Vermisste Jasmin M.
: Prozess gegen Tatverdächtigen beginnt – Polizei sucht weiter nach der 21-Jährigen

Fast neun Monate nach dem Verschwinden einer 21-Jährigen aus Eigeltingen am Bodensee beginnt nun der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter.
Von
Nico Pannewitz
Konstanz
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Die 21-Jährige Jasmin M. aus Eigeltingen verschwand am 19. Februar 2023. Mehrere Suchaktionen der Polizei verliefen ohne Erfolg.

Polizei/dpa

Nach dem Verschwinden von Jasmin M. aus Eigeltingen steht der 43-jährige Tatverdächtige ab Donnerstag, 09.11.2023, wegen Körperverletzung und Nachstellung mit Todesfolge vor Gericht. Für den Prozess am Landgericht Konstanz sind 13 Verhandlungstage mit zahlreichen Zeugenvernehmungen angesetzt. Dem Ex-Freund der 21-jährigen Frau wird vorgeworfen, sie im Februar 2023 getötet zu haben. Sie gilt seitdem als vermisst, eine Leiche konnte die Polizei trotz zahlreicher umfangreicher Suchaktionen bislang nicht finden. Wie der SWR berichtet, verlief eine erneute Suche vor einigen Tagen im Untersee vor Radolfzell ebenfalls erfolglos.

Tatverdächtiger schwieg bislang zu den Vorwürfen

Deshalb wird dem Angeklagten mit anderen Indizien der Prozess gemacht. Laut Anklage soll der 43-Jährige die Vermisste am 19. Februar gewaltsam in ihrer Wohnung angegriffen oder betäubt haben, dabei sei sie ums Leben gekommen. Der Mann sitzt seit Februar in Untersuchungshaft. Er hatte bislang zu den Vorwürfen geschwiegen.

Über die Fortführung seiner U-Haft hatten die Behörden vor dem Oberlandesgericht (OLG) in Karlsruhe gestritten. Die zuständige Kammer des Konstanzer Landgerichts hatte im August entschieden, den Haftbefehl gegen den Beschuldigten außer Vollzug zu setzen, weil sie keinen dringenden Tatverdacht gesehen hatte. Gegen diese Entscheidung hatte die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt und Ende August Recht bekommen - die U-Haft blieb bestehen.