Baby verschwindet aus Kinderwagen: Nach Fund einer Babyleiche – Was die Ermittler jetzt klären müssen

Rund 14 Stunden war in Renningen ein Säugling vermisst. Am Nachmittag wurde dann eine Babyleiche gefunden.
Jason Tschepljakow/dpa- Ermittler fanden in Renningen die Leiche eines Babys – Suche nach Säugling lief.
- Polizei: Es könnte sich um den vermissten Jungen handeln, Identifizierung steht noch aus.
- Der Fundort liegt bei Stuttgart, Ermittlungen dauern an.
- Weitere Informationen folgen, der Artikel wird aktualisiert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Ende setzt ein Funkspruch an die Suchmannschaften der Hoffnung den letzten Schlag. Der Einsatz wird abgebrochen, ein Kind ist gefunden worden.
Seit Stunden suchen die Polizisten da bereits in Renningen westlich von Stuttgart vergeblich nach einem vermissten Säugling. Bereits seit Mitternacht fehlt von dem drei Monate alten Jungen jede Spur. Dann die bittere Nachricht: Die Polizei hat die Leiche eines Babys entdeckt. „Dabei könnte es sich um den vermissten Jungen handeln“, sagt ein Sprecher weiter.
Nach Angaben der Polizei wurde das tote Kind gegen 13.45 Uhr gefunden. Die Leiche sei zwischen Renningen und dem Ortsteil Malmsheim entdeckt worden und werde nun identifiziert.
Junge wurde seit Mitternacht vermisst
Der drei Monate alte Junge war nach Angaben der Polizei kurz vor Mitternacht aus seinem Kinderwagen verschwunden. Die Eltern hatten den Säugling als vermisst gemeldet. Die Bild-Zeitung berichtet, die Mutter habe Einkäufe in ihre Wohnung getragen, währenddessen sei der Junge verschwunden. Die Polizei gab zu den genauen Umständen keine Auskünfte, auch die Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt.
Das sei Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, sagte ein Polizist. Auch über die genauen Umstände seines Auffindens und mögliche Verletzungen machte er keine Angaben. Das tote Baby werde zunächst identifiziert, hieß es.
Rund 14 Stunden war der Säugling verschwunden. Konkrete Hinweise zum Verbleib des Kindes in dieser Zeit oder einen Verdacht hatte es nicht gegeben.
Groß angelegte Suche
Bei der Suche nach dem Säugling setzte die Polizei neben 50 Beamten, 40 Suchhunden des Deutschen Roten Kreuzes, Hubschraubern und Drohnen mit Wärmebildkameras auch Leichenspürhunde ein.
Kräfte von Rettungsdiensten wie dem DRK versammelten sich am Morgen zudem auf einem Parkplatz bei einem Lebensmittelmarkt, um zu unterstützen. Auch die Bereitschaftspolizei war mit im Einsatz. Eine herausfordernde Aufgabe für alle Beteiligten. Ihnen saß nicht nur die Zeit im Nacken, sondern auch wortwörtlich die Hitze. In Renningen herrschten während der Suche Temperaturen von weit über 30 Grad.
Fragen rund um das Verschwinden
Auch rund um das Verschwinden stellen sich noch viele Fragen - zum Beispiel wo genau und in welchem Zeitraum das Baby aus dem Kinderwagen verschwand. Die Behörden haben sich auch noch nicht öffentlich dazu geäußert, unter welchen Umständen das Baby unbeaufsichtigt war, wo die Eltern waren und ob es Zeugen, Videoaufnahmen oder andere Spuren gibt. Unklar ist außerdem, ob die Polizei gegen jemanden ermittelt.
