Signa-Tochter insolvent
: Zahlt Galeria Karstadt Kaufhof keine Miete mehr im Dezember?

Galeria Karstadt Kaufhof erwägt angesichts der zugespitzten finanziellen Lage des Immobilienkonzerns Signa ein Aussetzen der Mietzahlungen für Dezember. Dies berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.
Von
Thomas Veitinger
Ulm
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Galeria erwägt laut "SZ" Aussetzen der Mietzahlungen.

Michael Helbig/dpa

Galeria Karstadt Kaufhof erwägt angesichts eines möglichen Aus der Signa-Holding, im Dezember keine Miete mehr zu zahlen. Dies berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ und beruft sich dabei auf Unternehmenskreise. Die Warenhauskette beobachtet, wie sich die Situation entwickle. Zahlungen im November seien an Signa geflossen. Es sei ratsam, sich nun auf alle Szenarien vorzubereichten und rechtlich abzusichern, heißt es in dem Artikel.

Galeria muss etwa 200 Millionen Euro jährlich als Miete an Signa zahlen. Dies sei eine Belastung und „ein Fehler im System“, wird das Galeria-Management zitiert. Signa erhalte mehr als 50 Millionen Euro zu viel pro Jahr.

Bereits Insolvenzantrag gestellt?

Am Freitag hat es in Medienberichten geheißen, dass die Signa Real Estate Management Germany bereits einen Insolvenzantrag gestellt habe. Die „Wirtschaftswoche“ zitierte dabei aus einem Mitarbeiterschreiben, in der das Unternehmen über die eigene Pleite informieren soll. Die „aktuelle wirtschaftliche Situation“ der Firma und die „Tatsache, dass es trotz allergrößter Anstrengungen nicht gelungen ist, unsere finanzielle Situation und die erforderliche Liquidität kurzfristig zu verbessern, haben uns bedauerlicherweise keine andere Möglichkeit gelassen als diesen Weg zu gehen“, heißt es dort. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter werde „voraussichtlich sehr kurzfristig vom Amtsgericht bestellt“.

Die Gehälter der Mitarbeiter seien für bis zu drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert. Die nächsten Schritte würden nun mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter abgestimmt und schnellstmöglich kommuniziert. Anfang November hatte der Gründer der Signa-Gruppe René Benko den Führungsposten abgegeben und den Vorsitz des Beirats der Unternehmensgruppe an den Sanierungsexperten Arndt Geiwitz übergeben.