Vuelta a España 2023
: Start, Strecke, Zeitplan und Favoriten bei der Spanien-Rundfahrt

Vom 26. August bis 19. September findet die Vuelta a España statt. Alle Infos rund um Zeitplan, Streckenführung und den Favoriten bei der 78. Spanien-Rundfahrt im Überblick.
Von
Henri Wolfarth
Berlin
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Kann der frisch gebackene Weltmeister Remco Evenepoel seinen Titel bei der Vuelta a España 2023 verteidigen? Alle Infos zur diesjährigen Spanien-Rundfahrt.

Gian Ehrenzeller/dpa

Die Vuelta a España, auch bekannt als Spanien-Rundfahrt, zählt zu den drei bedeutenden „Grand Tours“ im Radsport und ist nach der Tour de France und dem Giro d’Italia das bedeutendste Etappenrennen weltweit.

Auch in diesem Jahr erwartet die Fahrer wieder eine für die Vuelta charakteristische bergige Streckenführung, bei dem die Kletterspezialisten gefragt sein und sich über drei harte Wochen miteinander messen werden. Alle Radsport-Fans dürfen sich auf ein dreiwöchiges Spektakel auf zwei Rädern freuen, denn zahlreiche Topstars des Radsports haben sich für die Spanien-Rundfahrt angekündigt. Der diesjährige Tour de France-Sieger Jonas Vingegaard ist ebenso wie Weltmeister Remco Evenepoel aus Belgien, der die Vuelta 2022 gewann, am Start. Auch andere Top-Fahrer wie Primoz Roglic, Juan Ayuso oder Geraint Thomas mischen um den Gesamtsieg mit.

Alle Infos zur Vuelta a España 2023 im Überblick.

Vuelta a España 2023 – Start, Termine und Zeitplan der Etappen

Die Vuelta a España 2023 startet am 26. August 2023 in Barcelona mit einem Mannschaftszeitfahren. Die Rundfahrt endet nach 21 Etappen am 17. September 2023 in der spanischen Hauptstadt Madrid.

Die Termine und der Zeitplan der Vuelta a España 2023 im Überblick.

Vuelta a España 2023 – Strecken und Route im Überblick

Die Vuelta a España 2023 beinhaltet insgesamt 21 Etappen, darunter 5 Flachetappen, 7 hügelige Etappen, 7 Bergetappen, 1 Einzelzeitfahren und 1 Teamzeitfahren.

Ein für die Vuelta typischer Streckenverlauf prägt die diesjährige Ausgabe mit zahlreichen Bergabschnitten und wenigen Etappen für die Sprinter. Der Start wird mit einem Teamzeitfahren in Barcelona eingeläutet, während bereits am dritten Tag die erste Bergankunft auf die Fahrer wartet. In der ersten Woche stehen noch zwei weitere anspruchsvolle Bergetappen an, doch auch die Gelegenheiten für Puncheure und Sprinter bleiben nicht ungenutzt.

Die zweite Woche beginnt mit einem 25 Kilometer langen Einzelzeitfahren, gefolgt von einer flachen Etappe mit einem bergigen Finale. Dieser zweite Abschnitt der Vuelta stellt eine große Herausforderung für das Fahrerfeld dar. Nach der Königsetappe am 13. Renntag, die zum Tourmalet führt, folgt eine ebenso anspruchsvolle Etappe nach Larra-Belagua mit zwei Bergen höchster Schwierigkeitsstufe und einer Bergankunft. Auch das wellige Teilstück vor dem zweiten Ruhetag sollte keinesfalls unterschätzt werden.

Die dritte Woche startet mit einer Etappe, die flach beginnt und mit einer Bergankunft endet. Am 17. Renntag steht die legendäre Altu de L’Angliru auf dem Programm. Die Etappe am darauffolgenden Tag nach La Cruz de Linares ist ebenfalls äußerst anspruchsvoll. Etappe 19 verläuft flach, während das vorletzte Teilstück wellig ist, mit vielen Höhenmetern und nur wenigen flachen Abschnitten. Die Rundfahrt endet in Madrid, wo erneut ein Sprint erwartet werden kann.

Vuelta a España 2023: Preisgeldverteilung

Wie viel Preisgeld bei der Vuelta a España 2023 genau ausgeschüttet wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Die Preisgelder aus dem letzten Jahr bieten aber einen guten Richtwert. 2022 wurden bei der Spanien-Rundfahrt insgesamt 1.112.640 Euro (ca. 940.000 £) an Preisgeldern aus von den Organisatoren ausgeschüttet. Das ist etwas weniger als die Hälfte des Preisgeldes der Tour de France 2023. Wie bei der Grand Tour in Frankreich wird der größte Teil für die Gesamtwertung ausgeschüttet: Das Rote Trikot bringt seinem Träger 150.000 Euro, fast 60.000 Euro für den Zweiten und 30.000 Euro für den Dritten. Bei der Vuelta a España 2023 ist mit einem ähnlichen bzw. möglicherweise leicht höherem Preisgeld als im Vorjahr zu rechnen.

Vuelta a España 2023 – Teams und Fahrer

Insgesamt werden wie bei der Frankreich-Rundfahrt 176 Radsportler in 22 Teams bei der Vuelta a España 2023 an den Start gehen. Neben den 18 UCI World Teams nehmen auch vier UCI Pro Teams teil. Alle Teams im Überblick.

AG2R Citroën Team

Alpecin–Deceuninck

Arkéa–Samsic

Astana Qazaqstan Team

Bora–Hansgrohe

Cofidis

EF Education–EasyPost

Groupama–FDJ

Ineos Grenadiers

Intermarché–Circus–Wanty

Lidl–Trek

Movistar Team

Soudal–Quick-Step

Team Bahrain Victorious

Team DSM–Firmenich

Team Jayco–AlUla

Team Jumbo–Visma

UAE Team Emirates

Burgos BH

Caja Rural–Seguros RGA

Lotto–Dstny

Team TotalEnergies

Kurz nach seinem Sieg bei der Tour de France gab Jonas Vingegaard bekannt, auch bei der diesjährigen Spanien-Rundfahrt zu starten. Er zählt zu den absoluten Top-Favoriten.

Daniel Cole/dpa

Vuelta a España 2023 – Die Favoriten

  • Remco Evenepoel (Soudal Quick-Step) ist Titelverteidiger bei der Vuelta. Der 23-jährige ist frisch gebackener Weltmeister im Einzelzeitfahren, Kletterspezialist und einer der drei absoluten Topfavoriten bei dieser Spanien-Rundfahrt.
  • Jonas Vingegaard (Jumbo-Visma) gewann im Juli die Tour de France und ist aktuell der beste Rundfahrer der Welt. Sollte er noch immer in der gleichen Form sein, wie bei der Frankreich-Rundfahrt, wird er nicht zu schlagen sein.
  • Primoz Roglic (Jumbo-Visma) ist Teamkollege von Vingegaard und bildet zusammen mit ihm eine Doppelspitze. Gemeinsam möchten sie Evenepoel so knacken. Roglic trainierte explizit für diese Rundfahrt und wird in einer exzellenten Form sein.
  • Richard Carapaz (EF Educ. EasyPost), der Giro-Sieger von 2019 ist klarer Kapitän seines starken Teams. Der Ecuadorianer zeigte seine Stärke in den Bergen bislang vor allem beim Giro und der Vuelta. Auch ihm ist eine Podiums-Platzierung durchaus zuzutrauen.
  • Enric Mas (Movistar) wurde bereits zweimal fünfter und einmal sechster bei der Tour de France. Er geht als klarer Kapitän seines Teams ins Rennen. Er ist ein sehr guter Bergfahrer und gilt ebenfalls klar als Favorit auf das Podium.
  • Juan Ayuso (UAE) ist einer der beiden Kapitäne des Teams UAE, da sein Teamkollege Tadej Pogacar bei der Vuelta nicht dabei ist. Er ist ein sehr vielversprechendes, junges Talent. Der Spanier könnte für eine Überraschung auf „heimischem“ Terrain sorgen.
  • Geraint Thomas (Ineos-Grenadiers) ist ein absoluter Bergspezialist und der erfahrenste Klassement-Fahrer in seinem Team. Mit dem ehemaligen Tour de France-Sieger ist immer zu rechnen.

Zum erweiterten Favoritenkreis können außerdem Fahrer wie Aleksandr Vlasov, João Almeida, Thymen Arensman, Damiano Caruso, Jay Vine, Sergio Higuita, Giulio Ciccone und Eddie Dunbar gezählt werden.