Altersvorsorge für Kinder
: Ab wann beginnt die Frühstartrente?

Die Frühstartrente für Kinder kommt. Ab wann können Eltern sie beantragen und wie viel Geld gibt es?
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Sparen: ILLUSTRATION - Eine Frau steckt einen 10-Euro-Schein in ein Sparschwein. (zu dpa: «Schon als Kind fürs Alter vorsorgen - die Frühstartrente»)

Am 01. Januar 2027 geht es los.

Hendrik Schmidt/dpa

Die Frühstartrente soll am 1. Januar 2027 starten. Der Bundestag hat die Einführung der staatlich geförderten Altersvorsorge für Kinder am 16. Oktober 2026 beschlossen. Zum Start profitieren zunächst Kinder der Geburtsjahrgänge 2020 und 2021. Für den Jahrgang 2020 ist sogar eine rückwirkende Förderung vorgesehen.

Mit der Frühstartrente will die Bundesregierung Kindern bereits in jungen Jahren den Einstieg in die private Altersvorsorge ermöglichen. Dafür stellt der Staat monatlich zehn Euro bereit, die langfristig am Kapitalmarkt angelegt werden sollen.

Wann startet die Frühstartrente genau?

Der offizielle Start der Frühstartrente ist für den 1. Januar 2027 vorgesehen. Das geht aus den Plänen des Bundesfinanzministeriums hervor. Der Bundestag hat das entsprechende Gesetz am 16. Oktober 2026 verabschiedet. Das Gesetzgebungsverfahren muss allerdings noch vollständig abgeschlossen werden.

Die Einführung erfolgt schrittweise:

2027: Die Frühstartrente startet für Kinder der Geburtsjahrgänge 2020 und 2021.

Rückwirkend für 2026: Kinder des Jahrgangs 2020 erhalten die Förderung rückwirkend ab dem 1. Januar 2026.

Ab 2028: Jedes Jahr kommt ein weiterer Geburtsjahrgang hinzu, nämlich die Kinder, die im jeweiligen Kalenderjahr sechs Jahre alt werden.

Ältere Kinder, die vor 2020 geboren wurden, erhalten nach der vorgesehenen Regelung keine staatliche Frühstartrenten-Förderung.

Wie viel Geld bekommen Kinder durch die Frühstartrente?

Der Staat zahlt für anspruchsberechtigte Kinder monatlich zehn Euro in einen Altersvorsorgevertrag ein. Das entspricht 120 Euro im Jahr.

Die Förderung beginnt grundsätzlich mit dem sechsten Lebensjahr und läuft bis zum 18. Lebensjahr. Über einen Zeitraum von zwölf Jahren ergibt sich daraus eine staatliche Förderung von insgesamt 1.440 Euro, ohne mögliche Kapitalerträge.

Das Geld wird nicht an die Eltern ausgezahlt, sondern am Kapitalmarkt investiert. Durch die langfristige Anlage sollen die Kinder vom Zinseszinseffekt profitieren. Allerdings unterliegt die Wertentwicklung den üblichen Risiken und Schwankungen des Kapitalmarktes.

Müssen Eltern selbst ein Depot eröffnen?

Eltern sollen für ihre Kinder einen entsprechenden Frühstartrenten-Vertrag bei einem zugelassenen Anbieter abschließen können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, zusätzlich eigenes Geld einzuzahlen.

Auch Kinder, deren Eltern keinen Vertrag abschließen, sollen die staatliche Förderung erhalten. In diesem Fall ist eine kollektive Anlage vorgesehen, die öffentlich organisiert wird. Dafür soll zum 1. Januar 2028 ein eigenes Sondervermögen des Bundes eingerichtet werden.

Damit soll sichergestellt werden, dass die Förderung nicht davon abhängt, ob sich Eltern aktiv um die Altersvorsorge ihrer Kinder kümmern.

Wann können Kinder über das Geld verfügen?

Obwohl die Förderung bereits im Kindesalter beginnt, ist die Frühstartrente nicht als gewöhnliches Sparkonto gedacht.

Das staatlich geförderte Kapital soll grundsätzlich erst ab Vollendung des 65. Lebensjahres ausgezahlt werden können. Bis dahin bleibt das angesparte Vermögen für die Altersvorsorge vorgesehen.

Mit Erreichen der Volljährigkeit soll ein Übergang in die private Altersvorsorge möglich sein.