Arbeitsmarkt in Deutschland: Ifo: Knapp einem Viertel der Firmen fehlen Fachkräfte

Knapp einem Viertel der Unternehmen fehlen Fachkräfte. (Archivbild)
Sebastian Kahnert/dpa- Knapp ein Viertel der Unternehmen meldet laut Ifo Fachkräftemangel, 23,2 Prozent im Juni.
- Der Wert liegt unter dem langfristigen Durchschnitt von 31,7 Prozent – Bedarf bleibt gedämpft.
- Ifo-Expertin: Schwache Konjunktur bremst Bedarf, mit Erholung dürfte Mangel zunehmen.
- Telekommunikation besonders betroffen: 31,1 Prozent, zuvor 16,3 Prozent im April.
- Beratung und Prüfung bei 64,7 Prozent, Industrie bei 18,7 Prozent – mehr Arbeitslose helfen nicht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Knapp ein Viertel der Unternehmen in Deutschland leidet einer Untersuchung des Ifo-Instituts zufolge unter Fachkräftemangel. In einer Umfrage der Münchner Experten gaben 23,2 Prozent der Unternehmen an, dass ihnen qualifizierte Arbeitskräfte fehlen. Das waren gut zwei Prozentpunkte mehr als noch im April. Allerdings liegt der Wert weiterhin deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt von knapp einem Drittel (31,7 Prozent).
„Die schwache Konjunktur hält den Fachkräftebedarf derzeit in Grenzen“, sagte Ifo-Expertin Daria Schaller. Sie erwartet jedoch auch: „Mit einer stärkeren wirtschaftlichen Erholung dürfte auch der Fachkräftemangel aber wieder deutlicher zunehmen.“
Fachkräftemangel trotz mehr Arbeitsloser
Besonders stark stieg die Nachfrage in der Telekommunikationsbranche: Dort fehlte es 31,1 Prozent der Unternehmen an Fachkräften, nach 16,3 Prozent im April. In der Rechts- und Steuerberatung sowie der Wirtschaftsprüfung stieg der Anteil von 52,4 auf 64,7 Prozent. In der Industrie ging es um 4,5 Prozentpunkte hoch auf 18,7 Prozent.
„Mehr Arbeitslose bedeuten nicht automatisch mehr verfügbare Fachkräfte“, sagte Schaller. „Entscheidend ist, ob Qualifikation und Anforderungen der offenen Stellen zusammenpassen.“