Handelskonflikt eskaliert erneut: Peking kontert neue US-Zölle

Ein Containerlader belädt Container in einem Logistikunternehmen im Bezirk Beilun der Stadt Ningbo in der ostchinesischen Provinz Zhejiang. Chinas Export in die USA wird schwer belastet durch die Zölle –umgekehrt aber auch.
Zheng Huansong/XinHua/dpa- Handelskonflikt zwischen China und USA eskaliert weiter; neue Zölle von 145% auf chinesische Importe, Peking kontert mit 125% auf US-Waren.
- Belastung für chinesische Wirtschaft, Milliardenverluste drohen; Experten sehen Europa als möglichen Ausweichmarkt.
- US-Landwirtschaft stark betroffen, Soja, Mais und Fleisch kaum noch wettbewerbsfähig.
- Globale Märkte müssen mit steigenden Preisen rechnen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Zollstreit zwischen China und den USA spitzt sich weiter zu. Während die USA nun Zusatzzölle in Höhe von 145 Prozent auf Einfuhren aus China verlangen, will Peking seinerseits 125 Prozent auf US-Waren erheben. Für die ohnehin schwächelnde chinesische Wirtschaft ist die Eskalation im Handelsstreit eine weitere schwere Belastung. Chinesischen Unternehmen drohen Absatzverluste in Milliardenhöhe.
„Der Verlust des US-Marktes wird beträchtlich mehr Druck auf chinesische Exporteure ausüben, alternative Märkte zu finden“, sagt Wirtschaftsexperte Jacob Gunter vom Berliner Institut für China-Forschung Merics. In diesen Ländern werde allerdings auch der Druck steigen, abwehrende Handelsmaßnahmen zu ergreifen. Die bislang vorhandenen Konsumenten der Mittelklasse zu ersetzen, werde nicht einfach. Laut Gunter könnte deshalb Europa als „letzter wirklich großer, offener, immer noch sehr reicher Wirtschaftsraum“ ein Ausweichmarkt sein.
Ein herber Schlag sind die neuen Zölle etwa für chinesische Unternehmen wie Temu und Shein, die mit dem Verkauf billiger Produkte in die USA ein erfolgreiches Geschäftsmodell aufgebaut haben. Doch nicht nur chinesische Firmen liefern in die USA. Auch US-Konzerne wie Apple lassen ihre Produkte für den Heimatmarkt in chinesischen Fabriken fertigen. Infolge der Zölle könnten auch in China Arbeitsplätze gefährdet sein.
Chinas Reaktion trifft US-Landwirtschaft hart
Auch für US-Exporteure sind Chinas Gegenmaßnahmen schmerzhaft. Besonders hart trifft es die US-Landwirtschaft, die bislang große Mengen an Soja, Mais und Fleisch nach China lieferte. Diese Produkte sind mit den neuen Zöllen kaum noch wettbewerbsfähig. Die chinesische Zollkommission selbst räumt ein, dass Waren mit derart hohen Abgaben keine Marktakzeptanz mehr haben. Faktisch bedeutet das: Der Import lohnt sich wirtschaftlich nicht mehr.
Auch im globalen Handel müssen sich nicht involvierte Akteure auf höhere Preise einstellen. Denn in den weit verzweigten Wertschöpfungsketten passieren einzelne Bauteile eines Endprodukts irgendwann die USA oder China.

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