Rettung nach Insolvenz: Rewe und Investoren übernehmen Lebensmittelhändler Feneberg

Die Feneberg ist in Süddezschland mit 72 Stanorten vertreten. Unser Foto zeigt die Filiale in der Ulmer Frauenstraße.
Lars Schwerdtfeger- Rewe und die LEH-Allgäu GmbH übernehmen große Teile der 72 Feneberg-Standorte.
- Beide Betreiber führen die Märkte unabhängig weiter – der Gläubigerausschuss stimmte zu.
- Ziel ist der Erhalt des Traditionsunternehmens, der Nahversorgung und der Arbeitsplätze.
- Die Zentrale in Kempten bleibt weitgehend erhalten, die Filialjobs sollen bestehen.
- Edeka unterlag im Bieterduell mit Rewe und verliert einen bedeutenden Lieferumsatz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die 72 Filialen des insolventen Lebensmittelhändlers Feneberg haben eine Zukunft.
Rewe und eine Investorengruppe, die hinter der LEH-Allgäu GmbH mit Sitz in Memmingen steht, übernehmen jeweils einen wesentlichen Teil der Standorte und werden diese unabhängig betreiben. Daraufhin haben sich die Rewe-Gruppe, die Feneberg Lebensmittel GmbH, die die Insolvenz in Eigenverwaltung managt, und die LEH-Allgäu GmbH geeinigt. Nach einem Bericht der „Lebensmittelzeitung“ hat der Gläubigerausschuss diesem Vorgehen bereits zugestimmt.
Nach einem Bericht der „Allgäuer Zeitung“ soll die bisherige Geschäftsführerin Amelie Feneberg an Bord bleiben und in die Geschäftsführung der LEH Allgäu einsteigen. Der Vereinbarung muss allerdings noch die Gläubigerversammlung zustimmen.
Ziel: Feneberg erhalten!
„Unser Anspruch ist es, aus einer herausfordernden Situation eine stabile und nachhaltige Perspektive für die Standorte zu entwickeln“, sagte Alexander Pade, geschäftsführender Gesellschafter der LEH-Allgäu GmbH, im Gespräch mit der „Lebensmittelzeitung“. In der Pressemitteilung zu der Vereinbarung heißt es: Mit der Vereinbarung wollen die Beteiligten eine langfristige Perspektive für die betroffenen Standorte schaffen.
Ziel sei es, das mittelständische Traditionsunternehmen zu erhalten, Nahversorgung und Arbeitsplätze im Allgäu und in Süddeutschland zu stärken sowie den Kundinnen und Kunden auch künftig ein verlässliches Angebot zu bieten. Die Feneberg-Zentrale in Kempten soll ebenfalls weitgehend erhalten bleiben. Die Mitarbeiter in den Filialen sollen ihre Arbeitsplätze behalten.
72 Feneberg-Filialen in Süddeutschland
Feneberg hat mit seinen 72 Märkten in Süddeutschland und vor allem dem bayerischen Voralpenland eine starke Stellung. Die kommt nun der Rewe-Gruppe zugute, die sich in den vergangenen Jahren ein Bieterduell mit Edeka geliefert hatte. Die Edeka-Gruppe, die bisher Feneberg beliefert hatte, verliert damit einen Jahresumsatz von einigen hundert Millionen Euro.
Feneberg befindet sich seit dem 1. April 2026 in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Der Händler hat mit rund 3700 Beschäftigten im Jahr 2024 einen Umsatz von 547 Millionen Euro erwirtschaftet.

