Die Höhle der Löwen
: Deal mit AnimalChat nach der Show geplatzt! Gründer packt aus

AnimalChat hat bei „Die Höhle der Löwen“ insbesondere Carsten Maschmeyer überzeugt, der mit den beiden Gründern einen Deal eingegangen ist. Kurz nach der Show wurde die Zusammenarbeit allerdings auf Eis gelegt. Warum?
Von
Eduard Ebel
Köln
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Dr. Heinrich Wilkes und Sebastian Wilkes haben in der VOX-Show ihr Produkt AnimalChat vorgestellt.

RTL / Bernd-Michael Maurer

AnimalChat will Tierärzte entlasten. Falls sich Hund, Katze oder Co. verletzen, ist die Sorge der Frauchen und Herrchen besonders groß. Dabei ist ein Besuch beim Tierarzt meist nicht nötig. „Meist reicht schon ein intensiver Blick auf ein Video oder ein Bild, um eine Entwarnung oder einen Heilungstipp zu geben. Das erspart dem Tier unnötigen Stress und dem Tierhalter unnötige Tierarztkosten“, erklärt Dr. Heinrich Wilkes, der seit 30 Jahren eine Tierarztpraxis betreibt.

AnimalChat soll Tierärzte entlasten

Gemeinsam mit seinem Sohn Sebastian haben die beiden AnimalChat entwickelt. Auf der Messenger–Plattform können Tierhalter direkte Nachrichten oder Bilder an ihre Tierärzte senden. Das soll nicht nur Geld, sondern auch Zeit sparen. Der Arzt kann entscheiden, ob ein persönlicher Besuch in der Praxis vonnöten ist — oder ob die Beschwerden auch per Videochat gelöst werden können. So sollen überfüllte Praxen vermieden werden.

Carsten Maschmeyer steigt ein

Eine Idee, die bei den Löwen in der VOX–Show gut ankam. Insbesondere Carsten Maschmeyer war direkt Feuer und Flamme: „Ich bin an über 100 digitalen Start–ups beteiligt. Ich bin wahrscheinlich genau das Puzzlestück, was euch fehlt.“ Am Ende konnte sich der Unternehmer gegen Dagmar Wöhrl und Nils Glagau durchsetzen. Maschmeyer hat sich für 250.000 Euro 20 Prozent an der Firma gesichert.

Deal mit Carsten Maschmeyer nach der Show geplatzt

Wie ging es nach der Show weiter? Die Südwest–Presse hat bei den Gründern von AnimalChat nachgefragt.„Am Ende ist der Deal nicht zustande gekommen. Als wir uns nach der Aufzeichnung im Februar mit dem Team von Carsten Maschmeyer zusammengesetzt haben, ist klar geworden, dass wir unterschiedliche Vorstellungen und Ideen haben. Daraufhin haben wir gemeinsam entschieden, den Weg nicht zusammen zu gehen“, erklärt Sebastian Wilkes.

Gründer blicken positiv in die Zukunft

Der Gründer hat trotz des geplatzten Deals viele positive Nachrichten zu vermelden: „In der Zwischenzeit haben wir unser Team vergrößert und uns Unterstützung im Bereich Softwareentwicklung, Marketing und Vertrieb dazugeholt. Mein Vater verfügt in der tiermedizinischen Branche über ein großes Netzwerk, woraus sich nach wie vor viele Kundenkontakte und Abschlüsse ergeben.“ AnimalChat wird laut eigenen Angaben von etlichen Tierarztpraxen und -kliniken eingesetzt. „Unter den Kunden sind aber inzwischen auch Futtermittelhersteller, Tierbestatter, Hundesalons und sogar Zuchtunternehmen aus dem Nutztierbereich“, betont Wilkes.