ESC 2025: Warum werden nur noch die 12 Punkte verkündet?

Warum werden beim ESC nur noch die zwölf Punkte vorgelesen? Wir verraten es euch.
Corinne CummingAm Samstag, den 17. Mai 2025, steigt in Basel das große ESC-Finale – und wieder wird es auffallen: Die Ländervertreter verkünden live nur noch die berühmten 12 Punkte. Aber warum ist das eigentlich so?
Von zehn bis zwölf – früher war mehr drin
Früher war beim Eurovision Song Contest die Punktevergabe ein festes TV-Ritual: Jedes Land las alle vergebenen Jury-Punkte laut vor – von 1 bis 8, dann 10 und schließlich 12 Punkte. Das machte die Show zwar spannend, aber auch extrem langwierig.
Je mehr Länder beim ESC teilnahmen, desto mehr zog sich die Punkteverkündung. Inzwischen sind über 35 Länder regelmäßig dabei – sogar Australien gehört seit 2015 zum Teilnehmerfeld. Die Folge: Der Abstimmungsprozess wurde zunehmend zur Geduldsprobe – nicht nur fürs Publikum, sondern auch für die TV-Sendeplätze weltweit.
ESC heute: Nur noch die Zwölf zählt
Um die Sendezeit zu optimieren, wurde das Punktesystem mehrfach angepasst. Seit einigen Jahren gilt: Nur die 12 Punkte der Jury eines Landes werden live von einem Punktesprecher verkündet.
Die übrigen Punkte (1–10) werden automatisch eingeblendet – schnell, effizient und ohne Unterbrechung.
Der Moment der Zwölf – live mit Bedeutung
Trotz der Kürzungen bleibt die Live-Verkündung der 12 Jury-Punkte ein Höhepunkt des Finalabends. Hier kommen die nationalen Punktesprecher*innen ins Spiel – oft bekannte Persönlichkeiten oder ehemalige ESC-Teilnehmer, wie 2025 Michael Schulte für Deutschland.
Ihr Auftritt dauert zwar nur wenige Sekunden, ist aber weltweit sichtbar – und nicht selten emotional und unterhaltsam inszeniert.
Und wie geht’s danach weiter?
Nach den Jury-Punkten folgt die zweite große Punktewelle: das Publikumsvoting aus ganz Europa und Australien. Hierbei werden die Televoting-Ergebnisse länderspezifisch zusammengefasst und von den Moderator*innen präsentiert – meist mit dramatischer Zuspitzung bis zur letzten Sekunde.

