In Baden-Württemberg soll zum 1. Dezember 2023 ein „rabattiertes Deutschlandticket“ für junge Menschen eingeführt werden. Darauf haben sich das Landesverkehrsministerium, der Landkreistag und der Städtetag verständigt, teilte das Verkehrsministerium mit. Es soll dann das seit März 2023 erhältliche JugendticketBW ablösen und für 365 Euro im Jahr angeboten werden. Ein ähnliches Angebot wurde in Bayern bereits im Juli angekündigt.
„Das neue rabattierte Deutschlandticket für junge Menschen kombiniert den günstigen Preis unseres JugendticketBW mit dem bundesweiten Deutschlandticket! Von Dezember an fahren junge Menschen aus Baden-Württemberg preisgünstig mit dem ÖPNV in ganz Deutschland“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart. Er betonte: „Damit setzen wir konsequent unseren Weg fort, die Tarife im Land zu vereinfachen und jungen Menschen den Einstieg in den ÖPNV so leicht wie möglich zu machen.“
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Ticket gilt für Studierende und Azubis bis 27 Jahren

Die Regelungen sollen aus dem JugendticketBW übernommen werden. Kaufen können das Jahresabo demnach alle jungen Menschen aus Baden-Württemberg bis zum 21. Lebensjahr sowie Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende bis zum 27. Lebensjahr, wenn ihr Wohn- bzw. (Hoch-) Schulstandort in Baden-Württemberg liegt. Für bisherige Inhaber ist geplant, dass diese Fahrausweise automatisch auf das rabattierte Deutschlandticket umgestellt werden sollen. Weitere Details würden noch ausgearbeitet, so das Land.

Inhaber des Jugendtickets sollen automatisch umgestellt werden

Wie schon bislang im JugendticketBW trägt das Land 70 Prozent der Kosten für die Rabattierung, die kommunalen Aufgabenträger tragen 30 Prozent. Land, Aufgabenträger und Verkehrsverbünde wollen in den kommenden Monaten die Umsetzung vorantreiben und die Details ausarbeiten. Kundinnen und Kunden würden rechtzeitig vor dem Start des Tickets informiert.
Die Landtagsfraktionen von Grünen und CDU begrüßten die Einigung. Die Grünen-Verkehrsexpertin Silke Gericke betonte: „Noch vor einem Jahr mussten Eltern für ein Schülerabo mehr bezahlen, als nun Fahrten durch ganz Deutschland kosten werden. Mit der Flatrate für Busse und regionale Bahnen entlasten wir die Familienkassen im Land mit nur einem Tarif.“ Der CDU-Verkehrsexperte Thomas Dörflinger sagte, dies sei „ein deutschlandweit nutzbares Angebot zu einem unschlagbaren Preis“. So würden sicher viele junge Menschen überzeugt, gerne und regelmäßig den ÖPNV zu nutzen.