Eritrea-Krawalle in Stuttgart
: 29-Jähriger muss mehrere Jahre in Haft

Die Krawalle bei einer Eritrea-Veranstaltung in Stuttgart haben einst Schlagzeilen gemacht. Ein 29-Jähriger ist nun in einem ersten Prozess verurteilt worden und muss für längere Zeit ins Gefängnis.
Von
Steffen Wolff
Stuttgart
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Bei einem Prozess zu den Krawallen rund um eine Eritrea-Veranstaltung in Stuttgart ist ein 29-Jähriger verurteilt worden und muss für längere Zeit ins Gefängnis.

Bernd Weißbrod, dpa
  • Ein 29-Jähriger muss nach Krawallen bei einer Eritrea-Veranstaltung in Stuttgart für 3 Jahre und 9 Monate ins Gefängnis.
  • Er war wegen schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.
  • Der Mann soll Polizisten mit Betonfüßen und Pflastersteinen beworfen haben.
  • 39 Polizisten wurden bei den Ausschreitungen verletzt, einige schwer.
  • Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach den Ausschreitungen bei einer Eritrea-Veranstaltung im September 2023 in Stuttgart muss ein 29-Jähriger für mehrere Jahre ins Gefängnis. Das Amtsgericht Stuttgart-Bad Cannstatt verurteilte den Mann am späten Donnerstagabend (29.2.2024) zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten, teilte eine Gerichtssprecherin am Freitag mit. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Betonfuß auf Polizisten geworfen

Ein 29 Jahre alter Mann mit eritreischer Staatsangehörigkeit war wegen besonders schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung angeklagt, er soll zudem Polizisten angegriffen haben. Während der Proteste soll er als Erster einen Bauzaun-Betonfuß und später unter anderem einen mehr als drei Kilogramm schweren Pflasterstein geworfen haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von vier Jahren gefordert. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert und argumentiert, dass man den Mann auf Foto- und Videoaufnahmen nicht eindeutig habe erkennen können, sagte die Gerichtssprecherin.

Das Amtsgericht Stuttgart-Bad Cannstatt verhandelte wegen der Bedeutung des Falls und des Interesses im Stammheimer Gebäude des Stuttgarter Oberlandesgerichts.

Gegendemo eskaliert komplett

Mit Dachlatten und Stangen hatten bis zu 200 randalierende Demonstranten am Nachmittag des 16. September gegen die Veranstaltung im Römerkastell demonstriert, weil die Teilnehmer ihrer Ansicht nach dem diktatorischen Regime in Afrika nahestanden. Sie warfen Steine und Flaschen auf Polizistinnen und Polizisten und sorgten damit bundesweit für Aufsehen und Schrecken. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden 39 Polizeibeamtinnen und -beamte verletzt, einige von ihnen schwer.