Landtagswahl 2026 BW
: Wie erfahre ich, welche Partei am besten zu mir passt?

Am 8. März wird ein neuer Landtag in Baden-Württemberg gewählt. Noch keine Ahnung, wem Sie Ihre Stimme geben wollen? Verschiedene Medien, Tools und Übersichten helfen, die eigenen Ansichten mit denen der Parteien abzugleichen.
Von
Leonie Maschke
Stuttgart
Jetzt in der App anhören
Landtagswahl in Baden-Württemberg - Wahlplakate: PRODUKTION - 25.02.2026, Baden-Württemberg, Heilbronn: Wahlplakate der Parteien für die Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg sind an Bäumen einer Allee an einer Zufahrtsstraße befestigt. Foto: Bernd Weißbrod/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit einer Berichterstattung die Landtagswahl 2026. +++ dpa-Bildfunk +++

Welche Partei passt am besten zu mir? Verschiedene Tools und Medien helfen bei der Entscheidung.

Bernd Weißbrod/dpa
  • Am 8. März wird in Baden‑Württemberg ein neuer Landtag gewählt.
  • Tools wie Wahl‑o‑Mat (ab 9. Februar) helfen beim Parteienvergleich.
  • LpB bündelt Wahlprogramme, bietet Zusammenfassungen und Parteiprofile.
  • Verbände veröffentlichen Wahlprüfsteine zu Wirtschaft, Umwelt, Gleichstellung, Queer.
  • Infoquellen: Parteienauftritte, Social Media, Medienberichte, lokale Kandidatengespräche.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Manche wählen seit Jahren die gleiche Partei und ihre Kandidaten, andere entscheiden im letzten Moment, wem sie ihre Stimmen geben. Die Ziele der Parteien unterscheiden sich zum Teil erheblich – was die Entscheidung für manche leichter macht. Doch wenn eine Partei bisher nicht im Landtag vertreten ist, wird man nicht so leicht auf ihr Wahlprogramm aufmerksam. Sie müssen aber nicht etliche Wahlprogramme lesen, bevor Sie sich entscheiden. Verschiedene Online-Tools sowie Einordnungen von Bildungseinrichtungen und Interessenverbänden können Ihnen auch helfen. Und die Parteien versuchen natürlich auch über Soziale Medien, ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Ein Überblick.

Wahlprogramme und Parteiprofile lesen

Wer es ganz genau wissen will, kann sich in die Wahlprogramme, Grundsatzprogramme oder ähnliche Übersichten der Parteien einarbeiten. Darin listen die Parteien auf, welche Themenfelder ihnen wichtig sind und was sie dort jeweils ändern wollen. Das kann manchmal aber ganz schön viel Stoff sein – teils sind es mehrere Dutzend DIN-A4-Seiten.

Die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) hat eine Sammlung mit den Wahlprogrammen der Parteien zusammengestellt. Zudem bietet sie auch ausführliche Zusammenfassungen an und hat Parteiprofile erstellt.
Natürlich kann man sich auch auf den Seiten der jeweiligen Parteien direkt informieren.

Ein Tipp: Mit Künstlicher Intelligenz (KI) kann man die Wahlprogramme schnell und einfach durchleuchten lassen. Wer zum Beispiel wissen will, welche Positionen zu einem bestimmten Thema enthalten sind, kann sich das mit der richtigen Frage oder Anweisung (Prompt) raussuchen und übersichtlich aufbereiten lassen.

Zudem sind bei ein paar Parteien und Behörden entsprechende Informationen zur Wahl auch in sogenannter leichter Sprache zu erhalten. Das ist eine vereinfachte Form der deutschen Sprache, die durch kurze Sätze, einfache Wörter und klare Strukturen Texte verständlicher macht.

Schnelle Übersichten und Themen-Fokus

Seit Jahren ist der sogenannte Wahl-o-Mat eine beliebte Entscheidungshilfe. Anhand ausgewählter Fragen aus verschiedenen Themenfeldern kann man seine eigenen Prioritäten angeben - und das am Ende mit den Positionen der Parteien abgleichen. Je nach Antworten und Gewichtung ergeben sich dann mehr oder weniger große Übereinstimmungen.

Die SÜDWEST PRESSE hat zusammen mit anderen Zeitungen und Wissenschaftlern ein eigenes, exklusives Wahl-Tool entwickelt: den „Party-Check“. Hier können Sie ihn ausprobieren:

Auch manche Verbände nehmen die Programme der Parteien unter die Lupe und schauen zu ihren Themen, welche Forderungen oder Vorschläge darin enthalten sind. Meist bereiten sie das recht übersichtlich auf. Ein paar Beispiele:

Direkt bei Vertreterinnen und Vertreter der Parteien erkundigen

Dank Social Media kann man auch direkt bei den Parteien und ihren Vertreter*innen schauen, welche Politik ihnen für das Land vorschwebt und wofür sie stehen. Beispielsweise kann man ihnen oder ihren Spitzenkandidaten – wie Cem Özdemir (Grüne) oder Manuel Hagel (CDU) – bei Instagram folgen. Zudem gibt es zahlreiche Wahlkampfauftritte der Kandidatinnen und Kandidaten, die man besuchen kann.

Es geht auch eine Nummer kleiner und persönlicher: In den Wahlkreisen treten Menschen für die jeweilige Region an. Im Wahlkampf sind diese in ihren Kreisen unterwegs und bieten zum Beispiel mit Infoständen oder Bürgersprechstunden Möglichkeiten an, ins Gespräch zu kommen. Wer vorbeikommt, kann konkrete Fragen stellen, die einen umtreiben.

Über verschiedene Medien informieren

Ob Debatten im Fernsehen oder Berichterstattung in Zeitungen, auf den jeweiligen Websites und im Radio, Podcast- oder Youtube-Formate: Der Wahlkampf spielt in der Berichterstattung in zig Angeboten eine Rolle. Dabei können Interessierte sowohl politische Analysen finden, Einschätzungen externer Fachleute zu bestimmten Themen als auch Formate, bei denen sie sich einen Eindruck von einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten machen können.

Hilfreich ist dabei auch, bewusst unterschiedliche Medien und Quellen zu nutzen, um ein möglichst ausgewogenes und differenziertes Bild zu bekommen. So vermeidet man auch, sich nur in seiner Filterblase aufzuhalten. Gespräche mit Familie, Kolleginnen und Kollegen sowie im Freundeskreis können zusätzliche Perspektiven liefern.

Landtagswahl 2026

Am 8. März 2026 wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Können die Grünen mit Cem Özdemir den zweiten grünen Ministerpräsidenten der Landesgeschichte stellen oder holt Manuel Hagel Baden-Württemberg für die CDU wieder zurück? Wie stehen die Chancen der anderen Parteien?

Infos, Hintergründe und Interviews zur Wahl finden Sie in unserer Übersicht.

Wie funktioniert die Wahl?