnerungen.
Metzger hat ungemein belesen diese „Meistersinger“ inszeniert. Und wer noch tiefer einsteigen möchte: Jetzt am Sonntag, 11 Uhr, hält der Karlsruher Musikwissenschaftler und Wagner-Experte Stephan Mösch einen Vortrag im Theater-Foyer: Er erkundet die heikle Aufführungsgeschichte dieser Oper, besonders auch deren Bedeutung im „Dritten Reich“. Er greift auf unbekannte Quellen aus dem Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung in Bayreuth zurück: „Ausgewählte Produktionen, aber auch berühmte Aufnahmen und das Bild wichtiger Künstlerinnen und Künstler erscheinen dabei in verändertem Licht.“

