Tatort Unvergänglich
: So war Teil 1 des München-Krimis

Am Sonntag, 5. April 2026, lief der erste Teil des Krimis „Tatort: Unvergänglich“ aus München im Ersten. Ob sich das Einschalten lohnte, worum es geht und wer mitspielt, erfahrt ihr hier.
Von
Daniela Westermayer,
Martin Weber
München
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Am 5. April 2026 ermitteln die Münchner Kommissare im „Tatort: Unvergänglich“ im Ersten.

Am 5. April 2026 ermitteln die Münchner Kommissare im „Tatort: Unvergänglich“ im Ersten.

BR/NEUESUPER GmbH/Hendrik Heiden

Der Sonntagskrimi im Ersten entführt die Zuschauerinnen und Zuschauer an Ostern zu einem besonderen Fall nach München: Am 5. April 2026 lief der erste Teil des Zweiteilers „Tatort: Unvergänglich“ im Ersten. Darin ermittelt das Duo Batic und Leitmayr ein letztes Mal in der bayerischen Landeshauptstadt.

Lohnt sich das Einschalten? Worum geht es genau und wer spielt mit? Hier findet ihr alle Infos zum neuen Krimi.

Das ist der letzte „Tatort“ mit Batic und Leitmayr

Deutschland war noch nicht lange wiedervereinigt, Helmut Kohl war Bundeskanzler und bezahlt wurde mit der guten alten D-Mark. Wenn man jemanden besuchte, durfte man die Schuhe in der Wohnung anbehalten und Begrüßungsküsschen gab es nur für Ehepartner, Verlobte und enge Verwandte.

1991 war eine andere Zeit in einem anderen Land. Damals traten zwei junge Burschen ihren Dienst beim „Tatort“ an, die der Krimireihe ihren Stempel aufdrücken sollten: Franz Leitmayr und Ivo Batic, gespielt von Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec. Schon bald zählten die beiden lockenköpfigen Münchner zum unverzichtbaren Stammpersonal des „Tatort“ und sie sind es bis heute geblieben.

Doch alles hat ein Ende, und das gilt auch für die Amtszeit der beiden in Würde ergrauten Kommissare aus der bayerischen Landeshauptstadt: Im zweiteiligen Krimi „Unvergänglich“ haben Batic und Leitmayr ihren letzten Auftritt, das lässige Duo hat dann mit 100 Filmen die bislang meisten Einsätze in der Geschichte der Reihe absolviert.

Darum geht es in „Tatort: Unvergänglich“ (1)

In einem unterirdischen Betriebsraum der Münchner Versorgungsbetriebe, zu dem nur wenige Menschen Zugang haben, wird die völlig verkohlte Leiche einer Frau gefunden, die schon vor Monaten erschossen und danach verbrannt worden ist.

Vier Tage vor ihrer Pensionierung machen sich Batic und Leitmayr auf die Suche nach dem Täter. Wie sollen sie innerhalb so kurzer Zeit einen Fall aufklären, bei dem sie zunächst nicht einmal das Opfer identifizieren können? Müssen sich die beiden nach einer Ära erfolgreicher Ermittlungsarbeit mit einem ungelösten Fall aus dem Dienst verabschieden?

Die Kommissare sehen sich mit einer kniffligen Faktenlage konfrontiert, als überraschend Fallanalytikerin Christine Lerch im Kommissariat auftaucht und ihnen bei der Einschätzung des Täters hilft. Um schneller voranzukommen, überschreiten Batic und Leitmayr schließlich sogar ihre dienstlichen Grenzen und stoßen auf den jungen Mike Werner, der sich illegal Zugang zur Bleibe des Mordopfers und auch zu vielen anderen Wohnungen in München verschafft hat.

Schon bald haben es die beiden Kommissare mit dem organisierten Drogenhandel zu tun und geraten ins Fadenkreuz eines brutalen Killers.

Was hat Mike Werner (Daniel Noel Fleischmann) mit dem Mordfall zu tun?

Was hat Mike Werner (Daniel Noel Fleischmann) mit dem Mordfall zu tun?

BR/NEUESUPER GmbH/Hendrik Heiden

Das ist die Kritik zum „Tatort: Unvergänglich“

Der Oster-Zweiteiler zum großen Abschied ist definitiv nicht der beste Krimi, den Leitmayr und Batic in 35 Jahren abgeliefert haben, aber auch nicht der schlechteste.

Regisseur Sven Bohse bietet solide Krimikost und einen Spannungsbogen, der sich auch für einen Zweiteiler als tragfähig erweist – der erste Teil kommt zwar etwas schwer in die Gänge, dafür überzeugt Teil 2 mit packender Action wie aus einem Thriller.

Vor allem wird noch einmal gefeiert, was die beiden Kommissare aus München ausgemacht hat und was viele Zuschauer so toll fanden: die außergewöhnliche Freundschaft zwischen zwei Männern, die zwar ständig Gags auf Kosten des anderen machten, die sich jedoch aufrichtig zugewandt waren – eine langjährige „Tatort“-Ehe, in der es schon mal Streit gab, in der man sich aber auch immer wieder zusammenraufte. Wachtveitl und Nemec hinterlassen für ihre Nachfolger Ferdinand Hofer und Carlo Ljubek riesige Fußstapfen.

Das bringt dem letzten Krimi des Münchner Kult-Duos insgesamt drei von vier Pistolen ein: Kann man nichts falsch machen.

Das ist die Besetzung im „Tatort: Unvergänglich“ Teil 1

Neben den bekannten Hauptdarstellenden sind in diesem Krimi auch wieder einige Episodenrollen zu sehen. Wer im Cast von Teil 1 ist, seht ihr in der Besetzungsliste:

  • Miroslav Nemec als Ivo Batic
  • Udo Wachtveitl als Franz Leitmayr
  • Ferdinand Hofer als Kalli Hammermann
  • Lara Feith als Kara Roth
  • Daniel Noël Fleischmann als Mike Werner
  • Lisa Wagner als Christine Lerch
  • Johanna Bittenbinder als Frau Breitlinger
  • Stefan Betz als Ritschy Semmler
  • Eva Karl Faltermeier als Dr. Roswitha Schwarz-Fischer
  • Levent Özdil als Spusi-Chef
  • Erik Markus Schuetz als Killer
  • Amélie Leclère als Dealerin Julia
  • Niklas Mitteregger als Steve
  • Max Mayer als Bernd Pfannenmüller
  • Barbara Horvath als Ana Horvat

„Tatort“: Sendetermine und Mediathek

Der Krimi läuft zum ersten Mal im Free-TV. Alle aktuellen Sendetermine findet ihr hier:

  • Teil 1: Sonntag, 5. April 2026, um 20:15 Uhr
  • Teil 1: Montag, 6. April 2026, um 03:00 Uhr
  • Teil 2: Montag, 6. April 2026, um 20:15 Uhr
  • Teil 2: Dienstag, 7. April 2026, um 02:30 Uhr

In der ARD-Mediathek könnt ihr den „Tatort“ im Livestream verfolgen. Für gewöhnlich stehen die Krimis dort nach der Ausstrahlung auch noch bis zu sechs Monate als Wiederholung zur Verfügung.