ÖPNV-Streik in Sachsen
: Wo und wann streikt diese Woche der Nahverkehr?

Verdi befindet sich in Tarifverhandlungen für Beschäftigte im Nahverkehr – und hat zum Streik aufgerufen. Auch viele Städte in Sachsen sind betroffen …
Von
Philipp Staedele
Dresden
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Die Gewerkschaft Verdi hat zu Streiks im Nahverkehr aufgerufen – auch Sachsen ist betroffen.

Robert Michael/dpa

Der Streik der Lokführer ist kaum vorbei, da droht schon das nächste Unheil: Die Gewerkschaft Verdi ruft zu Warnstreiks im ÖPNV auf. Auch Sachsen ist betroffen. Wann finden Streiks im Nahverkehr statt und welche Städte sind in Sachsen betroffen?

ÖPNV: Wann finden Streiks im Nahverkehr statt?

Die Gewerkschaft Verdi hat auch in Sachsen zu Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufgerufen. Die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen sollen am Freitag, den 02.02.2024 ganztägig die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte.

Nahverkehr in Sachsen: Welche Städte sind betroffen?

In Sachsen seien die kommunalen Verkehrsunternehmen in Chemnitz, Dresden, Leipzig, Plauen und Zwickau betroffen.

Auf Fahrgäste kommen damit an diesem Freitag erneut erhebliche Einschränkungen vor allem im Berufsverkehr zu. Erst am vergangenen Montag hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ihren mehrtägigen Streik bei der Deutschen Bahn vorzeitig beendet.

Warum wird überhaupt gestreikt?

Aktuell verhandelt Verdi in allen Bundesländern außer Bayern parallel über bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsbetriebe. Auch in den anderen Ländern soll es am Freitag Warnstreiks geben. Die Gespräche betreffen der Gewerkschaft zufolge mehr als 130 kommunale Unternehmen in Städten und Landkreisen sowie insgesamt 90 000 Beschäftigte – rund 6500 davon in Baden-Württemberg.

Verhandelt wird zwar in allen Ländern gleichzeitig. Inhaltlich geht es aber um sehr unterschiedliche Forderungen. In Sachsen etwa geht es um einen sogenannten Manteltarifvertrag. Er regelt vor allem die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Verdi fordert unter anderem eine Erhöhung des Urlaubsanspruchs, die Einführung von Zeitzuschlägen für Samstagsarbeit oder Überstundenzuschläge.

(mit Material von dpa)