AfD in Baden-Württemberg: Alice Weidel kommt zu „Dialog“ nach Rottweil – Gegendemo geplant

Viele Menschen protestieren im Juni 2023 bei einer Kundgebung gegen die AfD–Veranstaltung „Der Nationalstaat zwischen Föderalismus und Europäischer Union“ an der Rottweiler Stadthalle.
Silas Stein/dpaImmer wieder Rottweil: Auf Einladung der AfD findet am Mittwoch, 17. April, um 19 Uhr ein „Rottweiler Dialog“ in der Stadthalle in Rottweil statt. Das Thema lautet: „Die größten Herausforderungen für eine AfD-Regierung.“ Ein breites Bündnis aus der Zivilgesellschaft will dagegen ein Zeichen setzen – wie schon bei früheren AfD-Events in der Stadt.
Alice Weidel als prominente Rednerin
Als prominenter Gast des „Dialogs“ soll Alice Weidel, Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag, auftreten. Als weitere Redner angekündigt sind Martin Hess, der innenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, der Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier, Co-Vorsitzender der baden-württembergischen Landes-AfD und Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Goßner, Mitglied im Ausschuss des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen im Landtag von Baden-Württemberg und der südwestdeutsche Landtagsabgeordnete Rüdiger Klos, Vorsitzender im Verkehrsausschuss.
Das Rottweiler „Bündnis für Demokratie und Vielfalt“ organisiert am 17. April als Reaktion auf den „Rottweiler Dialog“ der AfD ab 18 Uhr eine Kundgebung gegen Rassismus, Antisemitismus und Demokratiefeindlichkeit unter dem Motto „Rottweil bleibt bunt“ auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Rottweil. Das Programm besteht aus Reden und musikalischen Beiträgen. Zur ersten Kundgebung beim Landesparteitag der AfD Ende Februar kamen rund 2000 Teilnehmer.
Bereits im Juni 2023 hatte die Partei einen ersten „Rottweiler Dialog“ veranstaltet, auch damals gab es bereits eine große Gegendemo. Beim Landesparteitag Ende Februar diesen Jahres war es im Saal zu soviel Chaos, tumultartigen Szenen und Verzögerungen gekommen, dass die Veranstaltung kurz vor dem Abbruch stand. Bis heute ist nicht klar, ob die Veranstaltung und die vorgenommenen Wahlen des Landesvorstands rechtlich Bestand haben. Gewählt worden waren der Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier und der Landtagsabgeordnete Emil Sänze. Dem Parteitag war ein Machtkampf zweier Lager mit heftigen gegenseitigen Vorwürfen vorausgegangen, bei dem auch der Umgang mit einer ominösen Erbschaft eine Rolle gespielt hatte.

