Theater Ulm: „Opernwelt“-Kritiker rühmen das Ulmer Musiktheater

Überregional gefragt: Der Ulmer Generalmusikdirektor Felix Bender.
Volkmar Könneke- Theater Ulm erhält in der „Opernwelt“-Umfrage zur Saison 2025/2026 besonders viele Nennungen.
- Lotte Thaler nominierte das Haus als „Opernhaus des Jahres“ und Klára Kolonits als „Sängerin des Jahres“.
- Thaler kürte Kay Metzger für „Meistersinger“ zum „Regisseur des Jahres“ – Chor als „Chor des Jahres“.
- Das Philharmonische Orchester Ulm wurde für Akkuratesse und Spannweite gelobt, u. a. unter GMD Felix Bender.
- Tournemire-Aufnahmen stehen auf der Longlist 2026; Bender dirigiert in Köln „Rosenkavalier“ und studiert „Siegfried“ ein.
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Die Intendanz Kay Metzger ist Geschichte, aber in der jetzt veröffentlichten Umfrage des Fachblatts „Opernwelt“ zu den Höhepunkten der vergangenen Saison 2025/2026 wird noch einmal klar, welche überregionale Ausstrahlung sich das Theater Ulm erspielt hat. So viele Nennungen gab's wohl noch nie. Größter Fan ist die „FAZ“-Kritikerin Lotte Thaler, die das Theater Ulm, wie auch Götz Thieme, als „Opernhaus des Jahres“ nominierte.
Für Lotte Thaler aber war zudem Klára Kolonits als Elisabetta in „Roberto Devereux“ eine der „Sängerinnen des Jahres“. Kay Metzger war für sie der „Regisseur des Jahres“ mit seiner Abschiedsinszenierung von Richard Wagners „Meistersingern“ mit einer „kompletten Umbewertung der Rolle des Beckmesser“. Chor und Extrachor samt Motettenchor der Münsterkantorei in den „Meistersingern“ wertete diese in Baden-Baden lebende Kritikerin als „Chor des Jahres“ (wie auch Stephan Mösch). Und die Aufnahme von Charles Tournemires Oper „Le petit pauvre d'Assise“ war für sie die „CD des Jahres“ – der Mitschnitt der Uraufführung erhielt noch weitere Stimmen.
Und so fort: Bernd Künzig vom SWR lobte das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm „für seine Akkuratesse im klassischen wie zeitgenössischen Repertoire und seine Spannweite vom Kammermusikalischen bis zum großen Format“. Auch Werner Grimmel hörte in Ulm das „Orchester des Jahres“, vor allem wegen der „brillanten Interpretationen unter GMD Bender („Idomeneo“, „Roberto Devereux“, „Meistersinger“). Stephan Mösch wiederum rühmte Eva-Maria Weber als Kostümbildnerin der „Meistersinger“.
Die Aufnahmen der Tournemire-Uraufführungen „La Legende de Tristan“ und „Le petit pauvre d’Assise“ stehen jetzt im Übrigen auch auf der Longlist des Jahrespreises 2026 des Preises der deutschen Schallplattenkritik. Die Jurorinnen und Juroren nominierten 119 „herausragende neue Tonträger-Produktionen (und zwar Titel aus allen musikalischen Sparten, nebst Hörbuch). Generalmusikdirektor Felix Bender hat beide Tournemire-Opern dirigiert – dass seine Arbeit deutschlandweit geschätzt wird, zeigen auch seine Gastspiele: Er wird an der wiedereröffneten Oper Köln zwei Aufführungen des „Rosenkavaliers“ dirigieren und dort Richard Wagners „Siegfried“ neu einstudieren (Premiere am 4. April 2027).

