Schachnovelle
: So startet das „ARD Sommerkino“ am 3. Juli

Am 3. Juli 2023 startet das Programm des „ARD Sommerkino“. Den Auftakt bildet das Drama „Schachnovelle“. Alles zur Ausstrahlung erfahrt ihr hier.
Von
Anna Batscheider
Berlin
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Mit „Schachnovelle“ startet am 3. Juli 2023 das „ARD Sommerkino“.

ARD Degeto/Studiocanal/Julia Terjung

Im Sommer gibt es wieder ganz großes Kino im Ersten. Am Montag, 03.07.2023, startet die beliebte „ARD Sommerkino“-Reihe. Den Auftakt macht die Verfilmung von Stefan Zweigs Weltbestseller „Schachnovelle“, die siebenmal für den Deutschen Filmpreis nominiert war. Im Zentrum steht der Glaube an die Unbesiegbarkeit des Geistes im Kampf gegen den Faschismus, als sich ein unbeugsamer Intellektueller in ein Psychoduell mit einem Gestapo–Offizier begibt.

Worum geht es genau? Steht der Film in der Mediathek zur Verfügung? Und welche Darsteller sind im Cast? Hier erfahrt ihr alles, was ihr über den Auftakt des „ARD Sommerkinos“ wissen müsst.

„Schachnovelle“: Sendetermine und Sendezeiten

Das „ARD Sommerkino“ läuft immer montags zur Primetime von Anfang Juli bis Anfang August. Den Auftakt bildet „Schachnovelle“ am 03.07.2023 um 20:15 Uhr. In der darauffolgenden Nacht wird der Film wiederholt.

Die Sendetermine und Sendezeiten im Überblick:

  • Montag, 03.07.2023 um 20:15 Uhr
  • Dienstag, 04.07.2023 um 01:30 Uhr

Gibt es „Schachnovelle“ auch in der ARD–Mediathek?

Das Drama „Schachnovelle“ steht bereits wenige Tage vor TV–Ausstrahlung in der ARD–Mediathek zur Verfügung. Seit dem 01.07.2023 um 01:30 Uhr kann es dort gestreamt werden.

Worum geht es in „Schachnovelle“?

Mit „Schachnovelle“ begeben sich die Zuschauer nach Österreich ins Jahr 1938. Dort verdrängt der Wiener Lebemann Dr. Josef Bartok die Gefahr der NS–Machtübernahme. Er entschließt sich erst kurz vor dem „Anschluss“ an das Deutsche Reich zur Flucht. Doch während seine Frau Anna entkommt, gerät er selbst in die Fänge der Faschisten. Um den Notar dazu zu zwingen, die Nummernkonten vermögender Mandaten preiszugeben, verlangt Gestapo–Offizier Böhm für Bartok Isolationshaft. Das bedeutet: keine Gespräche, nichts zu lesen, keine Beschäftigung. Tage, Wochen und Monate vergehen. Gerade als Bartoks Widerstandskraft schwindet, bekommt er ein Buch über Schachpartien in die Hände. Diese unverhoffte Nahrung für seinen ausgehungerten Geist löst ein Schachfieber aus, das ihn in neue Abgründe zieht…

Zu seinem ersten Schachspiel mit einem Gegner kommt es dann Monate später auf der Überfahrt ins Exil. An Bord des Kreuzfahrtschiffes von Owen McConnor trifft Bartok den amtierenden Weltmeister Czentovic, dessen Manager Koller eine Partie arrangiert. Damit beginnt ein Spiel, an dem Bartok zu zerbrechen droht.

Bartok (Oliver Masucci) begibt sich in ein Schachduell mit dem amtierenden Weltmeister Czentovic (Albrecht Schuch). Bringt ihn das Spiel an seine Grenzen?

ARD Degeto/Studiocanal/Julia Terjung

Die Besetzung von „Schachnovelle“ im Überblick

Die Hauptrolle in der Buchverfilmung übernimmt Oliver Masucci. Für seine Darstellung wurde er mit dem Bayerischen Filmpreis als bester Darsteller ausgezeichnet. An seiner Seite spielt Albrecht Schuch in einer Doppelrolle den Gegner des Protagonisten und wird vom kultiviert auftretenden Gestapo–Offizier zum geheimnisvollen Schachweltmeister. Welche weiteren Schauspieler im Cast sind, seht ihr in der Besetzungsliste:

Rolle — Darsteller

  • Dr. Josef Bartok — Oliver Masucci
  • Franz–Josef Böhm/Czentovic — Albrecht Schuch
  • Anna Bartok — Birgit Minichmayr
  • Johann Prantl — Andreas Lust
  • Alfred Koller — Samuel Finzi
  • Gustav Sailer — Lukas Miko
  • Barkeeper Willem — Joel Basman
  • Schutzmann — Moritz von Treuenfels
  • Dr. Fink — Johannes Zeiler
  • Dr. Swoboda — Clemens Berndorff
  • Fridl — Luisa–Céline Gaffron
  • Klara/Dienstmädchen — Maresi Riegner
  • Owen McConnor — Rolf Lassgård
  • Dr. Auer — Markus Schleinzer
  • Max/Fahrer — Anton Rattinger
  • Kellner/Palais Auersperg — Gerhard Flödl
  • Erster Beamter — Philipp M. Krenn
  • Zweiter Beamter — Paul Schweinester
  • Steward Claas — Alexander Khuon
  • Schiffsarbeiter Maarten — Daniel Wagner
  • Schiffskellner Harry — Rafael Stachowiak

Wo liegen die Drehorte von „Schachnovelle“?

Das intensive Drama unter der Regie von Philipp Stölzl wurde bis März 2020 gedreht. Die Drehorte lagen in Wien, Berlin und München.

Auf diesem Werk basiert der Kinofilm

Bei vielen dürfte es klingeln, wenn sie den Titel „Schachnovelle“ hören. Das Werk von Stefan Zweig wird auch heute noch häufig als Schullektüre verwendet. Er schrieb die Novelle 1941 und 1942 im brasilianischen Exil. Es handelt sich um sein letztes und zugleich bekanntestes Werk. Die erste Verfilmung erschien bereits im Jahr 1960.