Video-Beweis in der Bundesliga
: Werden bald Gespräche zwischen Schiedsrichter und VAR veröffentlicht?

Um die Transparenz beim Einsatz des Videobeweises zu erhöhen, könnte es in der aktuellen Fußball-Bundesliga-Saison zu einer spannenden neuen Entwicklung kommen.
Von
Florian Huth
Frankfurt am Main
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Wie es zu einer Entscheidungsfindung zwischen dem VAR und dem Schiedsrichter kam, erfährt der Zuschauer nicht. Das könnte sich bald ändern.

Swen Pförtner/dpa

Werden in der Fußball-Bundesliga bald die Gespräche zwischen den Schiedsrichtern und dem VAR veröffentlicht? Mit Blick auf eine erhöhte Transparenz beim Einsatz des Videobeweises könnte es in der aktuellen Saison zu dieser neuen Entwicklung kommen.

Neues DFB-Konzept für den VAR in der Fußball-Bundesliga

Die Schiedsrichter-Abteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) arbeitet an einem Konzept, bei dem die Gespräche zwischen Schiedsrichtern und Video-Assistenten bezüglich strittiger Entscheidungen nach den Spieltagen veröffentlicht und erläutert werden. Diese geplanten Maßnahmen wurden vom DFB gegenüber dem SID bestätigt.

Der Video-Beweis im Einsatz beim Spiel zwischen Paris Saint-Germain gegen Borussia Dortmund in der Champions League.

Federico Gambarini/dpa

Eine Live-Übertragung der VAR-Gespräche ist nicht geplant

Die genaue Ausgestaltung dieses Konzepts steht noch nicht fest. Vergleichbare Formate existieren bereits in England und Italien. Eine Live-Übertragung der Gespräche, wie sie im Rugby oder Hockey üblich ist, ist nicht vorgesehen, da hierfür die Zustimmung der Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) erforderlich wäre.

Erläuterungen der Schiedsrichter über die Stadionmikrofone?

Eine andere Vorgehensweise betrifft die Erklärungen der Schiedsrichter über die Stadionlautsprecher, wie sie zuletzt bei der Frauen-Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland praktiziert wurden. Falls der Weltverband FIFA diese Praxis für seine Mitgliedsverbände genehmigt, wäre der DFB im Grundsatz bereit, diese umzusetzen. Hierbei sollten jedoch die entsprechenden Spielszenen gleichzeitig auf den Videoleinwänden in den Stadien gezeigt werden.