Autositzhersteller aus Kirchheim/Teck: Gute Nachricht des Tages: Recaro kommt zurück

Recaro Autositze sollen künftig in Italien entstehen.
Recaro Automotive- Recaro wird von der italienischen Proma Group übernommen, die Produktion verlagert sich nach Italien.
- Nur wenige Arbeitsplätze bleiben in Kirchheim; neues Technologiezentrum in der Region Stuttgart geplant.
- Recaro bleibt in Nordamerika und Japan aktiv; erster Sportsitz 1965 produziert.
- Proma will Betrieb ab Januar 2025 wieder aufnehmen; Recaro erzielte 2023 einen Umsatz von 524 Millionen Euro.
- Proma beschäftigt 5000 Mitarbeiter und erzielt 1,1 Milliarden Euro Umsatz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Oktober hieß es noch, das Aus für Recaro Automotive sei beschlossen. Der Autositz-Hersteller mit Sitz in Kirchheim unter Teck werde abgewickelt und die Produktion endgültig geschlossen, teilte der Insolvenzverwalter mit. 215 Mitarbeiter seien betroffen. Jetzt hat das Unternehmen aber einen Investor gefunden. Die Proma Group kauft den traditionsreichen schwäbischen Autositzhersteller. Das italienische Unternehmen produziert Autoteile wie Sitzstrukturen, Karosseriebaugruppen und sicherheitsrelevante Komponenten, die bei einem Unfall die Aufprallenergie absorbieren. „Diese Investition ermöglicht die Fortsetzung und Wiederaufnahme des Betriebs in ganz Europa im Januar 2025“, steht in einer Mitteilung.
Soweit die gute Nachricht. Die weniger gute: Vermutlich wird wohl nur ein kleiner Teil der Arbeitsplätze in Kirchheim bestehen bleiben. Sitze will Proma künftig in Italien fertigen. In der Region Stuttgart soll ein neues Technologiezentrum entstehen – der Ort ist noch nicht veröffentlicht. Wie viele Mitarbeiter aus Vertrieb und Technik den Kundenservice künftig aufrechterhalten sollen, ist ebenfalls noch unklar. Die Geschäftstätigkeit von Recaro Automotive in Nordamerika und Japan läuft wie gewohnt weiter.
Seit Jahrzehnten im Business
Recaro stellte seit Jahrzehnten Autositze für Sportwagen her. 1965 wurde in dem Werk, das bereits 1906 als „Stuttgarter Carosserie- und Radfabrik“ gegründet worden war, der erste Sportsitz präsentiert – als nach eigenen Angaben weltweit erster Nachrüstsitz für Automobile. Weitere Meilensteine waren 1977 eine Kopfstütze mit integrierten Stereolautsprechern, in den späten Achtzigern eine Rückschale aus Kunststoff und inzwischen vollelektrische Sportsitze aus Glasfaser.
Recaro Automotive ist ein Lizenznehmer der Recaro Gruppe aus Stuttgart, die unter anderem Flugzeug- und Gamingsitze herstellt. Ein Beteiligungsverhältnis besteht aber nicht. Promo erzielte mit 5000 Beschäftigten einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro. Recaro hatte im Jahr 2023 einen Umsatz von 524 Millionen Euro erwirtschaftet.

