Filiale am Ulmer Münsterplatz
: Yeans Halle nach Insolvenz gerettet

Seit einem Jahr setzt das Unternehmen mit einigen Filialen im süddeutschen Raum einschneidende Sanierungsmaßnahmen um. Für die Mitarbeiter sieht es gut aus.
Von
Caroline Strang
Ulm
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Die Yeans Halle in Ulm hat wieder wie gewohnt geöffnet.

Die Yeans Halle in Ulm wird erhalten bleiben.

Trender Jeansmode GmbH & Co. KG
  • Yeans Halle in Ulm bleibt nach Insolvenz erhalten.
  • Rund 250 Mitarbeiter behalten ihre Jobs.
  • Drei Filialen wurden geschlossen, 13 bleiben offen.
  • Sanierung durch Trender Jeansmode GmbH erfolgreich abgeschlossen.
  • Neuer Geschäftsführer ist Thomas Klein, Beginn September 2024.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Drei Filialen wurden im Zuge der Sanierung geschlossen, unter anderem in Stuttgart. Die anderen 13, auch die in Ulm und Augsburg, werden den Insolvenz-Sturm wohl überstehen, inklusive ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Alle rund 250 Mitarbeiter sind auch künftig an Bord“, heißt es in einer Mitteilung des Sanierungsexperten Steffen Beck von der Pluta Rechtsanwalts GmbH.

In der Mitteilung wurde bekannt gegeben, dass die Sanierung der Trender Jeansmode GmbH & Co. KG, Betreiberin des Modehändlers Yeans Halle, erfolgreich abgeschlossen ist. Der Insolvenzplan sei von den Gläubigern einstimmig abgesegnet worden, auch das Gericht habe den Plan bestätigt.

„Das Verfahren kann damit demnächst vom zuständigen Amtsgericht Stuttgart aufgehoben werden“, erklärte Beck nun. Nach rund einem Jahr erfolgreicher Betriebsfortführung bleibe der Modehändler erhalten und könne das Verfahren hinter sich lassen. Laut Beck erhalten die Gläubiger einen relativ großen Anteil der Schulden zurück, die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten habe sich ausgezahlt.

Zahlreiche Sanierungsmaßnahmen umgesetzt

Vor ziemlich genau einem Jahr war das Unternehmen, das auch eine große Filiale am Ulmer Münsterplatz betreibt, in die Insolvenz gerutscht. Als Gründe für die finanzielle Notlage nannte Pluta damals die rückläufigen Umsätze seit der Corona-Pandemie, auch aufgrund der negativen Konsumstimmung, der hohen Inflation, der politischen Lage sowie der wachsenden Konkurrenz des Online-Handels. Gleichzeitig seien die Kosten, beispielsweise für Energie, im gleichen Zeitraum stark gestiegen.

Seither seien zahlreiche Sanierungsmaßnahmen umgesetzt worden. Die in rechtlich selbstständigen Gesellschaften betriebenen Yeans Halle Filialen seien in das Mutterunternehmen Trender integriert und alle Mitarbeiter übernommen worden, erklärt Pluta-Anwalt Michael Reichold. So sei der Verwaltungsaufwand erheblich reduziert worden. „Durch Modernisierung der IT-Systeme wurden die Voraussetzungen für Prozessoptimierungen insbesondere in Einkauf und Logistik, aber auch im Bereich Marketing geschaffen. Zudem konnten neue Mietverträge verhandelt und dadurch die Kosten erheblich reduziert werden.“

Seit Anfang September 2024 führt Thomas Klein das 1977  gegründete Unternehmen als Geschäftsführer. Klein gibt sich ebenfalls optimistisch: „Wir haben nicht nur Stabilität geschaffen, sondern auch die Grundlage für eine moderne, zukunftsfähige Ausrichtung der Gruppe gelegt.“ Der Gründer und Inhaber der Yeans Halle Gruppe, Horst Mühlberger, soll das Unternehmen weiter als Berater unterstützen, heißt es in der Mitteilung.