ÖPNV-Streik in Thüringen: Erfurt, Jena & Co. - Wo und wann streikt der Nahverkehr?

Straßenbahnen fahren durch Erfurt. Die Gewerkschaft Verdi hat zu Streiks im Nahverkehr aufgerufen – auch Thüringen ist betroffen.
Martin Schutt/dpaGerade ist der Streik der Lokführer vorbei, da steht schon die nächste Arbeitsniederlegung an: Die Gewerkschaft Verdi ruft zu Warnstreiks im ÖPNV auf. Auch Thüringen ist betroffen. Wann finden Streiks im Nahverkehr statt und welche Städte sind in Thüringen betroffen?
ÖPNV: Wann finden Streiks im Nahverkehr statt?
Die Gewerkschaft Verdi hat auch in Thüringen zu Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufgerufen. Die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen sollen am Freitag, den 02.02.2024, ganztägig die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte.
Nahverkehr in Thüringen: Welche Städte und Regionen sind betroffen?
In Thüringen seien die kommunalen Verkehrsunternehmen in Erfurt, Gera, Jena, Mühlhausen, Nordhausen, Sondershausen, Suhl/Zella-Mehlis, Weimar, dem Landkreis Weimarer Land und dem Saale-Holzland-Kreis betroffen.
Auf Fahrgäste kommen damit an diesem Freitag erneut erhebliche Einschränkungen vor allem im Berufsverkehr zu. Erst an diesem Montag hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ihren mehrtägigen Streik bei der Deutschen Bahn vorzeitig beendet.
Warum wird überhaupt gestreikt?
Aktuell verhandelt Verdi in allen Bundesländern außer Bayern parallel über bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsbetriebe. Auch in den anderen Ländern soll es am Freitag Warnstreiks geben. Die Gespräche betreffen der Gewerkschaft zufolge mehr als 130 kommunale Unternehmen in Städten und Landkreisen sowie insgesamt 90 000 Beschäftigte – rund 6500 davon in Baden-Württemberg.
Verhandelt wird zwar in allen Ländern gleichzeitig. Inhaltlich geht es aber um sehr unterschiedliche Forderungen. In Thüringen sollen die Tabellenentgelte um 650 Euro pro Monat erhöht werden - verbunden mit der Möglichkeit, die Entgelterhöhung in eine Arbeitszeitreduzierung oder zusätzliche Regenerationstage umzuwandeln. Für Auszubildende wird eine Erhöhung der Entgelte um 250 Euro pro Monat gefordert.
(mit Material von dpa)
