Tatort Unvergänglich (2): So war der letzte Krimi mit Batic und Leitmayr

Am 6. April 2026 ermittelten die Münchner Kommissare ein letztes Mal im „Tatort: Unvergänglich“ im Ersten.
BR/NEUESUPER GmbH/Hendrik HeidenAn Ostern entführte das Erste seine Zuschauerinnen und Zuschauer zu einem besonderen Krimi nach München: Am 6. April 2026 lief der zweite Teil des Zweiteilers „Tatort: Unvergänglich“. Darin löst das Duo Batic und Leitmayr seinen letzten Fall in der bayerischen Landeshauptstadt.
Hier findet ihr alle Infos zum ersten Teil.
Das ist der letzte München-Krimi mit Batic und Leitmayr
1991 traten zwei junge Burschen ihren Dienst beim „Tatort“ an, die der Krimireihe ihren Stempel aufdrücken sollten: Franz Leitmayr und Ivo Batic, gespielt von Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec. Schon bald zählten die beiden lockenköpfigen Münchner zum unverzichtbaren Stammpersonal des „Tatort“ und sie sind es bis heute geblieben.
Doch alles hat ein Ende, und das gilt auch für die Amtszeit der beiden in Würde ergrauten Kommissare aus der bayerischen Landeshauptstadt: Im zweiteiligen Krimi „Unvergänglich“ haben Batic und Leitmayr ihren letzten Auftritt, das lässige Duo hat dann mit 100 Filmen die bislang meisten Einsätze in der Geschichte der Reihe absolviert.
Darum geht es in „Tatort: Unvergänglich“ (2)
Kalli Hammermann, der es zunächst kaum erwarten kann, die Fälle seiner Vorgesetzten Ivo Batic und Franz Leitmayr zu übernehmen, gerät schnell an seine Grenzen, als sich ungewöhnlich viele Tötungsdelikte aus der Drogenszene auf seinem Schreibtisch stapeln.
Die Ereignisse überschlagen sich und am Ende stehen die Ermittler einem ganzen Netz krimineller Gewalt gegenüber, aus dem es kein Entkommen gibt. Es scheint fast so, als gäbe es für wahre Legenden eben nie einen wirklichen Ruhestand…

Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) übernimmt in München für Batic und Leitmayr.
BR/NEUESUPER GmbH/Hendrik HeidenDas ist die Kritik zum „Tatort: Unvergänglich“
Der Oster-Zweiteiler zum großen Abschied ist definitiv nicht der beste Krimi, den Leitmayr und Batic in 35 Jahren abgeliefert haben, aber auch nicht der schlechteste.
Regisseur Sven Bohse bietet solide Krimikost und einen Spannungsbogen, der sich auch für einen Zweiteiler als tragfähig erweist – der erste Teil kommt zwar etwas schwer in die Gänge, dafür überzeugt Teil 2 mit packender Action wie aus einem Thriller.
Vor allem wird noch einmal gefeiert, was die beiden Kommissare aus München ausgemacht hat und was viele Zuschauer so toll fanden: die außergewöhnliche Freundschaft zwischen zwei Männern, die zwar ständig Gags auf Kosten des anderen machten, die sich jedoch aufrichtig zugewandt waren – eine langjährige „Tatort“-Ehe, in der es schon mal Streit gab, in der man sich aber auch immer wieder zusammenraufte. Wachtveitl und Nemec hinterlassen für ihre Nachfolger Ferdinand Hofer und Carlo Ljubek riesige Fußstapfen.
Das bringt dem letzten Krimi des Münchner Kult-Duos insgesamt drei von vier Pistolen ein: Kann man nichts falsch machen.
Wachtveitl und Nemec verabschieden sich vom „Tatort“
Angefangen hatte alles Ende der achtziger Jahre, als der Bayerische Rundfunk zwei neue „Tatort“-Kommissare suchte: Jung und unangepasst sollten sie sein und in einem München ermitteln, von dem auch die hässlichen Ecken zu sehen sind. In Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec wurde man fündig – zwei lässige Typen mit wilder Frisur, die in den ersten Folgen noch mit einem roten Porsche 911 unterwegs waren, der auch in ihrem letzten Fall noch einmal auftaucht, genauso wie ihr langjähriger Assistent Carlo Menzinger, gespielt von Michael Fitz.
Die Dreharbeiten zu ihrem ersten „Tatort“ begannen im November 1989 kurz nach dem Mauerfall, an Neujahr 1991 wurde er ausgestrahlt. Von Anfang an frotzelten die beiden bei jeder Gelegenheit aneinander herum, gingen ihre Fälle aber mit dem nötigen Ernst und Empathie für die Opfer an.
Batic und Leitmayr waren stets „professionell, aber mit der Münchner Lockerheit“, sagt Meisterregisseur Dominik Graf, der Mitte der neunziger Jahre seinen ersten „Tatort“ mit den beiden inszenierte – den legendären und preisgekrönten Fall „Frau Bu lacht“ über Kindesmissbrauch, der als einer der besten Krimis in der Geschichte der Krimireihe gilt.
Es war einer von vielen guten Filmen mit den charismatischen Kommissaren aus München, Flops waren die Ausnahme. Doch jetzt ist Schluss, was weder der 71-jährige Miroslav Nemec noch sein vier Jahre jüngerer Kollege bedauern. „Es fühlt sich richtig an“, sagt Udo Wachtveitl.
Das ist die Besetzung im „Tatort: Unvergänglich“ Teil 2
Neben den bekannten Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast von Teil 2 ist, seht ihr in der Besetzungsliste:
- Miroslav Nemec als Ivo Batic
- Udo Wachtveitl als Franz Leitmayr
- Ferdinand Hofer als Kalli Hammermann
- Lara Feith als Kara Roth
- Daniel Noël Fleischmann als Mike Werner
- Stefan Betz als Ritschy Semmler
- Erik Markus Schuetz als Killer
- Amélie Leclère als Dealerin Julia
- Niklas Mitteregger als Steve
- Maximilian Schafroth als Dok Fälscher Stutzki
- Max Schmidt als Mechaniker Detlef
- Gerhard Wittmann als Constantin Zieringer
- Sylvana Krappatsch als Dagmar Neuhauser
- Timocin Ziegler als Harry Korte
- Jochen Strodthoff als Manager Ralf
„Tatort“: Sendetermine und Mediathek
Der Krimi läuft zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:
- Teil 1: Sonntag, 5. April 2026, um 20:15 Uhr
- Teil 1: Montag, 6. April 2026, um 03:00 Uhr
- Teil 2: Montag, 6. April 2026, um 20:15 Uhr
- Teil 2: Dienstag, 7. April 2026, um 02:30 Uhr
In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Für gewöhnlich stehen die Krimis dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.