Sparkurs: Auch Bosch-Tochter kündigt Stellenabbau an - 460 Jobs betroffen

Bosch will bei einer Tochterfirma Hunderte Stellen streichen. (Symbolbild)
Bernd Weißbrod/dpa- Bosch-Tochter Bosch Engineering plant den Abbau von bis zu 460 Stellen bis Ende 2027.
- Hauptsitz in Abstatt und Holzkirchen besonders betroffen: 380 Jobs fallen hier weg.
- Grund: Überkapazitäten, Kostendruck, schwächelnder Markt und Konkurrenz aus China.
- Ziel: Stellenabbau sozialverträglich gestalten; bereits Arbeitszeit und Gehälter reduziert.
- Bosch Engineering entwickelt Technik für Autos und andere Branchen, z. B. Landmaschinen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Technologiekonzern Bosch plant wegen der schwierigen Lage in der Autoindustrie bei einer Tochterfirma den Abbau von bis zu 460 Stellen. Die Bosch Engineering müsse auf Überkapazitäten und den Kostendruck reagieren und sich wettbewerbs- und zukunftsfähig aufstellen, teilte eine Firmensprecherin mit. Zuvor hatten Medien über die Pläne berichtet.
Die Stellen sollen bis Ende 2027 weltweit abgebaut werden. Am Hauptsitz in Abstatt bei Heilbronn und Holzkirchen bei München sollen den Angaben nach 380 Jobs wegfallen. Weltweit hat die Bosch-Tochter ungefähr 3.100 Mitarbeiter, davon rund 2.200 hierzulande. Ziel sei, den Abbau mit sozialverträglichen Maßnahmen zu gestalten, hieß es.
Zuvor hatte Bosch selbst in Reutlingen einen massiven Stellenabbau verkündet.
Das Unternehmen Bosch Engineering ist auf Entwicklungen im Fahrzeugbereich spezialisiert und Dienstleister für Autohersteller. Auf Grundlage von erprobter Technik entwickelt Bosch Engineering aber auch Lösungen für Firmen außerhalb der Autoindustrie an, beispielsweise Sensoren für Assistenzsysteme von Landmaschinen oder elektrifizierte Bootsantriebe.
Markt entwickelt sich schwächer
Das Unternehmen sieht sich demnach nicht nur mit einer stagnierenden Zahl von weltweit produzierten Fahrzeugen und Unsicherheiten durch die globale Zollpolitik konfrontiert, sondern auch mit hohem Investitionsdruck durch den Wandel hin zum E-Motor. Der Markt für Ingenieursdienstleistungen entwickele sich nicht so wie prognostiziert. Die Bosch-Tochter verzeichnet den Angaben nach Verschiebungen von Kundenprojekten und einen verstärkten Wettbewerb, insbesondere durch chinesische Anbieter.
Die bisherigen Bemühungen sind Geschäftsführer Johannes-Jörg Rüger zufolge nicht ausreichend: „Daher müssen wir strukturelle Anpassungen vornehmen und können auch einen Stellenabbau leider nicht vermeiden.“ Bereits in den vergangenen Monaten wurde die wöchentliche Arbeitszeit der Belegschaft in Deutschland gesenkt, und die Gehälter wurden entsprechend reduziert.
