Teure Busfahrt: Ticket eine Sekunde zu spät gekauft – 260 Euro Strafe

Und wenn es eine Sekunde ist: Fährt der Bus los, muss das Ticket gültig sein. (Symbolbild)
chaossart - stock.adobe.com- Fahrgast kauft Busticket eine Sekunde zu spät – 250 Franken Strafe in der Schweiz.
- Ticketkauf per App um 10:08:15 Uhr, Bus fuhr um 10:08:14 Uhr ab – Vorschrift verlangt Gültigkeit bei Abfahrt.
- Bereits vierte Strafe in zwei Jahren, höhere Beträge bei Wiederholung.
- Alliance SwissPass empfiehlt Ticketkauf vor Einstieg – Regelwerk bestätigt.
- Ähnliche Fälle: Verzögerungen oder Fehler in Tickets führen zu Strafen, Kritik an strenger Anwendung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Akkurat, akkurater, Schweiz – Weil ein Fahrgast sein Busticket nur eine Sekunde zu spät löste, musste er 250 Franken (etwa 265 Euro) Strafe zahlen. Den Vorfall schilderte er auf der Internetplattform Reddit.
Der Mann nutzte eine Handy-App, die den Ticketkauf per Fingerdruck ermöglicht – in seinem Fall um exakt 10:08:15 Uhr. Der Bus war jedoch bereits theoretisch um 10:08:14 Uhr losgefahren. Bei einer Kontrolle wurde ihm das zum Verhängnis: Laut Vorschrift muss das Ticket bei Abfahrt gültig sein.
Schon der vierte Vorfall
„Das ist verrückt – der Bus stand noch am Bahnhof, und trotzdem bekam ich eine Strafe“, schrieb er. Der Ort des Geschehens blieb ungenannt. Laut eigenen Angaben war dies bereits der vierte Vorfall in zwei Jahren. Drei frühere Fälle seien wegen des komplizierten Tarifsystems entstanden, kurz nachdem er in die Schweiz gezogen war. Weil er schon mehrfach auffiel, beträgt die Strafe diesmal 250 Franken – beim ersten Mal sind es 100 Franken.
Die Alliance SwissPass bestätigte das korrekte Verhalten des Kontrolleurs gegenüber dem Portal 20 Minuten: „Laut Tarif gilt: Wenn das Fahrzeug losfährt, muss das Billett gültig sein – egal ob es um Sekunden oder Minuten geht. Darum empfehlen wir, schon vor dem Einsteigen einzuchecken.“
Der Betroffene zeigte sich auf Reddit „richtig verärgert“. Er habe schließlich eine Fahrkarte besessen: „Das ist unfair.“ Leser kommentierten, der Fall sei typisch „bünzli“ – ein Schweizer Ausdruck für kleinbürgerlich, übertrieben korrekt und regelversessen.
Kein Einzelfall
Andere Reisende berichteten von ähnlichen Erfahrungen. Eine Frau schilderte, dass sie und ihre Freundin Strafen erhielten, weil ihre Tickets wegen technischer Verzögerungen zu spät angezeigt wurden – trotz Kindergeburtstagsfeier im Hintergrund. Ein weiterer Fahrgast musste zahlen, weil in seinem Ticket das Geburtsdatum falsch eingetragen war.

