Fußball-EM 2024
: Deutschland-Schreck Spanien steht im Finale!

Die selbstbewussten Iberer gewinnen das Halbfinale in München gegen Vizeweltmeister Frankreich verdient mit 2:1. Damit steht La Furia Roja am Sonntag im Endspiel.
Von
Carsten Muth
München
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Euro 2024: Spanien - Frankreich: 09.07.2024, Bayern, München: Fußball, UEFA Euro 2024, EM, Spanien - Frankreich, Finalrunde, Halbfinale, München Fußball Arena, Spaniens Dani Olmo (r) jubelt über seinen Treffer zum 2:1. Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Spaniens Dani Olmo (r) jubelt über den Treffer zum 2:1.

Christian Charisius/dpa

Das Spiel entwickelte sich zunächst so, wie man es erwartet hatte. Die Franzosen waren auf Sicherheit und Kontrolle bedacht, Spanien suchte den Weg schneller nach vorne – und wäre beinahe früh in Führung gegangen. Nach Flanke des erst 16-jährigen Lamine Yamal köpfte Fabian aus kurzer Distanz über das Tor. Auf der Gegenseite nutzte der Vizeweltmeister seine erste Möglichkeit. Kylian Mbappé flankte den Ball wunderbar auf Sturmpartner Randal Kolo Muani. Der frühere Frankfurter beförderte die Kugel per Kopf ins Netz. 1:0 für Frankreich. Es waren erst neun Minuten gespielt.

Die Spanier mussten den Schock des frühen Rückstands erst einmal verdauen. Sie hatten es nicht leicht. Zumal Marc Cucurella bei jedem Ballkontakt gnadenlos ausgepfiffen wurde. Dem Linksverteidiger vom FC Chelsea war beim 2:1-Sieg im Viertelfinale gegen Deutschland im Strafraum ein Handspiel unterlaufen, der Pfiff des Schiedsrichters zur Überraschung vieler aber ausgeblieben. Die Szene sorgte für tagelange Diskussionen.

Doch auch die Iberer konnten sich auf ihre individuelle Klasse verlassen. Der erst 16-jährige Lamine Yamal riss das Geschehen an sich und glich aus – und wie er das tat! Der Flügelstürmer ließ zwei Franzosen stehen und zirkelte den Ball aus gut 16 Metern an den Innenpfosten, von wo aus das Spielgerät ins Tor sprang (21.). Und es ging spektakulär weiter. Denn Spanien legte nach, drehte binnen vier Minuten das Spiel. Dani Olmo trieb den Ball nach vorne, passte auf Jesus Navas, dessen scharfe Hereingabe Jules Koundé ins eigene Tor beförderte.

Personell konnten die Franzosen aus dem Vollen schöpfen. Trainer Didier Deschamps veränderte seine Startelf im Vergleich zum Viertelfinalerfolg nach Elfmeterschießen gegen Portugal auf zwei Positionen. Adrien Rabiot ersetzte Eduardo Camavinga im Mittelfeld. In der Offensive erhielt Ousmane Dembelé den Vorzug vor Antoine Griezmann. Dembelé stürmte an der Seite von Superstar Kylian Mbappé und Randal Kolo Muani.

Der Deutschland-Bezwinger steht im Endspiel der Fußball-Europameisterschaft. Die spanische Nationalmannschaft gewann am Dienstagabend in München ihr Halbfinale gegen Frankreich mit 2:1 (2:1). Damit trifft das Team von Trainer Luis de la Fuente am Sonntag (21 Uhr/ARD und MagentaTV) in Berlin auf den Sieger des zweiten Halbfinales, in dem sich am Mittwoch (21 Uhr/ARD und MagentaTV) in Dortmund England und die Niederlande gegenüberstehen.

Das Spiel entwickelte sich zunächst so, wie man es erwartet hatte. Die Franzosen waren auf Sicherheit und Kontrolle bedacht, Spanien suchte den Weg schneller nach vorne – und wäre beinahe früh in Führung gegangen. Nach Flanke des erst 16-jährigen Lamine Yamal köpfte Fabian aus kurzer Distanz über das Tor. Auf der Gegenseite nutzte der Vizeweltmeister seine erste Möglichkeit. Kylian Mbappé flankte den Ball wunderbar auf Sturmpartner Randal Kolo Muani. Der frühere Frankfurter beförderte die Kugel per Kopf ins Netz. 1:0 für Frankreich. Es waren erst neun Minuten gespielt.

Die Spanier mussten den Schock des frühen Rückstands erst einmal verdauen. Sie hatten es nicht leicht. Zumal Marc Cucurella bei jedem Ballkontakt gnadenlos ausgepfiffen wurde. Dem Linksverteidiger vom FC Chelsea war beim 2:1-Sieg im Viertelfinale gegen Deutschland im Strafraum ein Handspiel unterlaufen, der Pfiff des Schiedsrichters zur Überraschung vieler aber ausgeblieben. Die Szene sorgte für tagelange Diskussionen.

Auch die Iberer konnten sich auf ihre individuelle Klasse verlassen. Der erst 16-jährige Lamine Yamal riss das Geschehen an sich und glich aus – und wie er das tat! Der Flügelstürmer ließ zwei Franzosen stehen und zirkelte den Ball aus gut 16 Metern an den Innenpfosten, von wo aus das Spielgerät ins Tor sprang (21.). Und es ging spektakulär weiter. Denn Spanien legte nach, drehte binnen vier Minuten das Spiel. Die scharfe Hereingabe des Leipzigers Dani Olmo beförderte Jules Koundé ins eigene Tor (25.).

Personell konnten die Franzosen aus dem Vollen schöpfen. Trainer Didier Deschamps veränderte seine Startelf im Vergleich zum Viertelfinalerfolg nach Elfmeterschießen gegen Portugal auf zwei Positionen. Adrien Rabiot ersetzte Eduardo Camavinga im Mittelfeld. In der Offensive erhielt Ousmane Dembelé den Vorzug vor Antoine Griezmann. Dembelé stürmte an der Seite von Superstar Kylian Mbappé und Randal Kolo Muani.

Spaniens Fans früh siegessicher

Die Spanier mussten umstellen: Für Rechtsverteidiger Dani Carvajal von Champions-League-Sieger Real Madrid, der gegen Deutschland Gelb-Rot gesehen hatte, rückte Jesus Navas ins Team. Der 38-Jährige ist seit einigen Tagen vereinslos. Bei seinem Stammklub FC Sevilla, für den er fast 700 Spiele bestritt, hat der Abwehrspieler keinen Vertrag mehr erhalten. Mit Nacho, jüngst noch feste Größe bei Real Madrid, brachte Nationaltrainer Luis de la Fuente einen weiteren Routinier. Der 34-Jährige ersetzte den gelbgesperrten Robin Le Normand in der Innenverteidigung.

Nach der Pause forcierten die Franzosen ihre Offensivbemühungen. Sie hatten jetzt ein Übergewicht. Vor allem über ihren Außenstürmer Mbappé und Dembelé, die das Tempo anzogen. Den über ihre starken zentralen Mittelfeldspieler Pedri und Fabian cool und sicher kombinierenden Spaniern gelang es jedoch, mithilfe eigener Ballbesitzphasen den Schwung aus den Aktionen des zunehmend entnervten Gegners zu nehmen. Die beste Chance zum Ausgleich vergab Mbappé, der freie Bahn hatte, seine Schnelligkeit ausspielte und den Ball aus aussichtsreicher Position über den Kasten schoss (86.).

Die spanischen Fans gaben sich in der Schlussphase siegessicher und feierten schon weit vor dem Abpfiff. Die zweite Halbzeit verlief nicht so furios wie die erste. Das war ganz im Sinne der Iberer, die am Ende den Finaleinzug bejubelten.