Steuerentlastung 2024: Tabelle zeigt, wie viel mehr Ihnen nächstes Jahr vom Gehalt bleibt

Arbeitnehmer dürfen sich auf mehr Netto auf dem Lohnzettel freuen, denn die Freibeträge für für Erwachsene und Kinder steigen.
picture alliance/dpa | Daniel KarmannKurz vor Ende des Jahres gibt es gute Neuigkeiten, denn auf deutsche Steuerzahler kommen 2024 einige Entlastungen zu. So sollen unter anderem die Freibeträge für Erwachsene und Kinder steigen. Für Sie bedeutet das mehr Netto auf dem Lohnzettel 2024. Doch wer hat jetzt wie viel mehr übrig?
Lindner: Beschäftigte werden 2024 um 15 Milliarden Euro entlastet
Nach Angaben von Finanzminister Christian Lindner will die Bundesregierung die Bürgerinnen und Bürger im kommenden Jahr um insgesamt 15 Milliarden Euro steuerlich entlasten — trotz Haushaltskrise. Der FDP–Politiker sagte der „Bild“, dass die arbeitende Mitte in Deutschland Entlastung verdiene. „Es kann nicht sein, dass in der Inflation nur Sozialtransfers angehoben werden. Im kommenden Jahr werden wir die arbeitenden Menschen bei der Lohn– und Einkommensteuer um 15 Milliarden Euro entlasten.“
Freibeträge & Co — Welche Entlastungen sind für 2024 geplant?
Die Bundesregierung will den steuerlichen Grundfreibetrag sowie den Kinderfreibetrag anheben. Der Teil des Einkommens, auf den keine Einkommensteuer erhoben wird, wird als Grundfreibetrag bezeichnet.
- Erwachsene: von 10.908 Euro auf 11.604 Euro
Eine mögliche weitere Anhebung des Grundfreibetrages auf insgesamt 11.784 Euro steht nach Berichten des Handelsblattes wohl steuerpolitisch im Raum.
- Kinderfreibetrag: von 3.012 Euro auf 3.192 Euro pro Elternteil
Die übrigen Tarifeckwerte steigen um 6,29 % im Vergleich zu 2023. Einzige Ausnahme ist der oberste Tarifeckwert, ab dem der Spitzensteuersatz von 45 % fällig wird. Dieser bleibt konstant bei 277.826 Euro.
Außerdem soll die Freigrenze beim Solidaritätszuschlag von 17.543 Euro auf 18.130 Euro steigen.
Tabelle: Singles & Alleinerziehende — So viel mehr Netto gibt es 2024
Folgende Werte hat Prof. Dr. Frank Hechtner von der FAU Erlangen–Nürnberg für die Südwest Presse errechnet. Bei den Tabellen gelten die BBG West. Die Werte sind daher nur für Westdeutschland aussagekräftig: