Theater Ulm
: Jetzt ist es klar: Auf der Wilhelmsburg wird 2027 „Jekyll & Hyde“ gespielt

Die künftige Intendantin Greta Calinescu setzt auf ein Horror-Musical von Frank Wildhorn – mit finanzieller Unterstützung von Walter Feucht.
Von
Jürgen Kanold
Ulm
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Jetzt wird zugebissen: das Musical „Dracula“ auf der Ulmer Wilhelmsburg.

2021 wurde das Musical „Dracula“ auf der Ulmer Wilhelmsburg gespielt – 2027 kommt dort wieder ein Werk von Frank Wildhorn zur Aufführung.

Foto: Jochen Klenk
  • Theater Ulm spielt 2027 „Jekyll & Hyde“ auf der Wilhelmsburg
  • Premiere am 12. Juni 2027, Regie führt Sabine Sterken
  • Intendantin Greta Calinescu stellt Spielplan 2026/27 vor
  • Sponsor ist erneut Walter Feucht; Frank Wildhorn wieder dabei
  • Vorlage: Novelle von 1886; Thema Doppelpersönlichkeit Jekyll/Hyde

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es war „so eine Art Befreiungs-Biss“ für das Theater Ulm gewesen, wie es der damalige Oberbürgermeister Gunter Czisch formulierte. Nach siebenmonatigem Lockdown feierte im Juni 2021, in der Corona-Krise, auf der Wilhelmsburg das Vampir-Musical „Dracula“ von Frank Wildhorn Premiere – noch mit Platzbeschränkungen, aber immerhin. Ein ersehntes Lebenszeichen der Unterhaltung. Jetzt geht der Horror weiter, aber ganz positiv formuliert: Im Sommer 2027 steht beim Open Air „Jekyll & Hyde“, der international größte Erfolg des US-Komponisten, auf dem Spielplan. Premiere ist am 12. Juni 2027, und zwar in der Regie von Sabine Sterken.

Das hat jetzt die künftige Intendantin des Theaters Ulm, Greta Calinescu, bekanntgegeben. Sie stellte der Presse den Spielplan ihrer ersten Saison 2026/27 vor. Zuletzt liefen in der Intendanz von Kay Metzger bei den alle zwei Jahre stattfindenden Open Airs die Musicals „Sister Act“ und „Saturday Night Fever“. Jetzt ist wieder ein Werk von Frank Wildhorn dran, der in Ulm zuletzt mit seiner „Donau-Symphonie“ und seiner „Odessa-Symphonie“, gespielt von den Wiener Symphonikern auf dem Münsterplatz, präsent war. Und auch bei „Jekyll & Hyde“ wird nun wieder der Wildhorn-Freund, Ulmer Unternehmer und Produzent Walter Feucht als Sponsor dabei sein. Er werde, sagt Feucht zur SÜDWEST PRESSE, für einen großartigen Cast auf der Bühne sorgen.

Das 1990 uraufgeführte Musical „Jekyll & Hyde“ von Wildhorn und Leslie Bricusse beruht auf einer 1886 erschienenen Novelle des Schriftstellers Robert Louis Stevenson. Im Mittelpunkt steht der Wissenschaftler Henry Jekyll, der versucht, mit einem Medikament den bösen Teil aus der menschlichen Seele abzuspalten. Er wagt einen Selbstversuch und erschafft das Monster Edward Hyde. Eine doppelte Persönlichkeit, zwei Ichs: Jekyll forscht an seinem Experiment und vernachlässigt seine Verlobte Lisa, nachts lebt Hyde seine brutalen Fantasien mit der Prostituierten Lucy aus. Dann eskaliert alles: Hyde begeht einen Mord, Jekyll kann sein böses Ich nicht stoppen.