Hahnenkammrennen Kitzbühel 2026: Das sind die schwersten Unfälle bei der Streif-Abfahrt

Beim Hahnenkammrennen in Kitzbühel schießen die alpinen Skifahrer bei einem Gefälle von bis zu 85 % die Streif hinunter.
Expa/Johann Groder/APA/dpaFür Wintersport-Fans wird diese Woche wieder ein absolutes Highlight geboten: Das legendäre Hahnenkammrennen in Kitzbühel steht bevor. Vom 23. bis 25. Januar 2026 treten die besten Skirennfahrer der Welt an. Auf der berüchtigten Abfahrtsstrecke, auf der Geschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde erreicht werden, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu tragischen Unfällen. Gab es Todesfälle? Wie schwer waren die schlimmsten Unfälle auf der Streif?
In diesem Artikel findet ihr alle Informationen rund um die schwersten Stürze in der Geschichte der Streif-Abfahrt.
23. Januar 1987: Todd Brooker
Der Kanadier stürzt beim Einfahren in den Zielhang und zieht sich eine Gehirnerschütterung, einen Nasenbeinbruch, Gesichtsverletzungen und eine Knieverletzung zu. Nach der Saison beendet er seine Karriere.
14. Januar 1989: Brian Stemmle
Bei der Steilhang-Ausfahrt erleidet der Kanadier lebensgefährliche Verletzungen und verbringt mehrere Tage auf der Intensivstation. Er kehrt später zum Rennsport zurück, muss aber nach einem weiteren Sturz in Kitzbühel endgültig aufgeben.
9. Januar 1991: Bill Hudson
Die Mausefalle wird dem US-Amerikaner zum Verhängnis: Schulterblattbruch, eine Wirbelfraktur, ein Speichenbruch und Lungenverletzungen sind die Folgen.
14. Januar 1995: Pietro Vitalini
Der Italiener stürzt an der Hausbergkante und wird über die Sicherheitsnetze hinausgeschleudert. Dank des tiefen Schnees bleibt er wie durch ein Wunder unverletzt.
10. Januar 1996: Mehrere Stürze im Training
Bei Trainingsläufen kommt es zu mehreren schweren Unfällen: Andreas Schifferer erleidet am Zielsprung ein Schädel-Hirn-Trauma und liegt drei Tage im Koma.
23. Januar 1998: Roland Assinger
Der spätere ÖSV-Speedchef prallt bei der zweiten Sprintabfahrt gegen eine Streckenbegrenzung. Seine Verletzungen bedeuten das Karriereende.
21. Januar 1999: Patrick Ortlieb
An der Hausbergkante stürzt der österreichische Olympiasieger schwer und erleidet unter anderem einen Trümmerbruch im Oberschenkel. Seine Karriere endet vorzeitig.
20. Januar 2005: Thomas Graggaber
Ein Trainingssturz führt zu Serienrippenbrüchen sowie schweren Verletzungen an Schulter und Lunge. Auch er beendet seine Karriere.
16. Januar 2008: Andreas Buder
Ein Bruch des rechten Schienbeinkopfes nach einem Trainingssturz zwingt den Niederösterreicher zu einer sechsmonatigen Pause, von der er sich nicht mehr vollständig erholt.
19. Januar 2008: Scott Macartney
Beim umstrittenen Zielsprung stürzt der US-Amerikaner schwer und erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma. Nach einer künstlichen Komaphase feiert er im Dezember 2008 sein Comeback.
22. Januar 2009: Daniel Albrecht
Der Schweizer stürzt beim Zielsprung schwer, erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Lungenquetschung und liegt drei Wochen im künstlichen Koma. Nach 22 Monaten kehrt er in den Weltcup zurück.
21. Januar 2011: Hans Grugger
Ein Kontrollverlust beim Sprung über die Mausefalle endet mit schweren Kopf- und Brustkorbverletzungen. Grugger wird fünfeinhalb Stunden operiert.
22. Januar 2011: Siegmar Klotz
Nur einen Tag später gerät der Südtiroler in der Traverse in Rücklage und kracht in die Fangnetze. Mit einem Handgelenksbruch kommt er vergleichsweise glimpflich davon.
21. Januar 2016: Florian Scheiber
Der Tiroler stürzt im Training und erleidet einen Kreuzbandriss sowie Schäden an beiden Menisken im rechten Knie. Seine Karriere endet damit.
23. Januar 2016: Aksel Lund Svindal
Der Norweger überschlägt sich an der gleichen Stelle und kracht in die Fangzäune. Trotz eigener Mobilität wird später ein Kreuzband- und Meniskusriss diagnostiziert.
22. Januar 2021: Urs Kryenbühl
Beim Zielsprung verliert der Schweizer das Gleichgewicht, schlägt mit dem Kopf auf und erleidet unter anderem eine Gehirnerschütterung, einen Schlüsselbeinbruch und Kreuzbandverletzungen.
22. Januar 2021: Ryan Cochran-Siegle
Kurz nach Kryenbühl verkantet der US-Amerikaner in der Traverse und rast in die Fangzäune. Er wird mit einer Wirbelfraktur ins Krankenhaus gebracht.
24. Januar 2025: Alexis Pinturault
Auch in der letzten Abfahrt kam es zu einem schweren Unfall: Der ehemalige Weltcup-Gesamtsieger Alexis Pinturault stürzte schwer und wurde mit dem Helikopter abtransportiert. Der Franzose erlitt eine Knochenprellung des inneren Schienbeinplateaus mit zugehöriger Fraktur sowie eine Verletzung des Innenmeniskus.
Die Hahnenkammrennen in Kitzbühel im Überblick
Neben der Abfahrt finden in Kützbühel in dieser Woche auch ein Super-G sowie ein Slalom-Rennen statt.
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