Streiks bei Daimler, Bosch und Co.: Porsche-Mitarbeiter beginnen mit dem Warnstreik in BW

Mitarbeiter von Porsche nehmen vor dem Werk in Stuttgart-Zuffenhausen mit Fackeln und Fahnen an einem Warnstreik teil.
Christoph Schmidt/dpa- IG Metall ruft zu Warnstreiks auf; Friedenspflicht endet am 28.10.2024.
- Streiks bei Porsche, Daimler Buses, Bosch, ZF angekündigt.
- Gewerkschaft fordert 7% mehr Lohn für 3,9 Mio. Beschäftigte.
- Arbeitgeber bieten 1,7% und 1,9% Erhöhung bei 27 Monaten Laufzeit.
- Nächste Verhandlung am Donnerstag in Böblingen erwartet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die IG Metall ruft in der aktuellen Tarifrunde ihre Mitglieder zu Warnstreiks auf. In mehreren Betrieben im Südwesten legen am Dienstag die Beschäftigten ihre Arbeit nieder, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte. Schon in der Nacht haben die ersten Aktionen im Rahmen bundesweit flächendeckender Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie begonnen. Den Auftakt in Baden-Württemberg hat die Belegschaft der Nachtschicht von Porsche gemacht. Zudem legten unter anderem legten nach Angaben der IG Metall im Bezirk Niedersachen und Sachsen-Anhalt bei einer Nachtaktion vor dem Osnabrücker Volkswagen-Werk 250 Kolleginnen und Kollegen die Arbeit nieder. In Hildesheim streikten demnach rund 400 Beschäftigte zu nächtlicher Stunde in mehreren Betrieben.
„Wir werden nun in den Betrieben mit Warnstreiks Druck machen“, sagte Bezirksleiterin Barbara Resch laut Mitteilung. Bei der nächsten Verhandlung, die am Donnerstag in Böblingen stattfindet, erwarte die Gewerkschaft ein verbessertes Angebot.
Warnstreiks am Dienstag: Kundgebung bei Porsche in der Nacht
Betroffen sind am Dienstag vor allem Unternehmen aus der Autobranche. Bereits um 2.30 Uhr habe es Gewerkschaftsangaben zufolge eine Kundgebung für die Beschäftigten der Nachtschicht bei Porsche in Stuttgart gegeben. Später legte dann auch die Frühschicht die Arbeit nieder. Weitere Warnstreiks soll es unter anderem auch bei Daimler Buses in Neu-Ulm, wo bereits vor zwei Wochen eine Kundgebung stattfand. Bosch in Reutlingen und ZF in Friedrichshafen wollen sich ebenfalls beteiligen.
Was die IG Metall fordert
Die Positionen von Gewerkschaft und Arbeitgebern lagen nach der zweiten Verhandlungsrunde noch weit auseinander. Die IG Metall fordert bundesweit für die 3,9 Millionen Beschäftigten sieben Prozent mehr Geld mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber bieten bei einer Laufzeit von 27 Monaten zwei Steigerungen von 1,7 und 1,9 Prozent an, wobei die erste Stufe erst im Juli 2025 greifen soll.
Beginnen soll die dritte Verhandlungsrunde an diesem Dienstag in den Tarifgebieten Küste und Niedersachsen. In den Gesprächen wird geschaut, wo eine Annäherung möglich scheint. Wenn sich ein Pilotbezirk herauskristallisiert, wird dort stellvertretend zu Ende verhandelt. In den regional gefassten Flächentarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie sind gleich mehrere Schlüsselbranchen der deutschen Industrie versammelt, darunter der Maschinenbau und große Teile der Autoindustrie.

