Das Erste zeigt zu Beginn des neuen Jahres einen überaus renommierten Film. „Green Book – Eine besondere Freundschaft“ hat im Jahr 2019 mehrfach bei den Oscars und den Golden Globes gewonnen. Der Spielfilm entführt in die USA der 1960er Jahre. Dort plant der berühmte Pianist Dr. Don Shirley eine Konzertreise durch die Südstaaten. Doch als Afroamerikaner muss er nicht nur die vorherrschende Rassentrennung in Kauf nehmen, sondern sich auch gegen unliebsame Überraschungen wappnen. So kommt sein Chauffeur Tony ins Spiel...
  • Wann läuft „Green Book – Eine besondere Freundschaft“ im Ersten?
  • Ist der Film in der ARD-Mediathek verfügbar?
  • Wer sind die Darsteller?
Alle Infos zu Sendeterminen, Mediathek, Handlung, Besetzung und Drehort des Spielfilms findet ihr hier im Überblick.

Die Sendetermine und Sendezeit von „Green Book“ im Ersten

„Green Book – Eine besondere Freundschaft“ stammt bereits aus dem Jahr 2018. Die Erstausstrahlung im Ersten erfolgte drei Jahre später. Nun wird der Film von dem Sender an zwei Terminen erneut gezeigt. Am Mittwoch, 04.01.2023, läuft er zur Primetime und in der darauffolgenden Nacht als Wiederholung.
Die Sendetermine und Sendezeiten im Überblick:
  • Mittwoch, 04.01.2023, um 20:15 Uhr
  • Donnerstag, 05.01.2023, um 00:45 Uhr

Ist „Green Book“ in der ARD-Mediathek verfügbar?

Es gibt aktuell keine Informationen darüber, ob „Green Book – Eine besondere Freundschaft“ nach der Ausstrahlung in der ARD-Mediathek als Stream zur Verfügung stehen wird. Bei anderen Streamingplattformen, wie Netflix, gibt es den Spielfilm aktuell nicht kostenlos zu sehen.

Das ist die Handlung von „Green Book – Eine besondere Freundschaft“

Das Drehbuch des Films basiert auf der Lebensgeschichte des Schauspielers Toni Lip. Dieser begleitete in den 1960er Jahren den Pianisten Don Shirley als Chauffeur. Shirley ist zum Zeitpunkt an dem der Film einsetzt zwar bereits berühmt, dennoch ist die geplante Konzertreise in die Südstaaten der USA mit vielen Gefahren für ihn verbunden. Als Afroamerikaner muss er sich auf die Rassentrennung einstellen und sich auch gegen alle möglichen Überraschungen wappnen. Die Lösung ist ein erfahrener Chauffeur und ein bewährter Mann fürs Grobe: Nachtklub-Türsteher Tony „Lip“ Vallelonga. Auch Tony hat rassistische Vorurteile, bleibt bei seiner Arbeit jedoch durch und durch Profi. Er sorgt dafür, dass sein Chef Shirley jeden Abend pünktlich am Flügel sitzt. Probleme löst er notfalls mit einer Ohrfeige oder einem Bündel Dollarnoten. Erst im Laufe der Zeit wird Tony die Unmenschlichkeit der Rassentrennung klar. Während er in guten Hotels schläft, muss der Pianist oft in heruntergekommenen Unterkünften übernachten, die das „Green Book“, ein Reiseführer für Afroamerikaner, empfiehlt. Der Chauffeur wundert sich immer mehr, warum sich sein weltgewandter Arbeitgeber bewusst diesen Demütigungen aussetzt.
Trotz – oder gerade wegen – ihrer Unterschiede lernen Tony (Viggo Mortensen) und Shirley (Mahershala Ali) viel voneinander.
Trotz – oder gerade wegen – ihrer Unterschiede lernen Tony (Viggo Mortensen) und Shirley (Mahershala Ali) viel voneinander.
© Foto: ARD Degeto/Universal Studios and storyteller Distr. Co., LLC. all Rights Reserved.

Die Kritik zu „Green Book – Eine besondere Freundschaft“

„Green Book – Eine besondere Freundschaft“ wurde sowohl bei den Oscars wie auch bei den Golden Globes als Bester Film ausgezeichnet. Der Darsteller von Don Shirley, Mahershala Ali, gewann den Academy Award als Bester Nebendarsteller. Auch das Drehbuch des Films wurde zweifach ausgezeichnet. Doch wie lautet das Urteil deutscher Filmkritiker?
Markus Tschiedert lobt den Film in seiner Kritik auf „filmstarts.de“. Er schreibt, dass Regisseur Peter Farrelly genau die richtigen Knöpfe drückt, um seinem Publikum ebenso berührende wie kurzweilige Oldschool-Wohlfühlkino-Unterhaltung zu bieten. Vor allem lobt er die beiden Darsteller Mahershala Ali und Viggo Mortensen. Laut Tschiedert werden die beiden Schauspieler mit ihrem sympathischen Spiel zu Hoffnungsträgern in einer Welt, in der Freundschaft zwischen Schwarzen und Weißen auch viele Jahre später noch keine Selbstverständlichkeit ist.
Etwas anders sieht das Simon Fendt in seiner Kritik auf „artechock.de“. Laut ihm bleibe der Rassismus, den der Film aufwirft, reines Beiwerk. Er bezeichnet den Film als eine Komödie mit dramatischen Elementen. Die Diskriminierung schockiere zwar als Zuschauer, die Szenen blieben jedoch völlig ohne Konsequenzen für die Figurenentwicklung. Fendt wirft dem Regisseur vor, einen zu dramatischen Film verhindert haben zu wollen: „Der Rassismus ist für ihn zwar der Motor der Komödie, aber Störgeräusche darf dieser keine verursachen.“

Der Trailer zu „Green Book – Eine besondere Freundschaft“

Wer sich nach diesen verschiedenen Meinungen selbst ein Bild machen möchte, findet hier den offiziellen Trailer zu „Green Book – Eine besondere Freundschaft“:
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Die Besetzung von „Green Book“ im Überblick

Regie bei „Green Book – Eine besondere Freundschaft“ führte Peter Farrelly. Mahershala Ali gewann für seine Darstellung des Dr. Don Shirley den Academy Award als Bester Nebendarsteller. Welche Darsteller sind sonst noch im Cast? Das seht ihr in der Besetzungsliste:
Rolle – Schauspieler
  • Tony Lip Vallelonga – Viggo Mortensen
  • Dr. Don Shirley – Mahershala Ali
  • Dolores – Linda Cardellini
  • Johnny Venere – Sebastian Maniscalco
  • Oleg – Dimiter D. Marinov
  • George – Mike Hatton
  • Record Exec – P. J. Byrne
  • Gio Loscudo – Joe Cortese
  • Copa Coat Check Girl – Maggie Nixon
  • Bobby Rydell – Von Lewis
  • Rydell Band Leader – Jon Sortland
  • Jules Podell – Don Stark
  • Copa Bouncer Danny – Anthony Mangano
  • Copa Maître D'Carmine – Paul Sloan
  • Mikey Cerrone – Quinn Duffy

Wo wurde „Green Book – Eine besondere Freundschaft“ gedreht?

Im Film sind Tony und Shirley von New York aus unterwegs durch die Südstaaten der USA. Doch wo wurde „Green Book – Eine besondere Freundschaft“ gedreht? Die Dreharbeiten fanden von November 2017 bis Januar 2018 in Louisiana und in New York statt. Besonders schwierig gestaltete sich die Suche nach geeigneten Drehorten für die Handlungsorte Pennsylvania, Ohio, Iowa und Bronx.

Das steckt hinter dem „Green Book“

Der Spielfilm basiert auf einer wahren Begebenheit. In den 1960ern begleitete Schauspieler Toni Lip den Pianisten Don Shirley als Chauffeur. Die USA und dort vor allem die Südstaaten waren zu dieser Zeit geprägt von Rassismus. Dieser zeigte sich unter anderem in Rassentrennung. Das titelgebende „Negro Motorist Green Book“ ist ein Zeugnis dessen. Dahinter verbirgt sich ein Reiseführer speziell für Afroamerikaner. Darin hat Victor Hugo Green Namen und Anschriften von Institutionen gesammelt, die bereit waren, Schwarze zu bedienen.