Toter Säugling in Renningen
: Noch kein Obduktionsergebnis – Ermittler rekonstruieren Abläufe

Die Todesursache des in Renningen bei Stuttgart tot aufgefundenen Säuglings steht weiterhin nicht fest. Ein 3-D-Modell vom Fundort soll bei der Aufklärung des Falls helfen.
Von
Isabelle Jahn
Renningen
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Nach dem Fund eines toten Säuglings in Renningen: ARCHIV - 20.06.2026, Baden-Württemberg, Renningen: Kerzen und Blumen sind in der Nähe eines Bachlaufs abgelegt, wo die Leiche eines Babys entdeckt wurde. Mit Dutzenden Suchhunden und Hubschraubern suchte die Polizei seit dem Vortag nach einem Säugling. (zu dpa: «Säugling tot aufgefunden: Spurensuche auch mit 3D-Modell») Foto: Enrique Kaczor/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nahe des Fundorts einer Babyleiche in Renningen wurden Kerzen und Blumen niedergelegt.

Enrique Kaczor/dpa
  • Ermittler klären den Tod eines in Renningen gefundenen Säuglings – Ursache weiter unklar.
  • Die Obduktion vom Montag soll Antworten liefern, Ergebnisse stehen noch aus.
  • DNA-Abgleich und Obduktion sollen die Todesursache klären und das Baby identifizieren.
  • Es handelt sich wohl um einen drei Monate alten Jungen, der seit dem Vorabend vermisst war.
  • LKA vermisst den Fundort für ein 3-D-Modell, Zeugenhinweise werden geprüft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wie kam es zum tragischen Tod des Säuglings, der am Freitag (19. Juni) nahe eines Bachlaufs in Renningen bei Stuttgart gefunden wurde? Diese und weitere Fragen beschäftigen weiterhin die Ermittler der Staatsanwaltschaft Stuttgart und der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, bei der eine Ermittlungsgruppe für diesen Fall eingerichtet wurde. Wichtige Antworten soll eine Obduktion liefern, die am Montag (22. Juni) durchgeführt und bei der unter anderem DNA-Material entnommen wurde. Die Ergebnisse wurden zunächst für Dienstag (23. Juni) erwartet, stehen aber noch aus.

Identifizierung des toten Säuglings steht aus

Die Auswertung der Obduktionsergebnisse und des DNA-Abgleichs soll Aufschluss über die Todesursache geben und zur endgültigen Identifizierung des toten Babys führen. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um einen drei Monate alten Jungen, der seit dem Abend vor Auffinden der Leiche als vermisst galt und für den eine aufwendige Suchaktion gestartet und nach dem Fund eingestellt wurde. Der Junge war laut Angaben der Ermittler aus einem in dem Moment unbeaufsichtigten Kinderwagen verschwunden.

Vermessungen am Fundort der Babyleiche

Am Fundort der Leiche hat das Landeskriminalamt zwischenzeitlich spezielle Vermessungen durchgeführt, um ein dreidimensionales Modell erstellen und mögliche Abläufe rekonstruieren zu können. Zur Aufklärung des Falls werden auch Zeugenhinweise überprüft. Sachdienliche Hinweise nimmt die Kripo weiterhin unter der Telefonnummer 0800/1100225 oder per E-Mail entgegen.