Am 12. Dezember 2022 läuft der deutsch-britische Film „Trautmann“ im Ersten. Das Sportdrama spielt im Jahr 1948 und zeigt das Leben von Offizier Bernhard Trautmann als erfolgreicher Torwart im Fußball. Das Zusammenspiel zwischen sportlicher Gegenwart und soldatischer Vergangenheit verspricht einen spannenden Abend.
  • Gibt es den Film in der ARD-Mediathek?
  • Worum geht es?
  • Welche Schauspieler sind im Cast?
Alle Infos rund um Sendetermine, Besetzung, Handlung und Co. erfahrt ihr in diesem Artikel.

„Trautmann“ im Ersten: Sendetermin und Sendezeit

Nach der Premiere auf dem „Zurich Film Festival“ 2018 lief der Film „Trautmann“ vor drei Jahren in den deutschen Kinos. Die Free-TV-Premiere erfolgte 2021 im Ersten. Jetzt wird der zweistündige Film dort wiederholt.
Die aktuellen Sendetermine und Sendezeiten seht ihr hier im Überblick:
  • Montag, 12.12.2022, um 20:15 Uhr im Ersten
  • Dienstag, 13.12.2022, um 01:55 Uhr im Ersten

Gibt es „Trautmann“ in der ARD-Mediathek?

Wer die Sendung am 12. Dezember verpasst hat oder noch nicht genug von Sport und Drama hat, muss nicht traurig sein. Bereits ab dem 10. Dezember 2022 ist der Film in der ARD-Mediathek abrufbar. Dort steht er den Zuschauern bis eine Woche nach der Ausstrahlung online zur Verfügung.

Darum geht es im Film „Trautmann“

Wir befinden uns im England drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Bert Trautmann ist deutscher Kriegsgefangener im Lager Lancashire. Im Gefängnis hat er ein Talent für Fußball entwickelt. Der Fußball-Trainer Jack Friar erkennt Trautmanns Talent als Torwart bei einem Spiel unter den Gefangenen. Sein Verein steht kurz vor dem Abstieg, doch Friar glaubt, dass Bert St. Helens retten kann. Bert willigt ein, doch bei der Mannschaft kommt er nicht gut an. Aufgrund seiner Art und seiner Sportlichkeit wird ihm aber trotzdem Respekt entgegengebracht. Es dauert nicht lange, bis der Erstligist Manchester City auf den Keeper aufmerksam wird. Das Problem – die deutschen Kriegsgefangenen werden nach Hause entlassen. Bert muss sich nun entscheiden, denn nicht nur der Fußball, sondern auch seine große Liebe befinden sich auf der Insel. Trautmann steht jedoch unter dem Druck der Medien und muss gegen Fanproteste kämpfen, um eine faire Chance zu bekommen ein erfülltes Leben zu führen.
Die Biografie von Bert Trautmann wurde mit David Kross in der Hauptrolle wurde verfilmt. Der deutsche Kriegsgefangene muss sich entscheiden: Wieder nach Deutschland oder bei seiner Liebe bleiben?
Die Biografie von Bert Trautmann wurde mit David Kross in der Hauptrolle wurde verfilmt. Der deutsche Kriegsgefangene muss sich entscheiden: Wieder nach Deutschland oder bei seiner Liebe bleiben?
© Foto: ARD Degeto/Lieblingsfilm/Zephyr Films/British Film/Adrian Monaghan

Die Besetzung von „Trautmann“ im Überblick

David Kross spielt die Rolle des berühmten Fußballers Bert Trautmann. Wer ebenfalls im Cast des Film ist, sehr ihr hier auf einen Blick:
Rolle – Schauspieler
  • Bert Trautmann – David Kross
  • Margaret Friar – Freya Mavor
  • Jack Friar – John Henshaw
  • Sergeant Smythe – Harry Melling
  • Bill Twist – Michael Socha
  • Fred Tilson – Julian Sands
  • Roberts – Dave Johns
  • Großmutter Sarah – Barbara Young
  • Betsy – Chloe Harris
  • Alf Myers – Mikey Collins
  • Jock Thompson – Gary Lewis
  • Clarice Friar – Dervla Kirwan
  • Clive Thornton – Angus Barnett
  • Barbara Friar – Olivia-Rose Minnis
  • Rabbi Altmann – Butz Ulrich Buse
  • Richard Holthaus – David Schütter
  • Deutscher Soldat – Shenja Lacher

„Trautmann“: Das ist der Titelheld Bert Trautmann

Der Film basiert auf der Biografie von Bert Trautmann. Angefangen als verhasster Feind wurde er zu einem erfolgreichen Fußballidol. 1956 erlitt er einen Genickbruch, während des FA-Cup-Endspiels, spielte jedoch weiter. Erst nach der Siegerehrung durch Queen Elizabeth fiel er zu Boden. Der ambivalente Held starb 2013 im Alter von 89 Jahren.

Wann und wo wurde der Film „Trautmann“ gedreht?

Vom 6. Juni 2017 bis zum 11. August 2017 wurde „Trautmann“ in München, Belfast und Nordirland gedreht. Das Rosenaustadion und das Karl-Mögele-Stadion sind Schauplätze einiger Szenen. Das Manchester der 50er-Jahre wurde vor allem in einem Hinterhof im Glockenbachviertel in München gedreht. Dabei spielten Amateur-Fußballer aus München und Augsburg mit.

Wie ist die Kritik zu „Trautmann“?

Der Spielfilm kam 2019 in die deutschen Kinos. Doch wie kam er bei den Kritikern an? Gaby Sikorski von „programmkino.de“ schrieb: „Marcus H. Rosenmüller […] hat die an sich schon spannende Lebensgeschichte des Ausnahmesportlers zu einem bewegenden Melodram entwickelt, das – spannend und unterhaltsam und mit einem glänzenden David Kross in der Hauptrolle – eindeutig aufs ganz große Publikum zielt“. Kaspar Heinrich von „Spiegel Online“ kritisiert, dass der Film nicht auf historische Korrektheit achtet, da nur die positiven Seiten der Fußballlegende gezeigt werden. Er schrieb: „Zu viel Widersprüchlichkeit will ‚Trautmann‘ seinen Helden nicht aufbürden […] So verkleben sich Heldenporträt und Liebesdrama zur Schmonzette, die der historischen Figur kaum gerecht wird. Dabei hätte gerade in deren gebrochener Biografie der Reiz des Stoffes gelegen, in der Metamorphose vom Rassisten zum Kämpfer für Toleranz und die deutsch-britische Verständigung. Doch Rosenmüller verschenkt die Chance auf eine Parabel über die Wandlungsfähigkeit des Menschen zugunsten eines gefälligen Feel-Good-Movies“.