Streik bei Postbank
: Gewerkschaft ruft zu neuen Warnstreiks auf

Noch in dieser Woche soll bei der Postbank gestreikt werden. Dazu hat jetzt die Gewerkschaft Verdi aufgerufen.
Von
Daniel Steiger
Bonn
Jetzt in der App anhören

Die Gewerkschaft Verdi ruft Postbank-Beschäftigte erneut zum Warnstreik auf.

Marijan Murat/dpa

Die Bahn, die Lufthansa, der ÖPNV... Jetzt soll auch bei der Postbank mal wieder gestreikt werden. Dazu hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Wann soll der Streik stattfinden? Hier gibt es alle Infos:

Neuer Streik bei der Postbank

An diesem Freitag und Samstag (15./16.3.) sind die Beschäftigten in den Filialen und den Callcentern bundesweit erneut zum Ausstand aufgerufen, wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte. „Wir erwarten in der kommenden Verhandlungsrunde ein deutlich verbessertes Angebot der Arbeitgeberseite“, betonte Verdi–Verhandlungsführer Jan Duscheck. Die Verhandlungen sollen am Montag (18.3.) in Frankfurt/Main fortgesetzt werden.

Gewerkschaft will Kündigungsschutz bei der Postbank

Verdi fordert für etwa 12.000 Beschäftigte im Deutsche–Bank–Konzern mit einem Postbank–Tarifvertrag 15,5 Prozent mehr Geld, mindestens jedoch eine Anhebung der Gehälter um 600 Euro. Der Deutsche Bankangestellten–Verband (DBV) will 14,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten von Postbank, Postbank Filialvertrieb, PCC Services und BCB erstreiten.

Wegen der Ankündigung von Filialschließungen dringt Verdi zudem darauf, die Arbeitsplätze durch eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis zum 31. Dezember 2028 langfristig abzusichern. Die Deutsche Bank will bis Mitte 2026 bis zu 250 der 550 Postbank–Filialen dichtmachen und dabei auch Personal abbauen. Kurz vor Weihnachten sicherte die Deutsche Bank zu, bis Ende September des laufenden Jahres auf betriebsbedingte Kündigungen für Tarifmitarbeiter im Bereich ihrer Privatkundenbank in Deutschland zu verzichten.

In der zweiten Tarifrunde am 26. Februar hatte die Arbeitgeberseite nach Verdi–Angaben eine weitere Verlängerung des Kündigungsschutzes bis einschließlich Juni 2026 bei einer Gesamtlaufzeit der Vereinbarung von 29 Monaten angeboten, außerdem eine Anhebung der Gehälter um fünf Prozent ab Juni 2024 und um weitere zwei Prozent ab 1. Juli 2025.

(mit Material von dpa)