Vermisstes Baby in Renningen
: Säugling laut Polizei aus abgestelltem Kinderwagen verschwunden

Ein Säugling verschwindet offenbar nachts spurlos aus einem Kinderwagen. Trotz Großaufgebot der Polizei fehlt jede Spur – der Fall gibt weiter Rätsel auf.
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dpa/swp
Renningen
Säugling in Renningen vermisst: 19.06.2026, Baden-Württemberg, Renningen: Einsatzkräfte sind bei der Suche nach einem vermissten Kleinkind im Einsatz. Foto: Jason Tschepljakow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Großeinsatz für Polizei und Rettungskräfte in Renningen (Kreis Böblingen): EInsatzkräfte sind bei der Suche nach einem vermissten Kleinkind im Einsatz.

Jason Tschepljakow/dpa
  • In Renningen wird ein etwa drei Monate alter Säugling vermisst – die Polizei ermittelt.
  • Das Kind lag zuletzt unbeaufsichtigt in einem Kinderwagen an der Wohnanschrift der Mutter.
  • Konkrete Hinweise fehlen; ein Verdacht oder Erkenntnisse über ein Verbrechen liegen nicht vor.
  • Große Suche läuft mit 50 Beamten, 40 Suchhunden, Drohnen, Hubschraubern und Leichenspürhunden.
  • Polizei bittet, von privaten Suchaktionen abzusehen, da sie die Ermittlungen behindern könnten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Fall um das vermisste Kind aus dem baden-württembergischen Renningen hat die Polizei neue Details bekanntgegeben. Der Säugling lag laut Angaben der Ermittler zuletzt in einem Kinderwagen und war im Moment des Verschwindens unbeaufsichtigt. „Wir wissen noch nicht genau, was dahintersteckt“, sagt Polizeisprecher Steffen Grabenstein vom zuständigen Polizeipräsidium Ludwigsburg der „Stuttgarter Zeitung“.

Wo sich der Kinderwagen zum Zeitpunkt des Verschwindens des etwa drei Monate alten Jungen genau befand, wollte ein Polizeisprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Der Grund für das Verschwinden sei derzeit „noch komplett unklar“. Der Kinderwagen sei aber noch da. Jedenfalls verschwand das Neugeborene von der Wohnanschrift der Mutter in Renningen.

Der etwa drei Monate alte Junge wird nach Polizeiangaben seit Donnerstag kurz vor Mitternacht vermisst. Konkrete Hinweise zum Verbleib des Kindes gibt es laut Polizei nicht. Auch einen konkreten Verdacht oder Erkenntnisse über ein Verbrechen hätten die Ermittler bislang nicht. Die Vermisstenanzeige hätten die Eltern gestellt.

Keine heißen Hinweise

„Es fehlen momentan die heißen Hinweise zum Verbleib“, sagte ein Sprecher der Polizei vor Ort. Die Ermittler müssten sich vom Ort des Verschwindens vorarbeiten. „Unter Umständen ist das Sisyphusarbeit und im Nachgang vielleicht auch unnötig, aber man weiß es halt einfach jetzt nicht und jetzt muss ja eine Entscheidung fallen.“

Suche mit Drohnen und Hubschrauber

Bei der Suche nach dem Säugling setzt die Polizei neben 50 Beamten, 40 Suchhunden des Deutschen Roten Kreuzes, Hubschraubern und Drohnen mit Wärmebildkameras auch Leichenspürhunde ein. Kräfte von Rettungsdiensten wie dem DRK versammelten sich am Morgen zudem auf einem Parkplatz bei einem Lebensmittelmarkt, um zu unterstützen. Auch die Bereitschaftspolizei unterstütze den Einsatz.

Es gehe jetzt vor allem um Zeit, sagte der Polizeisprecher. „Wir hoffen, dass es dem Kind gut geht, aber wenn es bei der Hitze irgendwo hilflos wäre, wäre es sehr schlecht.“ Ein kleines Kind habe nicht viele körperliche Reserven. „Da muss man am Anfang so viel probieren, wie es geht.“

Der Fall macht auch Renningens Bürgermeisterin Melanie Hettmer schwer zu schaffen. „Ich bin sprachlos und in großer Sorge. Ich hoffe, dass das Kind wohlbehalten gefunden wird“, sagte sie. Die rund 18.000 Einwohner zählende Stadt sei mit der Polizei in engem Austausch. Renningen liegt westlich von Stuttgart und ist rund 25 Kilometer von der Landeshauptstadt entfernt.

Polizei warnt vor privaten Suchaktionen

Parallel zur Suche nach dem verschwundenen Säugling in Renningen schlägt sich die Polizei mit Postings zum Fall in den sozialen Medien herum. Aktuell werde in sozialen Medien und Messenger-Gruppen zur Teilnahme an Suchmaßnahmen aufgerufen, schrieb die Polizei auf Facebook. „Wir bitten dringend darum, von eigenständigen Suchaktionen abzusehen. Unkoordinierte Maßnahmen können die laufenden Ermittlungen sowie die professionellen Such- und Einsatzmaßnahmen der Polizei und der Rettungskräfte behindern.“

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