Streik ÖPNV Sachsen
: Diese Städte sind am Freitag betroffen

Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Sachsen am Freitag erneut zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Wo kommt es zu Einschränkungen?
Von
David Hahn
Dresden
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Im kommunalen Nahverkehr wird am Freitag in Sachsen gestreikt. Die betroffenen Städte im Überblick.

Jens Büttner/dpa

In Sachsens Städten wird der Nahverkehr am Freitag erneut stillstehen. Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Sachsen am Freitag erneut zu einem ganztägigen Warnstreik auf.

Streik ÖPNV Sachsen: Diese Städte sind betroffen

Betroffen ist neben Dresden, Chemnitz, Plauen und Zwickau auch Leipzig, wo ab Mittwoch die Buchmesse stattfindet, wie aus einer Mitteilung der Gewerkschaft hervorgeht. Begründet wird der erneute Ausstand darin mit mangelnder Wertschätzung für die Arbeit der Beschäftigten seitens des Kommunalen Arbeitgeberverbandes (KAV) Sachsen bei den Tarifverhandlungen.

Streiks während Leipziger Buchmesse

Der Leipziger Oberbürgermeister zeigte sich laut einer Mitteilung verständnislos. „Dieser Arbeitskampf beschädigt die Leipziger Messe und die gesamte Stadt. Zur Buchmesse empfangen wir in Leipzig Hunderttausende Gäste, auf deren Rücken jetzt dieser Tarifkonflikt ausgetragen wird“, sagte er demnach. Für einen Streik während der Messe gebe es keinen vernünftigen Grund.

Hintergrund des Streiks

In dem Tarifkonflikt geht es um den Manteltarifvertrag, der vor allem die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten regelt. Verdi fordert unter anderem eine Erhöhung des Urlaubsanspruchs, die Einführung von Zeitzuschlägen für Samstagsarbeit oder Überstundenzuschläge. Der KAV Sachsen hatte eine für Ende 28. Februar angedachte Verhandlungsrunde abgesagt. Der neue Termin fand am 19. März statt.

„Statt für Entlastung zu sorgen, fordern die Arbeitgeber, dass die Beschäftigten zukünftig bis zu 44 Stunden pro Woche arbeiten“, sagte Paul Schmidt, Verdi–Fachbereichsleiter und Verhandlungsführer, laut Mitteilung. Diese Mehrarbeit solle anders als bisher nicht mehr in Freizeit, sondern ausschließlich in Geld abgegolten werden, wodurch die schon stark belasteten Kollegen noch schneller verschlissen würden. Schmidt nannte die Forderungen „kurzsichtig und verantwortungslos“.

(Mit Material der dpa)