Die StromGedacht-App von Transnet hat am Mittwoch ein rotes Ausrufezeichen angezeigt. Darunter der Hinweis: „Verbrauch vermeiden: Reduziere jetzt deinen Stromverbrauch, um mitzuhelfen, das Stromnetz stabil zu halten.“ Die Strom-Ampel auf Rot deutet laut Tansnet auf eine angespannte Situation im Stromnetz hin. Diese entstehe durch ein Ungleichgewicht: „Es ist nicht genügend Strom dort, wo er gebraucht wird“, schreibt TransnetBW. Die rote Meldung sei aber keine Warnung vor einem Blackout oder ähnlichem. Die Ampel sei als Hinweis auf eine kritische Lage zu verstehen und als Bitte an die Bürgerinnen und Bürger, Strom zu sparen. Man solle den Verbrauch an das Stromangebot anpassen, um das Stromnetz zu stabilisieren, so Tansnet.
Die rote Ampel in der App signalisiert eine angespannte Lage im Stromnetz.
Die rote Ampel in der App signalisiert eine angespannte Lage im Stromnetz.
© Foto: Screenshot Transnet/Philipp von Ditfurth/dpa

Strom-Ampel: Rotes Signal bei Transnet-App

Die App gibt mit den Farben einer Ampel an, wann man bei der Netzstabilisierung unterstützen kann. Grün signalisiert, dass das Netz stabil ist. Wird für die Zukunft eine angespannte Situation vorhergesagt, zeigt die App für diesen Zeitraum Rot. Ab dem Zeitpunkt der Ankündigung bis zu dem Zeitraum, der als angespannt vorhergesagt wird, zeigt die App Gelb. Eine gelbe oder rote Ampelfarbe heiße aber nicht, dass mit Stromabschaltungen oder gar einem Blackout zu rechnen oder dass das Stromnetz instabil sei, teilt das Unternehmen mit. Es signalisiere jedoch, dass die Übertragungsnetzbetreiber teure Maßnahmen ergreifen müssen, damit die Stabilität im Netzbetrieb erhalten bleibt.

Strom-Engpass in BW: Was war am Mittwoch los?

Am Mittwoch sei dem Unternehmen zufolge „nicht genug Strom aus hiesiger Generierung eingespeist“ worden, der dem erwarteten Bedarf entspreche, berichtet der SWR. Mit der Maßnahme in der App sollte „eine für Mittwoch zwischen 14 Uhr und 15 Uhr prognostizierte angespannte Netzsituation abgemildert werden“.
Um die Versorgung zu garantieren, habe man am Mittwochnachmittag Strom aus der Schweiz angefordert. Annett Urbaczka, Sprecherin von TransnetBW, sagte dem SWR: Der eingekaufte Strom stamme vermutlich aus Kohlekraftwerken. Privatverbraucher sollten daher Strom sparen.