Autobauer in Stuttgart: Gewinn bei Mercedes-Benz bricht um mehr als die Hälfte ein

Mercedes-Benz muss einen Gewinneinbruch hinnehmen.
Markus Lenhardt/dpa- Mercedes-Benz meldet Gewinnrückgang von 55,8 % im ersten Halbjahr 2023.
- Konzernergebnis sinkt von 6,1 Mrd. € auf 2,7 Mrd. €.
- Ursache: Schwäche im Geschäft und schwierige Marktbedingungen.
- Sitz des Autobauers: Stuttgart – Zahlen am Donnerstag veröffentlicht.
- Weitere Details und Entwicklungen folgen auf swp.de.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Gewinn von Mercedes-Benz ist im ersten Halbjahr um mehr als die Hälfte eingebrochen. Das Konzernergebnis sackte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 55,8 Prozent von rund 6,1 Milliarden Euro auf rund 2,7 Milliarden Euro ab, wie der Stuttgarter Autobauer mitteilte. Als Gründe dafür führten die Stuttgarter unter anderem Zölle, geringere Absatzzahlen und Aufwendungen für Effizienzmaßnahmen an.
Umsatz geht zurück
Der Umsatz fiel im ersten Halbjahr um 8,6 Prozent von 72,6 Milliarden Euro auf rund 66,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) ging um rund 55 Prozent von 7,9 Milliarden Euro auf rund 3,6 Milliarden Euro zurück.
Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Mercedes-Benz einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Vor allem wegen des schlecht laufenden Geschäfts in China. Das Konzernergebnis brach 2024 im Jahresvergleich bereits um gut 28 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro ein. Der Umsatz fiel im Gesamtjahr um 4,5 Prozent auf 145,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern rutschte um fast ein Drittel auf 13,6 Milliarden Euro ab.
Massiver Einbruch im zweiten Quartal 2025
Das Konzernergebnis für die Monate April, Mai und Juni betrug 957 Millionen Euro und damit 68,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz sank demnach um 9,8 Prozent auf 33,15 Milliarden Euro.
Angesichts der „aktuellen Entwicklungen der Zollpolitik“ korrigierte das Unternehmen seine Geschäftsprognose für das laufende Jahr herunter. Der Autobauer geht nun von einem Umsatz „deutlich unter dem Vorjahresniveau“ aus. Die bereinigte Umsatzrendite der Pkw-Sparte soll 2025 nur noch zwischen vier und sechs Prozent liegen. Im ohnehin schon schwachen Vorjahr betrug sie 8,1 Prozent. Auch der Absatz werde voraussichtlich deutlich niedriger ausfallen.
Auf dem wichtigen chinesischen Markt verkaufte das Unternehmen den Angaben nach im zweiten Quartal deutlich weniger Autos – der Absatz sank dort gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 19 Prozent. Die Lieferungen von Autos an Händler in den USA gingen aufgrund der ab April geltenden US-Zölle auf Autos um zwölf Prozent zurück.
US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatten am Sonntagabend eine Grundsatzeinigung im Handelsstreit bekanntgegeben. Für die Autoindustrie sinken demnach die derzeit geltenden insgesamt 27,5 Prozent US-Zoll auf 15 Prozent. Das ist allerdings weiterhin deutlich mehr als vor Trumps Zolloffensive.
Sparprogramm aufgelegt
Um die Profitabilität und den Absatz in den nächsten Jahren wieder zu steigern, hatte der Vorstand im Februar ein Sparprogramm ausgerufen. Demnach sollen bis 2027 die Produktionskosten um zehn Prozent im Vergleich zu heute sinken. Zudem würden die Materialkosten optimiert, und auch die Fixkosten sollen um weitere zehn Prozent bis 2027 sinken.
Mit dem Gesamtbetriebsrat einigte sich das Unternehmen auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket, das auch ein Abfindungsprogramm für Beschäftigte in indirekten Bereichen, also nicht in der Produktion, vorsieht.
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