Martina Voss-Tecklenburg
: Erstes Statement nach WM-Aus

Nach dem überraschenden WM-Aus der DFB-Frauen hat sich Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg zu Wort gemeldet. Sie will das Ausscheiden sachlich analysieren.
Von
Eduard Ebel
Brisbane
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Martina Voss-Tecklenburg ist nach dem WM-Aus ihrer Mannschaft bitter enttäuscht.

Sebastian Christoph Gollnow / dpa

Nach dem ernüchternden 1:1 gegen Südkorea ist die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in der Vorrunde ausgeschieden.

Frühes Gegentor! Voss-Tecklenburg: „Wir waren geschockt!“

Sohyun Cho hat Südkorea früh in Führung gebracht. Ein harter Rückschlag, wie Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg kurz nach dem Spiel im ZDF betont: „Wir waren geschockt. (...) Es war eine große Verunsicherung zu spüren.“ Alexandra Popps Tor in der 42. Minute hat die Mannschaft zwar kurz wieder hoffen lassen. Ein Sieg hätte für den Einzug ins Achtelfinale gereicht. Doch am Ende wollte der erlösende 2:1-Treffer nicht fallen. Lediglich vier Punkte haben die DFB-Frauen bei dieser WM geholt. „Am Ende muss man sagen, dass unsere Leistung in den drei Spielen nicht gereicht hat“, so Voss-Tecklenburg, die nach dem Ausscheiden sichtlich enttäuscht ist. Die Bundestrainerin spricht im ZDF-Interview auch über die Aufgaben, die nun auf sie zukommen: „Es geht jetzt darum, das sauber zu analysieren und auch die entsprechenden Schlüsse daraus zu ziehen.“

Martina Voss-Tecklenburg: „Ich möchte nicht zu sehr in etwas gedrängt werden“

ZDF-Moderator Sven Voss hakt nach und fragt, was das Trainerteam aus dieser WM-Blamage gelernt hat. „Wir hatten ein paar Widerstände zu überwinden. Ich will das nicht alles aufzählen, weil ich es nicht als Ausrede benutzen möchte. (...) Am Ende ist es eine Gemeinschaftlichkeit, über die wir uns alle sicherlich unterhalten müssen“, erklärt Martina Voss-Tecklenburg. Sie betont kurz danach aber auch: „Ich möchte nicht zu sehr in etwas gedrängt werden, was dann auch nicht richtig wäre, weil es jetzt aus der Emotion heraus geschieht. Von daher versuche ich bei mir zu bleiben.“

Voss-Tecklenburg: Team braucht Abstand

Die Mannschaft fährt nach dem WM-Aus in Brisbane ins Hotel zurück. „Wir müssen jetzt etwas noch Abstand haben und die Chance haben, die Köpfe zusammenzustecken. Die Zeit brauchen wir – zumindest heute Abend“, erklärt Martina Voss-Tecklenburg am Ende des Interviews.