Tatort – Der Mann, der in den Dschungel fiel: Das habt ihr in Münster verpasst

Am 10.12.2023 lief der „Tatort: Der Mann, der in den Dschungel fiel“ aus Münster im Ersten.
WDR/Frank DicksIm Sonntagskrimi am 10.12.2023 ging es für die ARD-Zuschauer mal wieder nach Münster. Für den von Axel Prahl gespielten Kommissar Thiel hieß es im „Tatort: Der Mann, der in den Dschungel fiel“ ausnahmsweise nicht, einen Mord aufzuklären, sondern einen zu verhindern – dabei wurde ihm und Jan Josef Liefers als Kollege Boerne ziemlich die Show gestohlen...
Lohnte sich das Einschalten? Worum ging es genau und welche Darsteller waren im Cast? Das verraten wir euch hier.
Das ist der neue Fall aus Münster
Schock für alle Fans des erfolgreichen Münsteraner „Tatort“-Duos Thiel und Boerne: Der Kommissar wird zu Beginn des neuen Falls in einer Tiefgarage erschossen. Oder doch nicht?
Mit dem Tatsachenbericht „Der Mann, der in den Dschungel fiel“ über einen Flugzeugabsturz in Südamerika und die Folgen hat es Stan Gold, der eigentlich Horst Koslowski heißt, zu einigem Ansehen gebracht. Deshalb bekommt er von Gerichtsmediziner Boerne einen Literaturpreis überreicht und darf ein Jahr lang in einer von der Stadt Münster gestellten Wohnung an seinem neuen Roman basteln. Dumm nur, dass es ein unheimlicher Killer auf Gold alias Koslowski abgesehen hat.
Darum geht es in „Der Mann, der in den Dschungel fiel“
Die Kapuzenfigur schleicht wie einst das Phantom der Oper durch das Labyrinth hinter der Bühne des Theaters, in dem der Preis verliehen wird – und ist wohl auch dafür verantwortlich, dass Stan Gold in der Garderobe nach einer Injektion mit Bienengift einen allergischen Schock erleidet, der ihn fast das Leben kostet. Zum Glück ist Professor Boerne zur Stelle, rettet dem Schriftsteller mit einem kühnen Luftröhrenschnitt das Leben und macht sich mit Thiel auf die Suche nach dem Attentäter.
Abgelenkt wird er dabei jedoch von der attraktiven Literaturagentin Sabina Kupfer, die aus ihrem Lebensgefährten Stan Gold einen Star gemacht hat und die auch dem Rechtsmediziner ein verlockendes Buchprojekt vorschlägt: Er soll seine spektakulärsten Fälle und Abenteuer aufschreiben, gewissermaßen ein Münster-„Tatort“ in Buchform – nur einer von mehreren Gags, in denen die Erfolgsrezepte und Mechanismen von Krimis in Film, Fernsehen und Literatur auf die Schippe genommen werden.
Zu diesem Zweck bezieht Boerne eine Dichterklause, wo er aber schon bald unerwünschte Gesellschaft bekommt: Auch Stan Gold und Frank Thiel quartieren sich in dem Ferienhaus ein, nachdem auf die beiden in der Stadtschreiberwohnung geschossen wurde. Der Schriftsteller behauptet, ein finsterer Killer aus Paraguay sei ihm auf den Fersen, doch je mehr Storys er über seine Zeit in Südamerika zum Besten gibt, desto weniger glauben ihm Boerne und Thiel...

Stan Gold (Detlev Buck) ist ein gefeierter Bestseller-Autor und Münsters neuer Stadtschreiber. Doch sein abenteuerliches Leben hält auch immer wieder neue Herausforderungen bereit.
WDR/Frank Dicks„Tatort“ Kritik: Wie ist „Der Mann, der in den Dschungel fiel“?
Die gelungene Krimikomödie „Tatort: Der Mann, der in den Dschungel fiel“ balanciert gekonnt auf der Grenze zwischen Sein und Schein, die sie vor allem an einer schillernden Figur festmacht, die Thiel und Boerne gnadenlos die Schau stiehlt: Stan Gold ist ein Schriftsteller, der einen Bestseller geschrieben hat und dafür von Karl-Friedrich Boerne höchstpersönlich zum neuen Stadtschreiber von Münster ernannt wird.
Detlev Buck spielt den charismatischen und mit einer ausufernden Fantasie ausgestatteten Stan Gold mit einer lässigen Grandezza, die seinen früheren Schulfreund Frank Thiel zunehmend irritiert. Aber auch der sonst so selbstbewusste Boerne verstummt in manchen Szenen angesichts der ungebremsten Fabulierlust von Stadtschreiber Gold – das muss dem charismatischen Aufschneider erst mal einer nachmachen. Regisseur Till Franzen ist ein guter Münster-„Tatort“ geglückt, der über weite Strecken amüsant und dabei auch noch spannend ist.
Das bringt dem neuen Krimi aus Münster drei von vier Pistolen ein: Kann man nichts falsch machen!
Das ist die „Tatort“-Besetzung am 10.12.2023
Neben den Hauptfiguren sind wie immer auch verschiedene Episodenrollen zu sehen. Wer die Darsteller im neuen Krimi sind, erfahrt ihr hier:
Rolle – Schauspieler
- Frank Thiel – Axel Prahl
- Prof. Karl-Friedrich Boerne – Jan Josef Liefers
- Silke Haller „Alberich“ – ChristTine Urspruch
- Staatsanwältin Klemm – Mechthild Großmann
- Mirko Schrader – Björn Meyer
- Herbert Thiel – Claus D. Clausnitzer
- Stan Gold – Detlev Buck
- Sabina Kupfer – Eva Verena Müller
- Lisa – Henriette Heine
- Gisela – Nicole Johannhanwahr
- Jürgen – Thomas Fehlen
- Oberbürgermeisterin – Nicole Gründel
- Bernhard Henckel – Ralf Drexler
„Tatort“: Sendetermine und Mediathek
Alle Sendetermine des neuen „Tatort“ aus Münster auf einen Blick:
- Sonntag, 10.12.2023, um 20:15 Uhr im Ersten
- Sonntag, 10.12.2023, um 21:45 Uhr auf ONE
- Montag, 11.12.2023, um 03:25 Uhr auf ONE
- Dienstag, 12.12.2023, um 00:30 Uhr im Ersten
In der ARD Mediathek ist der „Tatort“ im Livestream zu verfolgen. Dort steht er nach der Ausstrahlung für gewöhnlich auch noch ein bis sechs Monate lang kostenlos als Wiederholung zur Verfügung.
