Das neue Jahr beginnt im Ersten mit einem Spielfilm, der für die Oscars nominiert war: Am 2. Januar 2023 läuft „Werk ohne Autor“ von Florian Henckel von Donnersmarck. Darin steht ein junger Maler im Fokus, dessen Biografie vor dem Hintergrund deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts erzählt wird.
  • Wann läuft der Film im TV?
  • Worum geht es?
  • Welche Schauspieler sind im Cast?
Alle Infos rund um Mediathek, Handlung und Darsteller findet ihr hier in diesem Artikel.

„Werk ohne Autor“: Sendetermine und Sendezeit

Die Weltpremiere des 188-minütigen Films fand im Rahmen der 75. Internationalen Filmfestspiele in Venedig statt. In die deutschen Kinos kam er im Oktober 2018 und die Erstausstrahlung im deutschen Fernsehen war am 28. Dezember 2020 im Ersten. Rund zwei Jahre danach ist „Werk ohne Autor“ nun wieder im Ersten zu sehen.
Die aktuellen Sendetermine und Sendezeiten findet ihr hier:
  • Montag, 02.01.2023, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 03.01.2023, um 01:20 Uhr im Ersten

Gibt es „Werk ohne Autor“ in der ARD-Mediathek?

Wer die Ausstrahlung und die Wiederholung verpasst hat, hat nicht lange Zeit, denn der Film ist nur für kurze Zeit in der ARD-Mediathek verfügbar. Ab dem 31.12.2022 bis zum 09.01.2023 ist der Film online als Stream kostenlos zugänglich.

„Werk ohne Autor“: Handlung am 02.01.2023

Wir befinden uns in der DDR der 50er-Jahre. Der talentierte Maler Kurt Barnert lernt an der Dresdner Kunstakademie die Modestudentin Ellie kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Schon bald zieht Kurt als Untermieter in die Villa von Ellies Familie. Diese verbirgt einige Geheimnisse. Aufgrund seiner NS-Verbrechen lebt Ellies Vater Professor Seeband unter falschem Namen in Deutschland. Er war verantwortlich für den Tod von Kurts Tante, welche im Dritten Reich Opfer der Euthanasie wurde. In den 60er-Jahren flüchtet Kurt mit Ellie in die BRD. Unbewusst beginnt Kurt seine Biografie in Bildern zu verwirklichen. Ohne es zu wissen, schafft er ein Gemälde, welches eine noch nicht entdeckte Verbindung zwischen Täter und Opfer herstellt.
Kurt (Tom Schilling) verliebt sich in die Modestudentin Ellie (Paula Beer). Ihr Vater (Sebastian Koch) trägt ein großes Geheimnis in sich, welches es zu lüften gilt.
Kurt (Tom Schilling) verliebt sich in die Modestudentin Ellie (Paula Beer). Ihr Vater (Sebastian Koch) trägt ein großes Geheimnis in sich, welches es zu lüften gilt.
© Foto: ARD Degeto/Wiedemann & Berg/Nadja Klier

Die Vorlage zu „Werk ohne Autor“

Der deutsche Spielfilm ist an die Biografie von Gerhard Richter angelehnt. Seine Tante ist tatsächlich 1938 wegen vermeintlicher Schizophrenie zwangssterilisiert und anschließend ermordet worden. Als Vorlage diente das Buch „Ein Maler aus Deutschland. Gerhard Richter. Das Drama einer Familie“. Gerhard Richter selbst ist nicht positiv überzeugt von dem Film. Er findet, der Regisseur habe seine Lebensgeschichte „missbraucht und grob verzerrt“.

Die Besetzung von „Werk ohne Autor“ im Überblick

Mit Tom Schilling in der Hauptrolle können sich viele Zuschauer auf ein bekanntes Gesicht freuen. Wer ebenfalls im Cast ist, erfahrt ihr hier:
Rolle – Schauspieler
  • Kurt Barnert – Tom Schilling
  • Carl Seeband – Sebastian Koch
  • Ellie Seeband – Paula Beer
  • Elisabeth May – Saskia Rosendahl
  • Antonius van Verten – Oliver Masucci
  • Kurt Barnert (sechs Jahre) – Cai Cohrs
  • Martha Seeband – Ina Weisse
  • Major Murawjow – Evgeny Sidikhin
  • Dolmetscher Murawjow – Mark Zak
  • Frau Hellthaler – Ulrike C. Tscharre
  • Dr. Michaelis – Bastian Trost
  • Horst Grimma – Hans-Uwe Bauer
  • Günther Preusser – Hanno Koffler
  • Adrian Schimmel/Finck – David Schütter
  • Max Seifert – Franz Pätzold
  • Werner Blaschke – Hinnerk Schönemann
  • Waltraut Barnert – Jeanette Hain
  • Johann Barnert – Jörg Schüttauf
  • Malvine – Johanna Gastdorf
  • Günther May – Florian Bartholomäi
  • Ehrenfried May – Jonas Dassler
  • Otto – Ben Becker
  • Kerstens – Lars Eidinger

Wann und wo wurde „Werk ohne Autor“ gedreht?

Über die Dreharbeiten zu „Werk ohne Autor“ weiß man, dass es einige Beschwerden wegen zu langer Arbeitszeiten gab. Dies hat den Hintergrund, dass der Dreh aufgrund zweier Krankheitsfälle verzögert wurde. Der Film wurde von Juni 2016 bis Januar 2017 in Berlin, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Polen, Tschechien und Italien gedreht.

Wie ist die Kritik zu „Werk ohne Autor“?

Die Kritiken zu „Werk ohne Autor“ fallen sehr ambivalent aus. Martin Schwickert äußerte sich in der „Rheinischen Post“ negativ: „Doch obwohl es von den künstlerischen Selbstheilungskräften der Seele erzählen will, zeugt das selbstgefällige Filmkunstwerk von einer gewissen Seelenlosigkeit und droht, stets am eigenen, perfektionistischen Kalkül zu ersticken“. Eine positive Stimme bildet Antje Harries vom Format „kinokino“: „Mit drei Stunden ein epischer Film, der aber keine Minute langweilt. Ein Panorama deutscher Geschichte in Kunst gebannt“.