Lufthansa in turbulenten Zeiten
: Konzern legt seine Zahlen offen

Teures Kerosin und Streiks belasten Lufthansa: Wie der Konzern inmitten von Konflikten und Strukturreformen auf das erste Quartal blickt.
Von
dpa
Frankfurt/Main
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Wie hat die Lufthansa das erste Quartal des Jahres verkraftet?

Boris Roessler/dpa
  • Lufthansa legt an diesem Mittwoch um 7 Uhr Zahlen für das erste Quartal vor.
  • Teures Kerosin und Streiks belasten den Konzern – Strukturreform steht an.
  • Iran-Krieg traf den Luftverkehr: Golf-Drehkreuze fielen aus, Preise im Angebot stiegen.
  • Rohöl- und Kerosintransporte stockten durch die Straße von Hormus, Flugbenzinpreis mehr als doppelt.
  • Piloten streikten zweimal im Quartal, weitere Ausstände folgten im April – Cityline-Betrieb eingestellt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Knappes und teures Kerosin, streikende Crews und eine anstehende Strukturreform: Die Deutsche Lufthansa AG legt an diesem Mittwoch (7 Uhr) in bewegten Zeiten ihre Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres vor.

In den Berichtszeitraum fällt der Beginn des Iran-Kriegs mit erheblichen Folgen für den internationalen Luftverkehr. Anfangs konnte Lufthansa davon profitieren, dass am Persischen Golf die Drehkreuze arabischer Airlines wie Emirates, Qatar oder Etihad geschlossen werden mussten und daher viele Umsteigeverbindungen nach Asien, Australien und Afrika wegfielen. Die Preise im verbleibenden Angebot stiegen deutlich an. 

Lufthansa hatte im ersten Jahresquartal einige Herausforderungen zu bewältigen

Im Verlauf des Konflikts kamen die Transporte von Rohöl und Kerosin durch die Straße von Hormus nahezu zum Erliegen. Der Preis für Flugbenzin hat sich seitdem mehr als verdoppelt und Experten warnen vor Versorgungsengpässen bereits im Sommer. 

Im Konflikt um verschiedene Tarifthemen haben die Piloten der Kerngesellschaft Lufthansa in den ersten drei Monaten zweimal gestreikt. Weitere Ausstände folgten im April zur 100-Jahr-Feier des Unternehmens, an denen sich auch die Flugbegleiter mit ihrer Kabinengewerkschaft UFO beteiligten. Der Konzern reagierte hart und stellte den Betrieb der Regionaltochter Cityline mit rund 30 Flugzeugen vorzeitig ein.