ÖPNV-Streik in Hessen
: Wo und wann streikt diese Woche der Nahverkehr?

Die Gewerkschaft Verdi hat zu Streiks im ÖPNV aufgerufen – auch der Nahverkehr in Hessen ist betroffen …
Von
Philipp Staedele
Frankfurt am Main
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Auch Hessen ist von den Warnstreiks der Beschäftigten im Nahverkehr betroffen.

Arne Dedert/dpa

Der Streik der GDL bei der Deutschen Bahn ist gerade vorüber, da droht Reisenden erneut Unheil: Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte im Nahverkehr zu Streiks aufgerufen. Auch Hessen in von den Warnstreiks betroffen. Wann und in welchen Städten streikt diese Woche der Nahverkehr in Hessen?

ÖPNV: Wann streikt der Nahverkehr in Hessen?

Der Ausstand beginnt laut einer Pressemitteilung von Verdi in Hessen am Freitag, den 02.02.2024 zur Frühschicht und endet mit der Spätschicht.

Hessen: Welche Städte sind von Warnstreiks betroffen?

Aufgerufen sind laut Verdi alle 8.000 Beschäftigten, die in kommunalen Verkehrsunternehmen in Hessen arbeiten. Dies betrifft demnach vor allem Fahrer von U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen (sofern öffentlich betrieben) und die jeweiligen Verwaltungsbeschäftigten. Vor allem betroffen sind den Informationen zufolge Kassel, Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden.

Warum wird überhaupt gestreikt?

Aktuell verhandelt Verdi in allen Bundesländern außer Bayern parallel über bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsbetriebe. Auch in den anderen Ländern soll es am Freitag Warnstreiks geben. Die Gespräche betreffen der Gewerkschaft zufolge mehr als 130 kommunale Unternehmen in Städten und Landkreisen sowie insgesamt 90 000 Beschäftigte.

Verhandelt wird zwar in allen Ländern gleichzeitig. Inhaltlich geht es aber um sehr unterschiedliche Forderungen. In Hessen fordert Verdi beispielsweise die Streichung der untersten drei Entgeltgruppen für Fahrer von U- und Straßenbahnen, Bussen (sofern öffentlich betrieben) und für das Verwaltungspersonal. Auch soll eine lange Betriebszugehörigkeit gefördert werden. Darüber hinaus fordert Verdi unter anderem eine Kürzung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden, bei vollem Lohnausgleich.

(mit Material von dpa)