Streik des ÖPNV in Sachsen-Anhalt
: Magdeburg, Halle & Co. - Wann und wo streikt diese Woche der Nahverkehr?

Nach einer erneuten gescheiterten Verhandlungsgrunde um einen neuen Tarifvertrag im Nahverkehr wird in Sachsen-Anhalt wieder einmal der Nahverkehr bestreikt.
Von
Daniel Steiger
Magdeburg
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Eine Straßenbahn fährt durch Magdeburg. Die Gewerkschaft Verdi hat zu Streiks im Nahverkehr in Sachsen-Anhalt aufgerufen

Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Nachdem in der 3. Verhandlungsrunde am 20. März 2024 zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Sachsen-Anhalt keine Annäherung erzielt werden konnte, erklärte die Gewerkschaft die Verhandlungen im kommunalen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt gescheitert. Jetzt wird gestreikt. Wann finden Streiks im Nahverkehr statt und welche Städte sind in Sachsen-Anhalt betroffen?

ÖPNV: Wann finden Streiks im Nahverkehr statt?

Die Gewerkschaft Verdi hat in Sachsen-Anhalt zu Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufgerufen. Die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen sollen vom 21. März 2024 bis 24. März 2024 ganztägig die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Nahverkehr in Sachsen-Anhalt: Welche Städte sind betroffen?

In Sachsen-Anhalt seien die kommunalen Verkehrsunternehmen in Dessau-Roßlau, Halle (Saale), Magdeburg und dem Burgenlandkreis betroffen.

Auf Fahrgäste kommen damit erneut erhebliche Einschränkungen vor allem im Berufsverkehr zu.

Warum wird überhaupt gestreikt?

Aktuell verhandelt Verdi in allen Bundesländern außer Bayern parallel über bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsbetriebe. Nach der gescheiterten dritten Verhandlungsrunde sind Arbeitgeber und Gewerkschaften sich immer noch nicht einig. Zwar haben die Arbeitgeber wie angekündigt ein neues Angebot vorgelegt. Allerdings ist dieses weiterhin weit von den aufgestellten Forderungen entfernt, so Verdi. Bei einer Laufzeit von 24 Monaten bietet der KAV neben einer Inflationsausgleichszahlung von 2.000 Euro eine lineare Entgeltsteigerung von insgesamt 10 Prozent verteilt auf die Laufzeit an. Im Ergebnis würden die Beschäftigten in Sachsen-Anhalt auch im Jahr 2025 noch um mehrere hundert Euro schlechter bezahlt werden, als vergleichbare Kollegen in Sachsen und Thüringen zum aktuellen Zeitpunkt, so die Einschätzung der Gewerkschaft.